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Schweiz «Grünes» Energiegesetz provoziert Landschaftsschützer

Ein Artikel im neuen Energiegesetz provoziert ausgerechnet den Widerstand von Umweltverbänden. Landschaftsschützer befürchten, dass die Produktion von grünem Strom auf Kosten von Natur und Landschaft geht. Sie prüfen eine Volksinitiative zum Schutz von Schweizer Landschaftsperlen.

Legende: Video Die Energiewende ruft den Landschaftsschutz auf den Plan abspielen. Laufzeit 3:46 Minuten.
Aus 10vor10 vom 12.09.2016.

Umweltverbände haben sich vergeblich gewehrt gegen den einen Artikel im Energiegesetz und die Aufweichung des Landschaftsschutzes. «Der Artikel ist ein Fehlentscheid, man setzt hier unnötig und mutwillig die schönsten Landschaften der Schweiz aufs Spiel», sagt Raimund Rodewald, Geschäftsführer der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz gegenüber der Sendung «10vor10».

Der neue Gesetzesartikel sei eine Einladung für Kantone und Energieproduzenten in den geschützten Landschaften jetzt Windparks und Wasserkraftwerke zu planen.

«Landschaftsperlen» der Schweiz in Gefahr»

Die Absicht des Parlaments ist klar. Den Bauten für ökologischen Strom sollen weniger Hindernisse in den Weg gelegt werden. Sie sollen grundsätzlich auch in Naturschutzgebieten geplant werden können.

Neu gelten nämlich Bauten für erneuerbare Energieproduktion als Bauten von nationalem Interesse. Bei der Güterabwägung sind sie gleichzustellen wie die Interessen des Landschaftsschutzes.

Damit gibt das Parlament auch jene Gebiete frei für Windturbinen, Pumpspeicherkraftwerke und Solaranlagen, die im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) aufgeführt sind. Einzig geschützt bleiben Biotope von nationaler Bedeutung.

Neue Volksinitiative für Landschaftsschutz?

Die Stromproduzenten setzten sich stark für diesen Artikel ein. Denn viele Projekte werden durch Private und Umweltverbänden blockiert. Nun hat man bessere Karten. «Es wird auch in Zukunft immer eine Interessensabwägung geben», betont Reto Rigassi von der Vereinigung für die Förderung der Windenergie. Man werde nicht leichtfertig in Schutzgebieten planen, sondern nur wenn sie eine bessere Alternative seien.

Für die Landschaftsschützer ist der Artikel hingegen unnötig, weil es genügend andere Standorte für die Stromproduktion gibt. «Das Parlament setzt damit ein falsches Signal. Diese Landschaften sind das Kapital der Schweiz», sagt Raimund Rodewald vom Landschaftsschutz. Seine Stiftung prüft nun mit anderen Umweltverbänden, die Lancierung einer Volksinitiative, bestätigt Rodewald gegenüber «10vor10».

