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Ein Mann legt einem anderen Fussfesseln an.
Legende: Elektronische Fussfesseln für Straftäter werden heute nur in einigen Kantonen verwendet. Keystone
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Schweiz Fussfessel ab 2018 landesweit gesetzlich verankert

Eine Strafe mit elektronischer Fussfessel zu verbüssen, wird in knapp zwei Jahren landesweit möglich sein. Per 1. Januar 2018 hat der Bundesrat das revidierte Sanktionenrecht in Kraft gesetzt, das die gesetzliche Grundlage dafür liefert.

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Strafvollzug: Fussfesseln nun überall möglich
03:55 min, aus HeuteMorgen vom 30.03.2016.
abspielen. Laufzeit 03:55 Minuten.

Neu können in der ganzen Schweiz Freiheitsstrafen mit Fussfessel von einer Dauer zwischen 20 Tagen und 12 Monaten ganz oder teilweise ausserhalb eines Gefängnisses verbüsst werden. Fussfesseln können auch bei Straftätern am Ende langer Haftstrafen eingesetzt werden.

Weitere Neuerungen beim Sanktionenrecht

  • Geldstrafen dürfen noch maximal 180 Tagessätze entsprechen. Ein Tagessatz ist zwischen 30 und 3000 Franken. Für Härtefälle gilt ein Tagessatz von 10 Franken.
  • Es können kurze Freiheitsstrafen von weniger als sechs Monaten ausgesprochen werden, unbedingt oder bedingt.
  • Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten Dauer können auch in Form von gemeinnütziger Arbeit vollzogen werden, angeordnet von den Strafvollzugsbehörden.
  • Die Altersgrenze für den Abschluss von Massnahmen für junge Straftäter wird von 22 auf 25 Jahre angehoben. Diese Neuerung ist schon ab
    1. Juli 2016 in Kraft.

Wissen, wo Verdächtige sind

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Bekannt wurde die Fussfessel nicht zuletzt durch den Fall Marie: Der 39-jährige Täter, der 2013 die damals 19-Jährige entführte und tötete, verbüsste eine Reststrafe im Hausarrest mit Fussfessel. Er hatte 1998 seine damalige Ex-Freundin vergewaltigt und erschossen, war deswegen zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Mehr

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert  (A. Bauert)
    Schon Plätze in einem geschlossenen Jugendheim kosten schnell mal 500.- bis 600.- pro Tag. Also eine sehr günstige Variante. Und endlich mal die «alten Männer» aus den Hochsicherheitseinrichtungen» raus holen. Die sind teilweise kaum in der Lage, wirklich zu gehen über längere Strecken. Da würde 2x Stacheldraht auch reichen und wäre extrem viel billiger. Der Strafvollzug ist oft überteuert und schlicht unmenschlich und v.a. unnötig in den «normalen Gefängnissen».
  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Der Pizzaservice und coop@home gehen dann sicher auf Kosten des Steuerzahlers, was? Da müsste man sich direkt überlegen, etwas auszufressen...
  • Kommentar von Peach Meier  (Peach Meier)
    Supi, dann wird Knast noch Kuscheliger! Und 10.- Tagessätze zahlen doch die 1000enden von Kriminellen (offiziell nix haben und von Sozi-Hilfe leben) ebenfalls aus der (schwarzen) Portokasse! Prima, immer weiter in den Abgrund, immer weiter weg von gesundem Menschenverstand!
    1. Antwort von Urs Müller  (Confoederatio)
      Was ist denn für Sie gesunder Menschenverstand?