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Gesundheitsversorgung Kein Neubau: Spitäler Liestal und Bruderholz bleiben bestehen

  • Baselland hält an den bestehenden Standorten des Kantonsspitals Baselland (KSBL) fest.
  • Dies sei sowohl ein wirtschaftlicher als auch ein medizinischer Entscheid.
  • Der Kanton sieht damit von der Idee eines einzelnen Standortes in Pratteln BL ab.

In der Baselbieter Spitallandschaft ändert sich vorerst nichts. Gesundheitsdirektor Thomi Jourdan will an den vorhandenen Standorten in Liestal und auf dem Bruderholz festhalten.

Grosses modernes Gebäude mit mehreren Stockwerken und Antennen auf dem Dach.
Legende: Weil das Bruderholzspital bestehen bleibt, muss der Kanton einige Millionen in den Bau aus den 1960er-Jahren stecken. KEYSTONE/Georgios Kefalas

Die bestehenden Standorte zu schliessen und stattdessen auf einen einzigen Standort in Pratteln BL zu setzen, sei nicht im Sinne der Versorgungssicherheit der Bevölkerung. «Die Zwei-Standort-Lösung überzeugt aus medizinischer und wirtschaftlicher Sicht und weist auch deutlich tiefere Risiken in der Umsetzung auf», hiess es an einer Medienkonferenz am Freitagmorgen.

Aus Sicht der Regierung ist der Spitalneubau damit vom Tisch. Ob die Politik dies auch so sieht, ist offen. Die «Interessengemeinschaft Zukunft Kantonsspital» etwa kritisiert den Zwei-Standort-Entscheid als verpasste Chance. Der IG gehören Landrätinnen und Politiker von links und rechts an: «Ein modularer Neubau wäre flexibel für die sich künftig verändernden Bedürfnisse in der stationären Versorgung und der zunehmenden Ambulantisierung.»

Gesundheitskosten senken

Mit dem Entscheid, mehrere Standorte aufrecht zu erhalten, hebt sich Baselland vom Trend in der Schweiz zu weniger Spitalstandorten ab. Dies, obwohl die Gesundheitskosten und damit auch die Krankenkassenprämien in Baselland im schweizweiten Vergleich hoch sind.

Weniger Spitäler bedeuten aber nicht zwingend tiefere Kosten. So jedenfalls die Evaluation, die der Regierungsrat in Auftrag gegeben hatte.

Ein Neubau sei zwar womöglich profitabler, aber teurer, als an den bestehenden Spitälern festzuhalten. Die Variante mit nur einem Spital hätte 1,16 Milliarden Franken gekostet. Die Variante Liestal/Bruderholz hingegen nur 850 Millionen Franken.

Regionaljournal Basel, 27. März 2026, 12:03 Uhr ; 

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