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Schweiz Franzose will Tessiner Burka-Bussen übernehmen

Am Sonntag bekam das Tessin ein Burka-Verbot. Allfällige Bussen möchte der Geschäftsmann Rachid Nekkaz bezahlen.

Rachid Nekkaz spricht zu zwei verschleierten Frauen.
Legende: Nekkaz ist zwar gegen die Verschleierung, doch für den Wunsch der Frauen, eine Burka zu tragen. Keystone

Frankreich und Belgien kennen bereits ein Burka-Verbot. Seit Sonntag auch das Tessin, als die Stimmbürger einer entsprechenden Initiative deutlich zustimmten. Der französische Geschäftsmann Rachid Nekkaz würde für im Tessin gebüsste verschleierte Frauen das allfällige Bussgeld übernehmen, wie er mitteilte.

Er unterhält bereits einen Millionen-Fonds für betroffene Frauen, den er 2010 mit einer Million Euro äufnete. Dieser diene der Verteidigung der Freiheit und der religiösen Neutralität des Staates, so Nekkaz. Bislang habe er 682 Bussen in der Höhe von 123'000 Euro beglichen.

Ziel: Regierungen «lächerlich» machen

Nekkaz bezeichnet sich als Menschenrechtsaktivist und Gegner von Verschleierungen. Er setzt jedoch die persönliche Freiheit über alles. Indem er öffentlich die Bussen der Frauen bezahle, die auf den Strassen ihren Niqab tragen, will er «Regierungen und Parlamente lächerlich machen», welche fundamentale Freiheiten nicht respektierten.

Das Verhüllungsverbot im Tessin dürfte frühestens in zwei Jahren in Kraft treten, da die eidgenössischen Räte beurteilen müssen, ob das Verbot mit der Bundesverfassung vereinbar ist. Zuvor muss das Tessiner Parlament der konkreten Ausgestaltung des Verbots zustimmen.

18 Kommentare

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  • Kommentar von W. Helfer, Zürich
    Vielleicht ist dieser R. Nekkaz einfach ein Handlanger Derer, welche den extremen Islam in Europa verbreiten wollen. Wohin sollen dann Moslems noch flüchten, welche genau von DIESEM "Islam" flüchten und Schutz suchen? In einem Zoo schützt man auch Tiere vor ihren Fressfeinden. Warum wohl? Wenn man etwas nicht erkennt kann man noch weniger beurteilen, ob es ein Jäger od. eine Beute ist. Ist das unser Ziel?
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  • Kommentar von Daniel Dietiker, Anglikon
    Macht doch alle Frauen auf Burka, Parteien rote Burka schwarze Burka grüne Burka gelbe Burka und das Volk Pink.
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  • Kommentar von Ursula Morf, Thun
    In der Schweiz gilt Freiheit, Selbstbestimmung und Unabhängigkeit des Individuums. Dazu gehört, dass sich Frauen eben nicht verschleiern. Es ist eine Lüge, wenn behauptet wird, sie täten das freiwillig. Solche Frauen haben keinen eigenen Willen. Allah und die Männer schreiben ihnen vor, was sie zu tun haben. Und wenn sie nicht gehorchen, landen sie in der Hölle. Das altbewährte, fiese Druckmittel vieler Religionen. Ladies, die einzige Hölle die es gibt, ist die in der ihr euch gerade befindet.
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