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Auch in Zürich: Weihnachtsmarkt trotz Corona
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 27.11.2020.
abspielen. Laufzeit 07:27 Minuten.
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Glühweintrinken mit Abstand Weihnachtsmärkte im ganzen Land - ganz coronakonform

Ein Grossteil der Weihnachtsmärkte in der Schweiz wurde abgesagt. Es gibt aber Ausnahmen und Alternativen.

Die grossen Weihnachtsmärkte fallen in diesem Jahr ins Wasser. Aufs Glühweintrinken und Geschenkekaufen muss dennoch niemand verzichten. Dies zeigen einige Beispiele aus den Regionen:

Ampelsystem auf dem Weihnachtsmarkt in Zürich

In die Weihnachtsbeleuchtung des «Winterdorfs» auf dem Tessinerplatz beim Bahnhof Enge in Zürich mischt sich eine besondere Lampe. Sie leuchtet grün beim Eingang und signalisiert, dass es noch Platz hat. Sobald 250 Leute auf dem Markt sind, wechselt das Licht auf Rot, dann ist der Platz voll.

Weihnachtsstände auf Platz
Legende: Weihnachtsstimmung auf dem Bahnhof-Vorplatz in Zürich-Enge. zvg (The_RSA_1st / Marco Boeschenstein)

Die Schranke ist Teil des Schutzkonzepts. Ein anderer Teil ist, dass es keine Schlangen beim Anstehen geben soll: Die Gäste werden an Tischen bedient. Dieses Jahr einen Weihnachtsmarkt durchzuführen sei ein Spagat, meint Organisatorin Sandra Schmid: «Wir wollen allen eine zauberhafte Adventsstimmung zaubern. Aber unter grösstmöglicher Sicherheit.»

Werke aus Kinderhand im Engadin

Wenn man nicht auf den Weihnachtsmarkt gehen kann, dann kommt der Weihnachtsmarkt eben zu den Leuten. Mit dieser Idee organisiert die offene Jugendarbeit St. Moritz einen Heimlieferdienst mit Weihnachtsprodukten.

Hand mit einer selbstgemachten Seife darin
Legende: Seifen von Kindern gemacht - ein ideales Weihnachtsgeschenk aus dem Kanton Graubünden zvg David Zimmermann Offene Jugendarbeit St. Moritz

Kinder aus den Gemeinden Bever, Celerina, Pontresina, St. Moritz, Silvaplana und Sils treffen sich und basteln Windlichter, Seifen, Weihnachtskarten und liefern diese dann aus. «Die Rückmeldungen sind durchs Band positiv», sagt David Zimmermann von der Offenen Jugendarbeit St. Moritz. «Es ist eine Möglichkeit, anderen eine Freude zu machen. Und oft ist diese Begegnung zwischen Kindern und Erwachsenen herzlicher als sonst im Alltag.»

Digital in Thun - Pop-Up in Bern

Eine andere, digitale Lösung gefunden hat die Organisation Wirtschaftsraum Thun. Auf einer Internetplattform können regionale Händler ein virtuelles Markthäuschen aufstellen und ihre Produkte in einem Webshop anbieten.

Glühweinstand
Legende: Im Pop-up Oscar Elch in Bern darf man nur im Sitzen Glühwein trinken. Darum fehlen die grossen Menschenmassen der letzten Jahre. Urs Gilgen/SRF

In der Stadt Bern wurde derweil der bekannte Sternenmarkt abgesagt, die Weihnachtsmärkte auf dem Waisenhaus- und dem Münsterplatz finden aber statt. Glühwein- und Essensstände sind dagegen nicht zugelassen.

Für Abhilfe sorgen mehrere sogenannte Pop-Ups in der Stadt: Im «Chalet Alpenland» auf dem Kornhausplatz gibt es Fondue, Raclette oder Flammkuchen. Direkt nebenan im Ringgenpärkli kann bei Oscar Elch Glühwein getrunken werden. Beide Pop-ups mussten ihre Betriebe im Vergleich zu den letzten Jahren anpassen.

Glühwein schlürfen im Kabinchen in Zug

Magenbrot und Punsch, Glühwein und Raclette: Darauf muss man auch in Zug nicht verzichten. Der Adventstreff auf dem Metalli-Areal gleich beim Bahnhof ist bereits seit Mitte November offen.

