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Schweiz Tourismus hofft, dass der Bund die Zügel lockert
Aus Tagesschau vom 15.04.2020.
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Grosse Verluste im Tourismus Der Weg aus der Tourismus-Krise

«Bleiben Sie zu Hause», diese Aufforderung ist Gift für den Tourismus. Seilbahnen stehen still und Hotelbetten bleiben leer. Laut Schweiz Tourismus erlebt die Branche die grösste Krise seit Jahrzehnten. Nun will die Organisation den Weg aus der Krise finden.

Die Auswirkungen auf den Schweizer Tourismus sind enorm, wenn Grenzen geschlossen sind – und die Leute aufgefordert werden, zu Hause zu bleiben. Die Umsatzeinbussen für die bisherige Zeit der «ausserordentlichen Lage» von März bis Mai schätzt Schweiz Tourismus auf 6.4 Milliarden Franken. Allein im April rechnen Hotels gemäss diesen Angaben mit 90 Prozent weniger Umsatz.

«Wir holen uns die verlorenen Gäste zurück»

Jetzt präsentiert die Marketingorganisation Schweiz Tourismus den so genannten «Recovery Plan 2020/22» – zu Deutsch: Erholungs-Plan. «Wir holen uns die verlorenen Gäste zurück», verspricht Martin Nydegger, Direktor von Schweiz Tourismus.

Dafür hat das Marktforschungsteam von Schweiz Tourismus ein Indikatorensystem entwickelt, das aufzeigen soll, wann welche internationalen Märkte bereit sind für Schweizer Tourismus-Werbung. Im nahen Ausland dürfte das schon im Sommer der Fall sein, in Fernost im Spätsommer. In Nordamerika hingegen dürften die Leute noch länger nicht empfänglich sein für Tourismus-Werbung aus der Schweiz.

Im Inland ist bereits eine erste Werbekampagne angelaufen. «Dream now – travel later» – «Träume jetzt – reise später». Mit einem Werbevideo setzt Schweiz Tourismus auf Emotionen, damit die Schweiz als Reiseland nicht vergessen gehe – auch bei Schweizerinnen und Schweizern. Denn einheimische Gäste dürften die ersten sein, die den Tourismus wiederbeleben können.

40 Millionen Franken vom Bund

Für die Finanzierung des Wiederaufbau-Plans hat die Branchenorganisation beim Bund 40 Millionen Franken beantragt. Das Parlament dürfte in der Sommersession darüber entscheiden. Selbst will Schweiz Tourismus 9 Millionen Franken aufwenden, Partnerorganisationen weitere 3 Millionen.

Martin Nydegger
Legende: «Wir holen die verlorenen Gäste zurück» Martin Nydegger, Direktor Schweiz Tourismus (Archivbild). Keystone

Ob solche Werbekampagnen mehr sind als ein Tropfen auf den heissen Stein, ist unklar. Martin Nydegger stellt aber fest: «Wir müssen jetzt werben, sonst geht die Schweiz gegen die Konkurrenz unter». Die Schweiz sei nicht allein bei dieser Aufholjagd nach Gästen. Rund um den Globus würden von anderen Tourismusdestinationen Milliarden in Werbekampagnen investiert. Und nach der Krise dürften viele Destinationen mit günstigen Angeboten locken.

Aller Werbung zum Trotz: der Tourismus dürfte sich langsamer vom internationalen «Lockdown» erholen als andere Branchen. Denn ein Rückgang der Logiernächte kann nicht zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

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Regionaljournal St. Gallen, 15.4.2020, 17:30

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7 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Fortsetzung: Betreffend "Asiatische Touristen". Die Chinesen müssten meiner Meinung nicht mehr kommen. Die sind arrogant, meinen, sie hätten alles gefressen und benehmen sich auch dementsprechend. Diese Erfahrung mache ich besonders auf den Schiffen.
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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Zum Tourismus gehören auch die Konzerthäuser. Im August steht in Luzern das Lucerne Festival an. Es wird von vielen Touristen, auch aus Asien besucht. Seit Mitte März läuft im KKL nichts mehr. Das wird - wie auch für andere Konzerthäuser - einen grossen Schaden hinterlassen. Da kann man nur hoffen, dass die Pandemie bald eingedämmt werden kann, damit wieder grössere Ansammlungen möglich werden.
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  • Kommentar von Alex Moser  (AM)
    «Wir holen uns die verlorenen Gäste zurück» - auch Schweizerinnen und Schweizer.

    Jahrelang waren wir uninteressant, durften hinter Asiaten und Arabern, die in Massen unser Land plattgewalzt haben, anstehen. Bezahlt haben wir horrende Preise, die anderen oft nur einen Bruchteil davon!

    Und nun sollen wir es richten und die Kohle aus dem Feuer holen - aber natürlich nur so lange bis die Massenwalze wieder ins Rollen kommt, dann sind wir wieder ein Störfaktor!
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    1. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      Sie werden es nicht glauben, aber es gibt tatsächlich schöne und auch relativ günstige Orte, ohne Araber und Asiaten, in der Schweiz.;)
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    2. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Herr Kirchhoff, was heisst "relativ günstige Orte"?. Sie meinen das wohl im Vergleich zu den ganz horrenden Preisen an vielen Orten in der Schweiz. Das ist aber doch immer noch deutlich teurer als im nahen Ausland. Oder nennen Sie uns bitte die günstigen Orte, welche Sie meinen.
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