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106 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Zurbuchen (drpesche)
    Ich verbringe seit einigen Jahren jeden Sommer eine Woche auf dem Mont Dedos westlich von Moutier. Die Wind-Energie-Anlagen, welche von dort aus sichtbar sind, empfinde ich absolut nicht als Verschandelung sondern als Bereicherung der Landschaft, ganz im Gegensatz etwa zum Kühlturm in Gösgen oder dem in schönster Aare-Landschaft gelegenen AKW Mühleberg.
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Falls die Energiestrategie 2050 im Parlament durchkommt, wird das Referendum ergriffen. www.aliance-energie.ch. Mitmachen und damit die wertvolle Landschaft schützen, unser Volksvermögen schützen, die Gesundheit schützen und die Umwelt schützen!
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    1. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Die kriegstreibenden Ölscheiche und Gasoligarchen werden Ihnen sicherlich sehr dankbar für Ihren Einsatz gegen eine unabhängigere Schweiz sein.
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    2. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      Sorry, Druckfehler: www.alliance-energie.ch
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    3. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Stellt sich die Frage wie gross die Fläche sein muss die wir mit Windrädern und Speicherseen zupflastern müssen, um uns aus der Atom und Öl(Verkehr und Heizung machen etwa das Dreifache der aktuellen Stromproduktion aus) Abhängigkeit zu lösen. Aber Hauptsache Herr Schmid verdient sich mit seinen Cleantech Aktien eine goldene Nase.
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    4. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      Herr Schmid, wenn Sie keine Kernkraftwerke der Zukunft wollen (Brüter), dann werden Sie von Gas/Kohle/Öl abhängig sein (wie das uns Deutschland derzeit vormacht).
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    5. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Dänemark deckt bereits 43% des Strombedarfes mit Windenergie und hat im Vergleich zu Belgien mit 50% Atomstrom einen wesentlich tieferen CO2-Ausstoss pro Kopf. Erneuerbare Energien decken bereits 19.2% des weltweiten Energiebedarfes, während Atomenergie gerade mal 2% deckt. Konventionelle AKW sind ja schon nicht konkurrenzfähig und Brüter erst recht nicht. Mit Windenergie kann in Europa über 1000 mal mehr Strom produziert werden als mit den 5 Schweizer AKW (EEA Technical report No. 6/2009).
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    6. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Dänemark ein Land mit 5 Millionen Einwohner leitet ihren Strom den sie in extrem produktiven Offshore Windparks produziert nach Norwegen wo er in Pumpspeicherseen gespeichert wird. Windräder in der Schweiz haben eine Stromproduktion die rund achtmal niedriger ist als Parks an und in der Nordsee. Mit Ihnen zu diskutieren ist wirklich sinnlos. Sie zitieren einfach irgendwelche Zahlen ohne auch nur im Ansatz deren Hintergrund zu kennen.
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    7. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Norwegen hat tatsächlich kein einziges Pumpspeicherkraftwerk. Norwegen ist tatsächlich dankbar um winterliche Windstromimporte, da es so die gestauten Wasserreserven geschont werden können (wie in der Schweiz gibt es auch dort kaum Regen im Winter). Wenn die Schweizer Windturbinen keinen nennenswerten Strom produzieren würden, wären sie nicht gebaut worden. Im Gegensatz zu den AKW (das nie gebaute AKW Graben hat 227 Mio erhalten), verdienen Sie nur dann Geld, wenn sie auch Strom produzieren.
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    8. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Wie die Turbinen im Süden Deutschlands die jetzt seit Jahren Defizite machen und die Anwohner denen Beiteiligungen aufgeschwatzt wurden, auf den Kosten sitzen bleiben? Sobald die Subventionsschleusen geöffnet sind wird gebaut egal wo. Die Windkraftlobby in Deutschland hat bereits mehr Einfluss und tritt aggressiver auf, als es die Atomlobby je getan hat. Norwegen hat sehr wohl Pumpspeicher, nochmal, informieren bitte.
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    9. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Ausserdem, wenn Norwegen Dänemark überschüssigen Strom abnimmt um die eigenen Speicher zu schonen, dann ist das nichts anderes als ein Stromimport und die Dänen müssen den Strom bei Flaute zurückimportieren. Dreimal dürfen Sie raten warum ihnen die Preise um die Ohren fliegen und die Regierung gerade die Vollbremsung reingehauen hat und 2017 ihr EEG abschaffen will. Erfolgsgeschichte hört sich etwas anders an was ;)