Vor allem etwas ist dieses Jahr anders: «Wir haben das grosse Sitzhaus, in dem sonst jeweils vier Festbänke stehen, komplett umgebaut und unterteilt», sagt Sabrina Lüscher, die mit ihrer Firma den Treff organisiert. In acht «Sitzkabinchen» haben nun – ganz coronakonform – je vier Personen Platz und können ihr Raclette geniessen.

Umgebaut in Viererkabinen: Das Sitzhaus des Adventstreffs in Zug.
Legende: Umgebaut in Viererkabinen: Das Sitzhaus des Adventstreffs in Zug. zvg

Etwas weniger Gäste hätten sie schon, räumt Lüscher ein, aber: «Wir sind froh, dass der Treff überhaupt stattfinden kann.»

«Heimelige Atmosphäre» in Baden

In Baden kämpften letztes Jahr gleich drei grössere vorweihnachtliche Veranstaltungen um Kundschaft. Nun sind es zwei, die grösste ohne Eisbahn, welche viele Familien anlockte.

Zelte mit Sitzplätzen und Weihnachtsdecko.
Legende: 50 gedeckte Sitzplätze in Hütten und Zelten sind in Baden vorhanden – und Sitzen ist Vorschrift. SRF

Wie in den Vorjahren zeigt sich das Cordula-Dörfli mit Häuschen und Zelten am westlichen Ende der Altstadt. Glühwein und Raclette oder Champagner und Austern gibt es hier. Die «heimelige Atmosphäre» auf dem von Häusern umringten Platz sei geblieben, so Mitinitiator Patrick Mösch.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 27.11.20, 17:30 Uhr

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Reber  (Rebi55)
    Glühwein? Schrecklich! Habe nie begriffen, wie man solch ein Gebräu trinken kann. Also kein Verlust, wenn dies wegfällt.
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    1. Antwort von Esther Jordi  (ejejej)
      Es zwingt Sie ja niemand, das "Gebräu" zu trinken. Viele mögen es halt. Das dürfen sie.
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  • Kommentar von Daniel Grob  (DaGro)
    Und Biel? Dicht an dicht die "Häuschen" und Restaurant-Chalets wie eh und je und keine Abstandsregeln, kein Platz für geeignetes Anstehen, ja nicht mal fürs Durchgehen. Und ab Montag werden dafür die "normalen" Restaurants weiter eingeschränkt. Wenn der Weihnachtsmarkt so stattfinden darf, ist das eine absolute Frechheit und ein absoluter Horror. So kriegt man gar nichts in den Griff!
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  • Kommentar von Scheidegger Rolf  (Flor77)
    SRF-Journaliste, isch äs nöd EUI ufgob, Pflicht, wohrheit,fakte wüsse Themene Informierä? Wa händs Versproche,wenner Jede Tag PANIK/ANGST Verbreitet. Mol über dä PCR-TEST, womer nöd cha bruche & ab 30 ZYKLE, s'TESTERGEBNIS Wertlos isch. Intressiert da EU nöd?
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    1. Antwort von Ihr Kommentar (SRF)
      @Scheidegger Rolf

      Guten Tag Herr Scheidegger
      Danke für Ihre kritischen Zeilen. Wir bedauern Ihren Ärger über die SRF-Berichterstattung in dieser Krisenzeit sehr. Natürlich haben wir Ihren Input an die Verantwortlichen weitergeleitet. Wir möchten jedoch zugleich folgendes betonen: Als freies und unabhängiges Medienunternehmen entscheiden die Journalistinnen und Journalisten nach bestem Wissen und Gewissen immer selber, über welche Themen sie berichten und über welche nicht. Wir sind weder vom Bund noch von irgendeiner Institution beauftragt. 

      Über den PCR-Test berichten wir immer wieder. Vor Kurzen haben wir dazu auch einen FakeCheck Video publiziert: https://www.srf.ch/play/tv/srf-news/video/sind-pcr-tests-unpraezise?urn=urn:srf:video:491107db-986b-4aab-a121-9a8c98387ff0

      Freundliche Grüsse, SRF News
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