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Legende: Video Bundesrätin Sommaruga: «Fliegen braucht ja schon ziemlich Grips.» abspielen. Laufzeit 00:37 Minuten.
Aus News-Clip vom 12.09.2019.
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Funken im Sichtflug «English only» soll für Hobbypiloten wieder gestrichen werden

Der Nationalrat zeigt Herz für Freizeitflieger: Sie sollen neben Englisch wieder in der Landessprache funken dürfen.

Der Widerstand gegen das Englisch-Diktat kam primär vom Flugplatz Sitten und dem Aero-Club mit seinen 23’000 Mitgliedern. Einen ersten Erfolg können die Kritiker nun feiern. Der Nationalrat hat eine Motion der Verkehrskommission mit 138 zu 13 Stimmen gutgeheissen, die beim Funken der Hobby-Flieger wieder die ortsüblichen Landessprachen zulässt. Nun ist der Ständerat dran.

Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga betonte vergeblich, dass es um ein Fachvokabular von 50 bis 100 Wörtern gehe, das erlernt werden müsse. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt prüfe sogar, die so genannten Phraseologien auf 30 zu reduzieren: «Fliegen braucht ja schon ziemlich viel Grips, da sollten die paar Wörter kein Problem darstellen.» Zudem seien nur fünf Prozent aller Piloten betroffen, die ihr Englisch ein wenig aufbessern müssten.

Legende: Video Benjamin Roduit CVP/VS: «Allein im Wallis sind über 150 Piloten auf den Boden gezwungen.» abspielen. Laufzeit 00:27 Minuten.
Aus News-Clip vom 12.09.2019.

Das sah Benjamin Roduit (CVP/VS) anders. Allein im Wallis seien seit Anfang Juli mehr als 150 Piloten «gegroundet», weil ihnen die Zeit zum Erlernen der neuen Englischbegriffe gefehlt habe.

«English only» für mehr Sicherheit

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Seit Mitte Jahr gilt in der Schweiz für Hobby-Piloten mit und ohne Motor ausschliesslich die Funksprache Englisch. So hatte es das Parlament bei der Teilrevision des Luftfahrgesetzes 2017 für den nicht gewerbsmässigen Sichtflug beschlossen – zur Verbesserung der Sicherheit gemäss internationalen Standards, denn ein Sprachenmix könnte zu gefährlichen Situationen führen.

Zuvor konnten die vielen Segel- und Ballonpiloten auch in ortsüblicher Landessprache kommunizieren, wenn sie einen der Regionalflughäfen ansteuerten. Mit dem neuen Regime müssen die Freizeitfliegerinnen und -flieger nun die englische Radiotelefonie-Ausbildung nachholen. Die entsprechende Lizenz besassen per Mitte Jahr bereits 96 Prozent der Piloten mit Motorflugausbildung, knapp 80 Prozent der Segelflieger und 55 Prozent der Ballonfahrer.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Ralf Straessle  (RomeoSierra)
    Die "Alltagswörter" bringt sicher Jeder leicht zusammen, aber wenn es brenzlig wird und komplizierte Zusammenhänge von zwei deutschsprachigen Personen in einer Fremdsprache geklärt werden müssen, kommt man schnell an die Grenzen. International ist für Piloten ein Englisch-Sprachtest gefordert, wobei manche Nationen ausschließlich aus Piloten zu bestehen scheinen, die Muttersprachler-Level haben. Dieser Eindruck löst sich im Gespräch dann schnell in Luft auf.
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  • Kommentar von Hans Haller  (panasawan)
    Nicht nachvollziehbar und wahrscheinlich nicht sinnvoll. Wir haben vier Landessprachen, daran sollte man eben auch denken. Da ist das Englisch in der Fliegerei sinnvoll und dient der Sicherheit der Verständigung.
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  • Kommentar von Klaus Waldeck  (kdwbz)
    Bedauerlich und gefährlich dieser Rückzieher. Der Luftraum wird ja nicht nur von Hobbypiloten genutzt , im Gegenteil , immer mehr von Profis (dazu gehören sicher auch unsere Militärpiloten). Da die Hobbypiloten auch im Hochgebirge und Ausland unterwegs sein möchten (Gleitschirme / Segelflieger usw.) ist die Kontaktmöglichkeit mit den Profis sicher nicht immer auszuschliessen. Deshalb unbedingt das Flieger-ENGLISCH erlernen.
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