Zum Inhalt springen

Header

Audio
Gebührenpflichtige Veloständer am Bahnhof werden kaum genutzt
Aus Espresso vom 19.02.2020.
abspielen. Laufzeit 04:04 Minuten.
Inhalt

Gähnende Leere Gebührenpflichtige Veloständer werden am Bahnhof kaum genutzt

Seit Herbst gibt es an den Bahnhöfen von Luzern und Uster gebührenpflichtige Veloständer. Doch sie sind meistens leer.

Gähnende Leere herrscht am Bahnhof Uster bei den kostenpflichtigen Veloständern der Firma Smartmo. Der Gratis-Veloständer daneben platzt dagegen aus allen Nähten. Nicht viel besser sieht es beim Smartmo-Veloständer beim Bahnhof Luzern aus. Meist ist nur gerade eine Handvoll der 50 Plätze besetzt.

Smartmo-Gründer Daniel Hänggi bestätigt, dass die Auslastung der Veloständer zu wünschen übrig lässt: «In Luzern haben wir eine Auslastung von etwa 20 Prozent, angestrebt hatten wir eigentlich 70 Prozent. In Uster läuft noch weniger.» Aus seiner Sicht, liegt die schlechte Auslastung auch daran, dass beide Standorte nicht beworben wurden.

Veloparkplatz Bahnhof Uster
Legende: Typbisches Bild am Bahnhof Uster: Die gebührenpflichtigen Veloständer sind verwaist. SRF

Parkgebühr für Velo sorgte für Kritik

Vergangenen Herbst startete Smartmo am Bahnhof Luzern mit dem Segen der SBB ein Pilotprojekt mit 50 kostenpflichtigen Veloständern. Per App kann man einen – laut Werbung – diebstahlsicheren Abstellplatz buchen. Zudem gibt es eine abschliessbare Box für den Helm und einen Stromanschluss, um den E-Bike-Akku aufzuladen.

Ein Smartmo-Veloparkplatz hat jedoch seinen Preis: Zwischen einem und zwei Franken bezahlen Velofahrer dafür, dass sie ihr Velo ganz nahe am Bahnhof parkieren können. Offenbar ist das den meisten Velofahrern zu viel. Daniel Hänggi jedoch verteidigt den Preis: «Wir bieten den Velofahrern einen Zusatznutzen. Ihr Velo ist diebstahlsicher abgeschlossen, in der Helmbox können sie den Helm oder Handschuhe einschliessen und ein E-Bike aufladen ist auch möglich. Das ist bei einem normalen Veloständer nicht der Fall.»

Dennoch musste Smartmo letzten Herbst viel Kritik einstecken. Velofahrer befürchteten, dass die gut gelegenen Veloständer an den Bahnhöfen durch kostenpflichtige ersetzt würden. Davon will Daniel Hänggi nichts wissen: «Wir nehmen niemandem etwas weg. Wir bieten bloss neue Möglichkeiten, das Velo sicher und mit Zusatznutzen zu parkieren.»

Pilotprojekt wird erst nach Abschluss ausgewertet

Mit dem Start der Velosaison im Frühling möchte das Start-up Smartmo die Veloständer bekannter machen und eine Werbeoffensive starten: «Allerdings sind unsere finanziellen Mittel beschränkt.»

Die SBB äussert sich derzeit nicht zu den Smartmo-Veloständern. Der Pilotversuch laufe weiter und werde erst nach Abschluss ausgewertet.

Espresso, 19.02.20, 08.13 Uhr

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Wir informieren laufend über die aktuelle Entwicklung und liefern Analysen zum Coronavirus. Erhalten Sie alle wichtigen News direkt per Browser-Push. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

19 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Und wer bringt mir mein Velo wenn hier auch mal das Internet streikt?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Andreas Diethelm  (Okapi)
    Nur logisch, dass dieses "Angebot" nicht genutzt wird. Würde mir auch nicht im Traum einfallen. Der Skandal ist, dass Behörden solche Abzocker-Ideen ermögliche und unterstützen. Wir müssen uns je länger je mehr fragen, ob der sog. öffentliche Raum den Namen überhaupt noch verdient. Unsere Parlemente hätten eigentlich die Pflicht, die Behörden zurückzupfeifen, die der kommerzialisierung des öR Tür und Tor öffnen. Und wir Wähler müssen ihnen auf die Pelle rücken, wenn sie nicht aktiv werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Maria Kaiser  (Klarsicht)
    Alles muss bei uns etwas kosten, Parkplätze gehören zu den Aufgaben der Infrastruktur in einem Land das so reich ist wie die Schweiz. Die Steuergelder in den Dienst der Bürger stellen und nicht in nicht einsehbaren Orten verlochen . Das wäre die sinnvolle Aufgabe der vom Steuerzahler bezahlten Politik .
    Ablehnen den Kommentar ablehnen