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Gewaltstraftäter auf der Flucht
Aus Schweiz aktuell vom 08.06.2018.
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Gewaltstraftäter geflohen Fluchtgefahr wurde unterschätzt

Die Polizei fahndet weiterhin nach einem Gewalttäter, der am Mittwoch aus der psychiatrischen Klinik Schlosstal Winterthur geflohen ist. In der offenen psychiatrischen Klinik ist keine polizeiliche Überwachung erlaubt. Der Häftling konnte unbewacht die Klinik verlassen.

Täter galt als suizidgefährdet

Der Täter sass eine fünfjährige Haft in der Zürcher Justizvollzugsanstalt Pöschwies wegen Gewalt gegen seine Partnerin und eines Kleinkindes ab. Weil er als suizidgefährdet gilt, wurde er in die psychiatrische Klinik Schlosstal verlegt, von der er dann geflohen ist.

«Im Nachhinein hat man die Fluchtgefahr ganz offensichtlich falsch eingeschätzt», sagt Jérôme Endrass, Stabschef vom Amt für Justizvollzug Zürich. Das Problem sei gewesen, dass es in geschlossenen Hochsicherheitsanstalten keinen freien Platz mehr gegeben habe, in den man den Täter hätte unterbringen können. Und: Man habe schnell handeln müssen.

Fluchtgefahr wurde falsch eingeschätzt

Der Täter sei lange im Vollzug gewesen, sagt Christian Pfenninger, Leiter Justizsekretariat Appenzell Ausserrhoden, man sei nicht davon ausgegangen, dass er fliehen würde. «Zwei Drittel der Strafe hat der Täter bereits abgesessen. Im Herbst wäre es wohl zu Hafterleichterungen gekommen». Appenzell Ausserrhoden ist zuständig für den Häftling, weil er die Taten dort begangen hatte.

«Da der Täter nur in Beziehungskonstellationen Gewalt anwendet hat, gehen wir nicht davon aus, dass er gegen Dritte gefährlich werden könnte», sagt Pfenninger. Dennoch warnt die Polizei zur Vorsicht, der Mann sei als gewalttätig bekannt.

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24 Kommentare

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  • Kommentar von René Balli  (René Balli)
    Haben sich gut bezahlte Experten einmal mehr verschätzt? Experten wissen im Nachhinein alles besser, "normale" Leute auch!
    1. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      Wenn ein Straftäter wegen falscher Beurteilung eine weitere Straftat begehen kann soll man auch die dafür verantwortlichen Experten zur Rechenschaft ziehen können. Vielleicht beurteilen sie dann Straftäter besser.
    2. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      Sie haben sicher noch nie einen Fehler gemacht bei der Arbeit und können deshalb problemlos von allen Anderen dasselbe fordern.
  • Kommentar von Alex Volkart  (Lex18)
    Dies kann man künftig verhindern in dem man Verbrecher mit schwerwiegenden Taten nicht mehr mit Samthandschuhen berührt. Man sollte allgemein den Aufenthalt in Gefängnissen anders gestalten. Kein Sport, kein Fernseher, kein Geld. Ein Gefängnis soll abschreckend wirken und nicht willkommen heissen. Verbesserungen am eigenen Aufenthalt soll man sich hart verdienen.
    1. Antwort von Michael Scherrer  (Michael)
      Ja, genau. Und kommem diese dann irgendwann aus dem abschreckenden Knast, sind sie kaputter als zuvor. Es wäre ja zu schön, gäbe es einfache Lösungen für komplexe Probleme.
    2. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      Die internationalen Vergleiche von Rückfallquoten, Kriminalität und Verbrechen zeigen ganz klar, dass sogar die maximale Abschreckung der Todesstrafe geschweige denn der Anzahl Fernseher im Gefängnis, keinen Einfluss hat. Strafe und Rache sind nicht dasselbe und Rache macht unsere Gesellschaft nicht sicherer.
  • Kommentar von Jürg Häusermann  (Ebenda)
    Einen Raser, der vor einigen Jahren in Untersiggental eine ganze Familie ausgelöscht hat, hat man zu 5 Jahren bedingt verurteilt, er fährt schon längst wieder. Und diesen, als nicht gewalttätig eingestuften Mann, will man unbedingt hinter Gittern sehen. Wo bleibt da das Augenmass / die Konsequenz?
    1. Antwort von Walter Plüss  (Walep)
      Sorry, da hat die phantasie einen gar grossen bocksprung gemacht. 5 jahre bedingt gibt das stgb nicht her.