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Gefährliche Tierseuche Schweizer Kuh von BSE befallen – Behörden geben Entwarnung

  • Die Schweiz meldet den ersten Fall von BSE seit 2012.
  • Es handelt sich um einen Fall von atypischer Bovine spongiformer Enzephalopathie (BSE) bei einer 13-jährigen Kuh auf einem Bauernhof in Einsiedeln. Das hat die Weltorganisation für Tiergesundheit mitgeteilt. Die Meldung sei durch das Bundesamt für Veterinärwesen erfolgt.
  • Das Tier wurde mittlerweile notgeschlachtet und fachgerecht entsorgt.
  • BSE wird im Volksmund auch als Rinderwahn bezeichnet.

Atypische BSE tritt in seltenen Fällen spontan bei älteren Tieren auf. Beim vorliegenden Fall in Einsiedeln handelt es sich denn auch um atypische BSE.

Deshalb gibt denn auch das zuständige Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) Entwarnung: «Im Unterschied zur klassischen BSE tritt der atypische BSE spontan und ohne Bezug zum Tiermehl im Futter auf», erklärt die BLV-Sprecherin Eva van Beek auf Anfrage.

Keine Auswirkungen auf die Schweiz

Wie es zum Fall kommen konnte, sei noch nicht klar. Dennoch stellt Eva von Beek klar: «Der vorliegende Fall hat keinen Einfluss auf den Status der Schweiz. Es gilt nach wie vor als Land mit vernachlässigbaren BSE-Risiko.»

Klassische BSE kann derweil durch die Verfütterung unzureichend erhitzter Wiederkäuerfette und Proteine, die das krankmachende Prion-Protein enthielten, ausgelöst werden. Sind die Rinder vom BSE infiziert, führt es zu einer tödlichen Erkrankung mit schwammartiger Veränderung des Gehirns.

Das erste verseuchte Rind wurde am 2. November 1990 in der Schweiz entdeckt – bei einer jurassischen Milchkuh. Noch im selben Jahr wurde das Verfüttern von Tiermehl an Wiederkäuer in der Schweiz verboten. Zwischen 1990 und 1998 treten mehrere hundert BSE-Fälle auf, insgesamt sind es bis heute 468 diagnostizierte Tiere.

180'000 tote Kühe in England

In England raffte die dort genannte «Mad Cow Disease» 180'000 Rinder dahin. Die Inkubationszeit der Krankheit beträgt durchschnittlich 4 bis 6 Jahre.

Die Behörden in der Schweiz reagieren 1996 mit einer weiteren Verschärfung der Fütterungsvorschriften. Risiko-Organe wie Kopf, Augen, Rückenmark und ein Teil des Darms von Kühen, werden von der Tierfutter-Produktion ausgeschlossen. Es ist heute erwiesen, dass BSE-Erreger die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit verursachen. Vermutet wird, dass der Verzehr von kontaminierten Rinderprodukten beim Menschen zu dieser Krankheit führt.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Lydia Eisenegger  (Tschüssle)
    Wen die Tiere artgerecht gehalten würden mit viel Auslauf, viel Liebe, gute Fütterung, kein stress, dann würde es auch keine BSE Fälle geben!
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  • Kommentar von Christian Baumann  (Christian Baumann)
    Wenn atypische BSE spontan auftritt und klassische BSE durch Prionen übertragen wird, dann schliesse ich daraus, dass trotz ähnlicher pathologischer Befunden beiden Formen der BSE unterschiedliche molekulare Ursachen haben. Deshalb ist es wichtig, klar zwischen beiden Formen zu unterscheiden, um Panikmache zu vermeiden. Derweil: En Guete!
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  • Kommentar von Pia Müller  (PiMu)
    Wenn unsere Nutztiere art-gerecht gehalten/gefüttert würden - gäbe es auch keine BSE-Vorfälle zu untersuchen. Auch diese Kuh wurde wieder zu Unrecht geschlachtet.
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