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Fisch des Jahres 2020 Die Forelle gibts schon seit Urzeiten – nun ist sie gefährdet

Der Schweizerische Fischereiverband kürt die Forelle zum Fisch des Jahres 2020. Er wolle damit darauf aufmerksam machen, dass der «beliebteste Fisch der Schweiz» bedroht sei. Die Gründe dafür und weitere spannende Fakten zur Ur-Schweizerin gibt’s hier.

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Aus dem Archiv: Die Welt der Schweizer Fische
Aus NETZ NATUR vom 05.04.2018.
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Ein Ur-Fisch. Die Forelle gehört zu den Lachsfischen, deren erste Vertreter bereits zu Zeiten der Dinosaurier in den europäischen Flüssen unterwegs waren.

Die Gesprenkelte. Der deutsche Name Forelle geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Er leitet sich über das mittelhochdeutsche Wort forhele ab, das gesprenkelt oder bunt bedeutet – eine Anspielung auf die charakteristische gepunktete Haut des Fisches.

Forelle
Legende: Die Forelle ist eine der am weitesten verbreiteten Fischarten der Schweiz – nun ist sie gefährdet. Dani Luther

Die Fortpflanzung. Zur Paarungszeit legt das Forellen-Weibchen bis zu 5000 Eier ins Kiesbett, die danach von meist mehreren Männchen befruchtet werden. Nach ein bis drei Monaten schlüpft der Nachwuchs und verlässt seinen Brutplatz. Nur die stärksten Jungfische überleben.

Video
Ein Forellen-Weibchen legt Eier in den Sand (Quelle: Mathias Meyer)
Aus News-Clip vom 02.01.2020.
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Schwindende Bestände. Bis ins 20. Jahrhundert habe es in der Schweiz Fischer gegeben, die mit dem Forellen-Fang einen grossen Teil ihres Lebensunterhalts hätten bestreiten können, so der Fischereiverband. Auch die Hobby-Fischer seien heute vor allem auf der Jagd nach Forellen. Doch es wird immer schwieriger, den begehrten Fisch an die Rute zu kriegen – die Fangerträge sind stark zurückgegangen.

Die Bedrohungen. Der dramatische Rückgang der Forellenbestände habe verschiedene Gründe, schreibt der Fischereiverband. Dem Fisch werde durch die Verbauung von Bächen und Flüssen der Lebensraum entzogen; dann würden ihm durch Gülle, Pestizide und Abwasser verschmutztes Gewässer zu schaffen machen; er habe vermehrt mit Pilzen, Bakterien und weiteren Krankheiten zu kämpfen; der Klimawandel sorge für zu warmes Wasser, ausgetrocknete Bäche und Hochwasser; und schliesslich sei er auch durch fischfressende Vögel wie den Kormoran bedroht.

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Die Belastung der Wasserwelt seit Jahren durch chemisch-pharmazeutische Gifte (industrialisierte LW, Industrien = Mensch), ist eine klare "Ursache-Verursachung" und müsste längst von den Zuständigen (Bafu, BLW) behoben werden, was aber nicht der Fall ist! Diese massive Umweltvergiftung, belastet logischerweise auch die Gesundheit, das Leben der Bevölkerung der Schweiz! Davon profitiert wiederum das gesamte "Gesundheits-Wesen"...
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  • Kommentar von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
    Auch bei der Thematik Seeforelle fehlt ein wesentlicher Informationspunkt. In vielen Schweizer Seen hat die gestiegene Wasserqualität dazu geführt, dass das Nahrungsangebot für die Raubfische schlechter geworden ist. Damit ist es schlicht mehr möglich so viele Forellen wie in den letzten Dekaden des letzten Jahrhunderts zu fangen. Dazu fehlen die bis zum Bau der Kläranlagen Ende 60iger, Anfangs 70iger vorhanden gewesenen Schmutzpartikel aus den Hausabwässern …
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    1. Antwort von Urs Vetterli  (U.V.)
      Unsere Gewässer waren Jahrtausende lang sauberer als heute, allerdings waren sie auch reich an Insektenlarven, was heute vielerorts Mangelware ist.
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  • Kommentar von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
    Interessant wie verkürzt der Einbruch in den Fangzahlen dargestellt wird. Beispielsweise handelt es sich ja um eine Tierart mit einer Reihe von Unterarten. So ist beispielsweise die Bachforelle nicht nur von Gülle und derartigem bedroht, sondern auch von einem Artgenossen, der Regenbogenforelle, der in vielen Fliessgewässern die Bachforelle verdrängte … übrigens stammt das Tierchen aus den "Töpfen und Teichen" der Fischer!
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