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Der Kanton Bern fährt Corona-Strukturen zurück
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 04.03.2022.
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Fünfte Corona-Welle Steigende Corona-Zahlen: Kantone zeigen sich unbesorgt

Die Fallzahlen nehmen wieder zu. Die Dunkelziffer dürfte hoch sein. Trotzdem sind die Kantone zuversichtlich.

«Ich freue mich, dass wir die Pandemie hinter uns lassen können», sagte der Berner Regierungsrat Pierre Alain Schnegg (SVP) kürzlich vor den Medien. Er fasst damit die Grundstimmung bei den Kantonen zusammen. Sie wirkt entspannt, obwohl die Corona-Fallzahlen steigen.

Wie sieht die fünfte Welle aus?

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Aktuelle Zahlen zeigen, dass die Zahl der infizierten Menschen in der Schweiz wieder ansteigt. Doch es gibt eine gewisse Unschärfe: Seitdem die meisten Massnahmen aufgehoben sind, dürften sich trotz Krankheit weniger Leute auf Corona testen lassen. Die Dunkelziffer ist deshalb hoch. Die Spitäler sind aber trotz der steigenden Zahlen nicht überlastet. Auch die Intensivstationen nicht.

Steigende Fallzahlen bedeuteten bisher bei den Kantonen, dass sie sich auf zusätzliche Arbeit gefasst machen mussten. Nun bauen sie ihr Angebot aber eher ab, statt es aufzustocken. Sorgen machen sich die Verantwortlichen nicht. Dies zeigen die Beispiele Bern, Basel, Graubünden und Luzern:

Bern: Fast alle Impfzentren schliessen

Bern steht exemplarisch für die meisten Kantone: Die Corona-Massnahmen sind weitgehend aufgehoben. Auch die Situation in den Spitälern ist ruhig. Der Kanton fährt verschiedene Strukturen zurück, die er wegen der Pandemie aufgebaut hat.

Zum Beispiel werden mit einer Ausnahme alle kantonalen Impfzentren Ende Monat geschlossen. Die Testkapazitäten werden ebenfalls zurückgefahren und auch die Arbeit des Contact-Tracings wird reduziert.

Graubünden: Wenn alle in die Skiferien kommen

«Wir haben unglaublich viele Gäste zurzeit», sagt der Leiter des Bündner Gesundheitsamts, Rudolf Leuthold. Dies sei mit ein Grund für die steigenden Zahlen im Kanton – neben den weggefallenen Corona-Massnahmen.

Menschen auf Skipiste
Legende: Viele Kantone hatten in den letzten Wochen Skiferien. Keystone

Leuthold geht jedoch davon aus, dass mit dem Ende der Sportferien – und dann auch der Wintersaison – die Zahl der Ansteckungen wieder zurückgehe. «Ich bin zuversichtlich für die nächsten Wochen.»

Basel-Stadt: Fasnacht für die Psyche

Im Gegensatz zum steigenden Trend in der übrigen Schweiz sind die Fallzahlen im Kanton Basel-Stadt in den letzten Tagen konstant geblieben. Auch die Auslastung der Spitäler habe sich kaum verändert, sagt Anne Tschudin, Sprecherin des Basler Gesundheitsdepartements auf Anfrage.

Laternen an Umzug
Legende: Wichtig sei, dass wer sich krank fühlt, zuhause bleibe und nicht an die Fasnacht gehe. Keystone

Ob die Fasnacht in den nächsten Tagen zu steigenden Zahlen führe, sei unklar. Man müsse aber damit rechnen, so Tschudin. «Wenn viele Menschen zusammenkommen, insbesondere auch in geschlossenen Räumen, ist das Ansteckungsrisiko gross.»

Für die Basler Behörden sei es nun aber auch wichtig gewesen, dass die Fasnacht wieder stattfinden könne. «Das tut der Psyche und der Seele der Baslerinnen und Basler gut.»

Luzern: Fasnacht hat auch zu Ansteckungen geführt

In Luzern tummelten sich während der Fasnacht an manchen Tagen Zehntausende in den Gassen der Altstadt und zogen durch Beizen, Bars und Restaurants; Hygienemasken trugen die wenigsten.

Konfettiregen über Menschenmeng
Legende: Trotz Fasnacht keine beunruhigenden Corona-Zahlen in Luzern. Keystone

Die Fallzahlen im Kanton Luzern stiegen zwar an, doch sei nicht sicher, dass der Anstieg der Ansteckungen nur auf die Fasnacht zurückzuführen sei, sagte David Dürr, Leiter der Dienststelle Gesundheit und Sport des Kantons Luzern, am Freitagmorgen im Regionaljournal Zentralschweiz von Radio SRF. Der Anstieg betreffe auch nicht nur Luzern. Inzwischen zeigt sich aber, dass der Kanton im schweizweiten Vergleich überdurchschnittlich hohe Fallzahlen ausweist.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 07.03.2022, 17:30 Uhr;

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