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Grosser Daten-Klau Unbekannte stehlen 70'000 Passwörter

Legende: Video Unbekannte stehlen 70'000 Logins und Passwörter abspielen. Laufzeit 1:12 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.12.2017.
  • Unbekannte haben laut Bundesmeldestelle Melani rund 70'000 Zugangsdaten zu Internet-Diensten gestohlen.
  • Eine vertrauliche Quelle habe den Daten-Diebstahl gemeldet.
  • Melani stellt ein Checktool, Link öffnet in einem neuen Fenster zur Verfügung, mit dem alle Nutzer überprüfen können, ob sie betroffen sind oder nicht.

Bereits im vergangenen August vermeldete die Melde- und Analysestelle Informationssicherung des Bundes den Diebstahl von 21'000 Zugangsdaten zu Internet-Diensten. Die aktuelle Liste enthält Zugangsdaten laut Melani, bestehend aus Login und Passwort.

In vielen Fällen bestehe der Benutzername der betroffenen Zugangsdaten aus der E-Mail-Adresse. Verwenden Internet-User bei solchen Logins für verschiedene Online-Portale dasselbe Passwort, ermögliche dies potenziellen Tätern auf einfache Weise, diese Zugangsdaten für illegale Zwecke wie Betrug, Erpressung, Phishing und anderes zu missbrauchen, schreibt Melani.

Internetbenutzer sollen informiert werden

Melani rät Personen und Unternehmen, über das Checktool zu überprüfen, ob sie selber betroffen sind. Sollte ein Konto betroffen sein, gebe das Checktool eine entsprechende Meldung aus. Für diesen Fall rät Melani, umgehend das Passwort sämtlicher Online-Konten, die mit der betroffenen E-Mail-Adresse respektive dem Benutzernamen verknüpft sind, zu ändern.

Die Bundesstelle empfiehlt Betroffenen zudem, alle in den E-Mail-Kontakten aufgeführten Personen darüber zu informieren, dass sie beim Empfang von E-Mails mit dem betroffenen Absender vorsichtig sein und im Zweifelsfall rückfragen sollten.

Zudem sollten vom Datendiebstahl betroffene Internetbenutzer in den kommenden Wochen jegliche Art von Kontoauszügen und Kreditkartenabrechnungen auf Unregelmässigkeiten überprüfen.

Für die Überprüfung mit dem Checktool ist nur die Eingabe der E-Mail-Adresse respektive des Benutzernamens notwendig. Diese Angaben würden nicht im Klartext an Melani übermittelt und auch nicht gespeichert, heisst es weiter. Generell rät Melani dazu, bei jedem Internet-Dienst oder Online-Portal ein separates Passwort zu verwenden.

Im vergangenen August war bereits der Diebstahl von 21'000 Zugangsdaten bekannt geworden. Auch damals bot Melani einen einfachen Online-Test an, um zu überprüfen, ob die eigene E-Mail-Adresse betroffen ist. Generell hat Melani dazu geraten, bei jedem Internet-Dienst oder Online-Portal ein separates Passwort zu verwenden.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Henriette Rub (ehb)
    Ein Hoch auf die digitale Welt. Immer mehr Arbeit wird auf die Konsumenten abgeschoben samt Risiken und Nebenwirkungen. Sollten Probleme entstehen, lesen sie bitte die Packungsbeilage (AGB). Da gibt es kaum je einen Passus zu Gunsten des Anwenders. Der Lackierte ist immer der Anwender mit noch mehr Arbeit durch die Passwortkontrollen. Und wer kann schon sicher sein, dass ein Passwort Tresor sicher ist....
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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Jetzt brauchen wir dringend Abstimmungen per Internet und die staatliche Identität, mit der man Verträge abschliessen kann. Da wir in Zukunft in diesem Staat nur noch Ausführende sind, sind unsere Stimmen und unsere Unterschrift sowieso nichts mehr wert. Da spielt es auch keine Rolle mehr, wenn Kriminelle auf der ganzen Welt sie hacken und Unfug in unserem Namen treiben.
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  • Kommentar von Martin Buchli (marbu)
    Vielleicht konnten die Zugansdaten gehackt werden, weil simple Passwörter verwendet wurden? Tipp: Kürzlich habe ich ein Tool entdeckt (Safer-Code), womit ich komplizierte Passwörter generieren kann ohne sie mir merken zu müssen. Das Passwort wird durch ein Bild ersetzt. Oder anders gesagt, das Bild führt mich zum Passwort.
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    1. Antwort von Daniel Fuchs (Daniel Fuchs)
      Ich benutze seit Jahren Keepass für meine Passwörter.
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