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    10. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Norwegen hat tatsächlich keine Pumpspeicher. Pumpspeicher würden für Norwegen auch keinen Sinn ergeben. Norwegen hat einen Durchschnittsbedarf von 16 GW und die Anbindung an Dänemark beträgt gerade mal 1.7 GW. Würde Norwegen Pumpen, bevor es seinen enormen Bedarf gedeckt hat, wäre das wie wenn einer beim Autofahren gleichzeitig auf's Gas und die Bremse treten würde. ;) Dänemark exportiert eher im Winter wenn die Strompreise hoch sind und importiert im Sommer, wenn die Strompreise tief sind.
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    11. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Treten aggressiver auf? Beim AKW Gösgen sind 1977 tausende Gegner mit Tränengas, Wasserwerfern und Gummischrott vertrieben worden (die Solothurner Zeitung sprach von "Bürgerkriegsprobe") und das AKW wurde fertig gebaut. Eine Windfarm wird ja demgegenüber bereits nicht gebaut, wenn sich einige Golfspieler oder Entenjäger beschweren.
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    12. Antwort von Peter Zurbuchen (drpesche)
      In welchen Bereichen haben denn Sie Ihre Aktien, Herr Markus? Wäre noch interessant zu wissen, um Ihre Kommentare richtig einschätzen zu können. So wie Sie tönen, ist ja alles eine reine Geld- und Profitfrage. Sie vergessen bei all Ihren Kommentaren auch immer wieder das riesige Sparpotential im Energiebereich. Auch dort spricht halt die Rendite für gewisse Unternehmen dagegen, dieses Potential auszunützen.
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    13. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Sie meinen das Energiesparpotential der bevorstehenden Elektrifizierung des Verkehrs, der den Strombedarf mal locker verdoppeln wird? Es ist eben keine Profitfrage, das ganze ist eine Scheinlösung, da wir nicht die nötigen Glättungsmöglichkeiten durch Speicher haben. Klar wir könnten einfach eine Doppelstruktur aufbauen und die anderen Kraftwerke dann hochfahren wenn der Wind nicht weht, wie das Deutschland mit Gas und Kohle macht, aber das ist ist ja kaum im Sinne der Erfinder.
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    14. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Falls es nicht nur eine rethorische Frage war, ich habe überhaupt keine finanzielle Involvierung in Energiefragen, ich informiere mich nur ausgiebig und wenn man sieht mit was für Riesenproblemen Länder wie Deutschland oder Dänemark konfroniert sind mit ihrer Energiestrategie, dann möchte ich einfach vor diesen Schnellschüssen warnen. Übrigens habe ich nichts dagegen Sparmöglichkeiten oder die Wirksamkeit von Dingen wie Smart Grid auszutesten, das geht testhalber auch erst in kleinerem Rahmen.
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    15. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Gemäss einer VDE-Studie zu Energiespeichern, beträgt der Langzeitspeicherbedarf in Deutschland bei einem erneuerbaren Stromanteil von 80% lediglich 7 TWh (Kurzzeitspeicherbedarf beträgt sogar nur 0.07 TWh). Als Vergleich: Die Schweiz hat bereits 9 TWh und Skandinavien sogar über 100 TWh. Was bezüglich der Elektrifizierung des Wärmebereichs mit Wärmepumpen auch immer wieder vergessen wird, ist die Tatsache, dass sich Wärme ausgesprochen günstig speichern lässt (wärmeisolierter Wassertank).
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    16. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      "So reicht die gesamte in Deutschland installierte Pumpspeicherkapazität bei weitem nicht aus, um allein in der Vattenfall-Regelzone die auftretenden Windflauten auszugleichen. Bereits hierfür wäre mindestens die 20-fache Speicherkapazität erforderlich." Quelle: Naja VDE Studie. Soll ich Ihnen noch die Berechnungen von HW Sinn oder dem Analysten der Deutschen Bank verlinken? Die kommen nämlich zu ähnlichen Ergebnissen.
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    17. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Zu der Windkraftlobby empfehle ich die ARD Doku, Der Kampf um die Windräder.
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    18. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Der VDE (Verein Deutscher Elektrotechnik) besteht im Wesentlichen aus nüchternen Ingenieuren, während HW Sinn ein polemisierender Ideologe mit wenig technischem Verständnis ist. Beispiel: Zum einen erwartet HW Sinn dass zukünftig kein Strom mehr importiert/exportiert werden wird und zum anderen ist es ihm egal, dass die europäischen Uranminen schon längst versiegt sind und Uran von weit ausserhalb Europas importiert werden muss und das obwohl Uran momentan nur 2% des weltweiten Bedarfs deckt.
