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Gleichstellung «Immer no hässig» – Schweizweit Tausende am feministischen Streik

  • In verschiedenen Schweizer Städten demonstrieren Tausende Menschen für Gleichstellung.
  • Grosse Demonstrationen fanden etwas in Zürich, Basel oder Luzern statt.
  • In Bern wurde der diesjährige feministische Streiktag dezentral statt mit einer Demonstration begangen.
  • In der Westschweiz wurde bereits am Samstag demonstriert.

In Violetttönen und lautstark versammelten sich Streikende in Bern zum gemeinsamen Programmpunkt vor dem Bundeshaus. «Immer no hässig!» stand auf einem Transparent auf dem sich füllenden Bundesplatz. Ziel war es, ein Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt und für gleiche Rechte für alle zu setzen.

Menschenmenge mit Schildern vor einem historischen Gebäude.
Legende: Frauenstreik auf dem Bundesplatz in Bern mit der Botschaft: «Immer no hässig!» KEYSTONE/Alessandro della Valle

Zuvor hatten sich die Streikenden in Bern auf mehr als 50 Aktionen verteilt. Zahlreiche Organisationen stellten etwa einen Brunch, eine Bastelaktion oder eine Yogastunde auf die Beine.

Eine Kundgebung durch die Innenstadt stand heuer aber nicht auf dem Programm. Das Berner Streikkollektiv begründete diese Demopause unter anderem mit den fehlenden Ressourcen. Diese würden bereits in die Vorbereitungen des schweizweiten Care-Streiks vom 14. Juni 2027 fliessen.

Tausende am feministischen Streik in Basel

Die bewilligte Kundgebung in Basel startete um 15:00 Uhr auf dem Petersplatz. Mit violetten T-Shirts, Musikboxen Transparenten und Kartonplakaten zogen die Demonstrierenden durch die Strassen, um gegen Femizide und patriarchalische Herrschaftsformen zu protestieren.

Eines der zentralen Themen ist nach wie vor Gewalt gegen Frauen und genderqueere Menschen, wie Mediensprecherin Franziska Stier mitteilte. Weitere Themen sind Sorgearbeit und die Vorbereitung eines nationalen Care-Streiks 2027.

Zürcherinnen fordern Anerkennung der Care-Arbeit

In Zürich haben Tausende Frauen für die Anerkennung der Care-Arbeit demonstriert. Sie forderten unter anderem eine gerechtere Verteilung der unbezahlten, oft unsichtbaren Arbeit. Gerade an Sonntagen werde eine «unglaubliche Menge» an unbezahlter Care-Arbeit geleistet, so die Organisatorinnen. Darum setzen sie dieses Jahr den Fokus auf oft «unsichtbare, feminisierte, prekarisierte und doch systemrelevante Arbeit», wie sie in einer Medienmitteilung schrieben.

Das Feministische Streikkollektiv stellte drei Forderungen auf: kostenlose Gesundheitsversorgung für alle, Arbeitszeitverkürzung auf 25 Stunden pro Woche bei vollem Lohnausgleich und die «Vergesellschaftung des Wohnraums».

Menschenmenge mit Schildern bei einer Demonstration im Freien.
Legende: Der «Feministische Aktionstag» startete in Zürich auf dem Kasernenareal mit Kinderprogramm, Konzerten und Reden. KEYSTONE/Alexandra Wey

Feministischer Streik in Luzern

Schon Stunden vor Beginn der Demonstration herrschte im Luzerner Vögeligärtli reger Betrieb. Lilafarbene T-Shirts, Fahnen und Transparente prägten das Bild. Auf Bannern standen Slogans wie «Scham muss die Seite wechseln», aus Lautsprechern erklang Musik, zudem wurden Reden gehalten. An Ständen informierten Parteien, Gruppierungen und Organisationen über ihre Anliegen.

Nach 16 Uhr setzte sich die Kundgebung in Bewegung. Die Route führte vom Vögeligärtli zum Bundesplatz und die Seebrücke zum Pavillon am Seequai.

Streik in der Westschweiz vorgelegt

Die Westschweizer Streikkollektive organisierten die Kundgebungen dieses Jahr bereits am Samstag, um am Sonntag eine Teilnahme an der Demonstration gegen den G7-Gipfel in Evian zu ermöglichen.

Das galt neben Neuenburg auch für den Lausanner Streik, der am frühen Samstagabend unter dem Motto «Weil unser Leben mehr wert ist als ihre Profite!» über die Bühne ging.

Gruppe von Menschen bei einer Demonstration auf der Strasse mit Transparenten.
Legende: In der Westschweiz haben die Streikkollektive die Kundgebungen auf den Samstag vorverlegt, da heute Sonntag eine Demonstration gegen den G7-Gipfel in Evian stattfindet. (Lausanne, 13.6.2026) KEYSTONE/Jean-Christophe Bott

Mehrere tausend Menschen nahmen daran teil – nach Angaben der Polizei bis zu 9000, laut den Organisatorinnen mehr als 15'000.

SRF 4 News, 14.6.2026, 6 Uhr ; 

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