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Panne beim Online-Speicherdienst der Swisscom
Aus Tagesschau vom 12.07.2019.
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Für immer weg Grober Fehler: Swisscom löscht Daten von MyCloud-Kunden

  • Vor rund zwei Wochen ist es bei einigen hundert Kunden der Swisscom zum Verlust von Daten gekommen, davon berichtete Tamedia.
  • Auf dem Online-Speicherdienst MyCloud sind versehentlich Bilder, Videos und sonstige Daten unwiderruflich gelöscht worden.
  • Die Swisscom bestätigte den Vorfall.

Vom Datenverlust seien einige hundert Nutzer betroffen, schreibt der Telekomkonzern. Die allermeisten Betroffenen hätten einen «sehr geringen Anteil», respektive maximal 5 Prozent ihrer Daten verloren.

Der Swisscom seien bei den Arbeiten zur Speicheroptimierung Fehler unterlaufen. Dateien von MyCloud-Konten habe man versehentlich in den Bereich des Speichersystems zum endgültigen Löschen verschoben. In diesen Bereich werden üblicherweise etwa Daten transferiert, die ein Benutzer aus seinem persönlichen Papierkorb gelöscht hat.

Konsumentenschutz kritisiert Swisscom

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Der Konsumentenschutz zeigt sich empört über das Vorgehen der Swisscom. Man hätte erwartet, dass das Unternehmen die Panne von sich aus bekannt gebe und dies nicht erst durch Medien publik gemacht werden müsse.

Behaften könne man die Swisscom aber nicht, sagt Samuel Portmann, Jurist beim Konsumentenschutz: «Theoretisch ist ein juristisches Vorgehen möglich, in der Praxis aber stark erschwert. Der Gang vor ein ordentliches Gericht wäre mit grossem Kosten- und Zeitaufwand verbunden.» Dies würde in vorliegenden Fällen wohl in keinem Verhältnis zum finanziell erlittenen Schaden stehen.

Gegenüber SRF News spricht Swisscom-Sprecher Sepp Huber von einem bedauerlichen Vorfall: «Trotz entsprechender Sicherheitsvorkehrungen gibt es bei solchen Prozessen die Funktion ‹endgültig löschen›. Uns ist ein Fehler unterlaufen. Das tut uns sehr leid.»

Die Swisscom habe Massnahmen eingeleitet, um künftigen Datenverlusten vorzubeugen: «Wir haben zusätzliche Sicherheiten eingebaut, damit das nicht mehr passieren kann», so Huber. Betroffen sei zudem nur die private Cloud gewesen, also das Gratisangebot der Swisscom. Geschäftskunden seien nicht geschädigt worden.

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Aus dem Archiv: Die sichere Datenwolke: Cloud-Anbieter im Test
Aus Kassensturz vom 21.11.2017.
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Man habe zwar intensiv versucht, die Dateien wiederherzustellen, doch sei dies nur teilweise möglich gewesen. Zur Frage, warum die Swisscom nicht öffentlich über den Vorfall kommuniziert hat, sagt Sprecher Huber: «Wir kennen die betroffenen Kunden und haben uns entschieden, diese direkt zu informieren.»

Wie es im Bericht der Tamedia-Zeitungen heisst, hat die Swisscom den betroffenen Kunden eine finanzielle Entschädigung angeboten. In einem der Fälle waren es 50 Franken. Mit allen betroffenen Nutzern habe man eine einvernehmliche Lösung gefunden, so die Swisscom.

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39 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Uns ist ein Fehler unterlaufen. Das tut uns sehr leid, so Swisscom. Diesen Spruch kennt man zu genüge. Die Kunden lässt man man im Regen stehen.
  • Kommentar von R. Raphael  (R.Raphael)
    Eigene externe Petabyte Festplatte. Dann bleiben die Daten bei mir.
    1. Antwort von René Baron  (René Baron)
      bis es brennt, sie einer klaut oder jemand den Kaffee drüber ausleert
  • Kommentar von Sivan Strauss  (SivanStrauss)
    Tipp. Mietet euch einen dedicated server. Kann man auch als Backup Lösung gebrauchen.Kostet auch nicht viel und die Daten sind sicher. Habe einen server mit 1000GB SSD, 192GB Ram, Xeon CPU, Cent OS. Zahle monatlich 200Fr. Gibts auch billiger und wenn man nur Backup Storage will, dann kostet es 30Fr.. Swisscom kann man nicht vertrauen.
    1. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Kostenmässig teurer als ein Clouddienst. Dazu müssen die Server aktiv gemanaged werden, damit Sicherheitslücken zeitnah geschlossen werden. Dazu die Gefahr einer Fehlkonfiguration. Ganz zu schweigen von der Konfiguration der Cloudsoftware wie OwnCloud oder Nextcloud. Da nutzt man für private Daten lieber einen Clouddienst und macht zusätzlich ein Backup. Bei Bedarf mit einem verschlüsselten Container.
    2. Antwort von René Baron  (René Baron)
      Ein eigener Server ist ein Risiko. Moderne Cloudlösungen speichern Daten redundant auf verschiedenen Servern und Rechenzentren. Da kann auch mal was ausfallen oder gestohlen werden ohne dass man seine Daten verliert.