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Schon bald sollen die Ur-Rinder ins Thal kommen
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 11.03.2022.
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Gehege für Ur-Rinder Bundesgericht bewilligt Wisente im Solothurner Jura

Schon bald sollen in der Schweiz halbwilde Wisente leben. Nach dem Urteil soll es nun schnell gehen.

In der Solothurner Gemeinde Welschenrohr kann ein Gehege für Wisente gebaut werde. Das Bundesgericht hat die Beschwerde eines Bauern abgewiesen. Dieser hatte unter anderem befürchtet, dass die Ur-Rinder ausbrechen und Schäden an seinem angrenzenden Land und im Wald anrichten könnten. Im Gehege will der Verein «Wisent Thal» beobachten, wie sich die ehemals heimischen Tiere verhalten.

Das Bundesgericht kommt in seinem Urteil wie bereits das Solothurner Verwaltungsgericht zum Schluss, das Gehege ausserhalb der Bauzone habe keine grossen Auswirkungen auf Raum und Umwelt. Halbwild lebende Wisente benötigten eine grosse, möglichst natürliche Wald- und Weidefläche. Die Behörden hätten dies gut abgeklärt.

Schon bald sollen die Wisente kommen

Man habe das Urteil so erwartet, sagt Otto Holzgang vom Verein «Wisent Thal». Die Baubewilligung für das Gehege sei jetzt rechtskräftig, man wolle darum bald den Zaun bauen und die Tiere beschaffen. Eine Tierhaltebewilligung für drei Jahre hat der Verein bereits. Zudem wolle man eine Begleitgruppe mit verschiedenen Akteuren aus der Region gründen, um die Entwicklung des Projekts zu beobachten.

Wisente auf einer Wiese.
Legende: Wie hier bei einem Versuch in Deutschland sollen die Tiere im Solothurner Jura beobachtet werden. Keystone

In den ersten beiden Jahren sollen sich die Wisente an die Umgebung im Solothurner Jura gewöhnen. Gestartet wird laut Projektleiter Holzgang mit fünf Tieren: einem Bullen, einer erfahrenen Leitkuh und jüngeren Tieren. Später sollen bis zu 15 Wisente auf einem grösseren, rund 100 Hektaren grossen, Gebiet leben.

Das Land gehört der Bürgergemeinde Solothurn und einem Bauern. Es wird während des Projekts weiterhin landwirtschaftlich genutzt. «Für jede Strasse und jeden Weg in das Gebiet hinein gibt es ein Tor», so Holzgang. «Wisente versuchen, Distanz gegenüber den Menschen zu wahren. Man sieht sie unter Umständen gar nicht in den zum Teil dichten Wäldern.»

Respekt vor den Tieren

Mit dem fünfjährigen Versuch in Welschenrohr im Bezirk Thal will der Verein untersuchen, wie sich die Wisente verhalten. Er will herausfinden, ob es möglich wäre, die im Mittelalter ausgerotteten Tiere wieder in der Schweiz anzusiedeln und auszuwildern.

Die Wisente sollen auch Besucher in den Naturpark Thal bringen, erklärt Projektleiter Otto Holzgang. «Vor allem aber können wir diese Leute sensibilisieren im Umgang mit der Natur und Respekt vor den grossen Tieren.»

Regionaljournal Aargau Solothurn, 11.03.2022, 12:03 Uhr;

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