Gewaltsame Proteste gegen Schweizer Migrationspolitik

In Chiasso haben am Sonntag mehrere hundert Personen gegen die Schweizer Migrationspolitik an der Südgrenze demonstriert. Bei der unbewilligten Kundgebung kam es zu Gewaltszenen. Rauchbomben und Feuerwerkskörper wurden gezündet.

Ein Polizist vor einer Gruppe Protestierender Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Unbewilligte Protestaktion in Chiasso: Hunderte Demonstranten gegen Schweizer Migrationspolitik. Keystone

In Chiasso haben an die 250 Personen demonstriert. Gemäss Informationen der italienischen Nachrichtenagentur ansa waren es Aktivisten von «no borders», die gegen die Schweizer Migrationspolitik an der Südgrenze protestierten.

Feuerwerkskörper und Rauchbomben

Die Demonstration vom Sonntagnachmittag war zwar angekündigt, aber von der Polizei nicht bewilligt worden. Gemäss Meldung der Tessiner Kantonspolizei führte ihr Umzug vom Sportzentrum Richtung Stadtzentrum zum Bahnhof, wo die teils vermummten Demonstranten Feuerwerkskörper und Rauchbomben zündeten.

Weiter zogen sie zu einem Grenzübergang. Auf dem Weg beging die Gruppe laut Polizeimeldung um die vierzig Sachbeschädigungen an öffentlichen Gebäuden und privaten Liegenschaften. Die Demonstrierenden waren zum Teil vermummt.

Am Einsatz gegen die unbewilligte Demonstration beteiligten sich die Stadtpolizeien von Chiasso und Mendrisio, die Transportpolizei in Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat für Migration (SEM), die SBB und die Sanität. Derzeit werte die Polizei das Beweismaterial aus, wie es in der Mitteilung weiter hiess. Anzeigen würden nicht ausgeschlossen.