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Finanzdirektorin Beatrice Simon: «Dieser kleine Gewinn ist erfreulich»
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 30.03.2021.
abspielen. Laufzeit 03:38 Minuten.
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Gewinn dank Nationalbank Die Rechnung des Kantons Bern ist besser als erwartet

  • Der Kanton Bern hat mit der Jahresrechnung 2020 einen Überschuss von 40 Millionen Franken präsentiert.
  • Das sei weniger als geplant, aber dennoch ein besseres Resultat, als erwartet, heisst es von Finanzdirektorin Beatrice Simon (Die Mitte).

Die Rechnung ist geprägt von Corona: einerseits verursachte die Pandemie hohe Kosten, andererseits gab es nicht quantifizierbare Ertragsausfälle.

Gewinn dank Nationalbank

Die Schweizerische Nationalbank verteilt jedes Jahr einen Teil ihres Gewinns an die Kantone. 2020 war dieser Betrag vergleichsweise hoch – vierfach so hoch wie budgetiert. Mit diesem zusätzlichen Batzen konnten die Löcher, die Corona in die Kasse gerissen hat, teilweise gestopft werden. Der Geldregen verhinderte, dass der Kanton Bern mit seinem 12-Milliarden-Haushalt in die roten Zahlen abrutschte.

«Im Verlaufe des letzten Jahres befürchteten wir noch ein Minus», so die Berner Finanzdirektorin Beatrice Simon. Über 300 Millionen Franken habe Corona den Kanton bisher gekostet: Man brauchte Masken, Hilfe für die Spitäler, Hilfe für die Wirtschaft.

Das ist ein happiger Betrag.
Autor: Beatrice SimonFinanzdirektorin Kanton Bern

Zudem hat der Kanton Bern weniger Steuergelder erhalten als budgetiert. Man versuche, das möglichst genau zu prognostizieren. Aber einfach sei das jeweils nicht, so Simon. Abweichungen seien immer möglich.

Mit einem blauen Auge davon gekommen

Die Pandemie werde die bernischen Finanzen noch länger belasten. Bereits beim Budget 2021 gehe man von einem grösseren Minus aus. «Ich gehe davon aus, dass wir ein oder zwei Jahre einen Verlust schreiben müssen», sagt die Finanzdirektorin. «Irgendwann wird sich die Wirtschaft aber wieder erholen.» Aber Simon befürchtet einen Einbruch bei den Steuereinnahmen.

Auch künftig zählt der Kanton auf die saftigen Gewinne der Schweizerischen Nationalbank. Nur so sind die Verluste – zumindest ein wenig – auszugleichen.

Die Berner Regierung.
Legende: Der Kanton Bern hat auch im Krisenjahr 2020 schwarze Zahlen geschrieben. Keystone

Schulden sind im Kanton Bern ein heikles Thema: Laut der im Gesetz festgeschriebenen Schuldenbremse müssen neue Schulden bald abgebaut werden. Das will die Finanzdirektorin aber verhindern: «Wir wollen nicht noch mehr abbauen.»

Gleichwohl machte der Kanton 2020 neue Schulden: insgesamt 20 Millionen Franken. Insgesamt weist der Kanton Bern Nettoinvestitionen von 391 Millionen Franken aus – etwas mehr als im Vorjahr, aber 56 Millionen weniger als budgetiert.

Wie budgetiert man in der Krise?

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Jetzt beginnen die Regierungsrätinnen und Regierungsräte mit dem Budgetprozess. Sie schauen an, wofür der Kanton im Jahr 2021 Geld ausgibt und wie er Geld einnimmt.

«Wir werden teilweise länger über gewisse Ausgaben diskutieren müssen», so Beatrice Simon. Man müsse abwägen, ob zusätzliche Aufwände möglich seien oder ob man im Krisenjahr vielleicht doch darauf verzichten muss. Jede Direktion müsse genau angeschaut werden.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 12:03 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Felix Bosshardt  (fbosshardt)
    Die SNB verteilt damit die Erträge aus Negativzinsen an die Kantone. Die öffentliche Hand bezahlt aber keine Negativzinsen, das tun nur Leute und Institutionen die Sparen. Den Sparern müssen die Erträge aus Negativzinsen zufliessen, z.B. PK's begünstigen und nicht schröpfen. Ohne Scham wird bei den Kantonen die Hand aufgehalten. Einfach nicht vermittelbar dieses Gebaren.
  • Kommentar von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
    Wenn man die 1.2 Milliarden aus dem Finanzausgleich weg rechnet, gibt es wenig Grund zur Freude. Der Kanton Bern ist in seiner Ineffizienz das Sorgenkind der Eidgenossenschaft und lebt seit Jahrzehnten auf die Kosten anderer. Wenn man zudem bedenkt, wie viele aus der Bundeskasse steuerfinanzierte Arbeitsplätze im Kanton Bern Steuern bezahlen, wird klar, dass hier ein gewaltiges, strukturelles Problem existiert!
  • Kommentar von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Weitgereister)
    Das heisst umgehend den Finanzausgleich reduzieren. Bern erhält über 1 Milliarde von den zahlenden Kantonen. Da gibt’s als vermische Finanzministerin keinen Grund stolz zu sein.