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    19. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Dass die Windkraftlobbyisten andere Leute als Ideologen bezeichnet ist wirklich ein Leckerbissen an Ironie der Seinesgleichen sucht. Die Berechnungen stützen sich alle auf offizielle Zahlen des Bundes. Er nimmt auch Stellung zu Import und Export. Ich weiss schon, dass Sie diese Tatsachen nicht hören wollen, aber für alle Interessierten ist die Vortragsarbeit des ifo Institutes 'Energiewende ins Nichts' zu empfehlen.
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    20. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Dr. Björn O. Peters Physiker und Asset Manager der Deutschen Bank "Ein Umbau der Energieproduktion auf erneuerbare Energieträger, der vor allem auf fluktuierende Sonnen- und Windkraftwerke (WSK) setzt und der die Physik des Wetters außer Acht lässt, ist zum Scheitern verurteilt. Die Produktionsdaten von WSK der letzten Jahre zeigen, dass sechs Monate im Jahr zehn Prozent und weniger der installierten Wind- und Solarkraftwerksleistung auch tatsächlich zur Verfügung steht."
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    21. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Karl Linnenfelser Dipl. Physiker "Letztlich wird das begrenzte Regelband der konventionellen Anlagen den Endpunkt der volatilen Netzeinspeisung der Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen aus physikalisch-technischen Gründen bestimmen. Der Ausweg Energiespeicherung zur Glättung der Lastganglinien der Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen in der notwendigen Größenordnung bis 70.000 MW über mehrere Tage, der konventionelle Kraftwerke verzichtbar machen könnte, ist auch nicht ansatzweise in Sicht."
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    22. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Ich könnte stundenlang solche Expertenmeinungen zitieren. Schon seltsam wo die ganzen Atomlobbyisten unter Volkswirten, Physikern und Ingenieuren herkommen was ;)
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    23. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Gemäss Ihren angeblichen Experten könnte das speicherlose Dänemark demnach gar keinen Windstromanteil von 43% aufweisen. Das ist doch genauso lächerlich, wie wenn Ihre Experten behaupten würden, Flugzeuge können gemäss ihren Berechnungen gar nicht fliegen. PV- und Windkraft ergänzen sich, Wärmepumpen können Strom flexibel aufnehmen und Europa hat bereits 230'000 MW an flexibler Wasserkraftleistung installiert und diese Leistung lässt sich ausbauen, ohne dass neue Dämme gebaut werden müssen.
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    24. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Die 43% sind der gesamthaft produzierte Strom der Erneuerbaren, nur ist das nicht aussagekräftig, da Dänemark das Stromnetz der Nachbarländer als Puffer benutzt um die Volatilität auszugleichen. Exportiert nach Norwegen, importiert zurück, importiert deutschen Solarstrom etc. Das mag für ein kleines(reiches) Land klappen, ist aber kein Modell welches als Vorbild für ganz Europa dienen kann. Aber auch hier nochmal, danke für die Diskussion, ich hab für eine Weile genug vom Wind ;) Schönen Abend
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    25. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Falsch, 43% ist nur der Windstromanteil. Tatsächlich importiert/exportiert die Schweiz (mit kaum PV- und Windstrom) wesentlich mehr Strom als Dänemark. Während die Schweiz bereits 1998 24.3 TWh (!) nach Italien exportiert hat, hat Dänemark letztes Jahr trotz Rekordwindstromproduktion gerade mal 2.7 TWh nach Deutschland exportiert. D.h. Selbst wenn Dänemark seine Windstromproduktion verdoppeln würde, würde es nicht einmal annähernd das Stromhandelsvolumen der Schweiz vor bald 20 Jahren erreichen.
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    26. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Der britische Ingenieur und Forscher David MacKay beschreibt das dänische Modell: "Die Dänen zahlen effektiv für Wasserkraftwerke anderer Länder, um deren Speicherkapazität nutzen zu dürfen. Fast die gesamte dänische Windenergie wird an die europäischen Nachbarn exportiert, von denen einige Wasserkraft haben, die sie zurückfahren, um das dänische Windangebot wieder auszugleichen. Die ersparte Wasserkraft wird dann an die Dänen zurückverkauft, wenn dort hoher Verbrauch bei wenig Wind herrscht."
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    27. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Mackay war übrigens leitendender wissenschaftlicher Berater des britischen Ministeriums für Energie und Klimawandel, Universitätsprofessor für Ingenieurswissenschaften und hat die Funktionsweise der EE untersucht. Die Schweiz benutzt ihre Wasserspeicher uA als Geschäftsmodell, kauft nachts billigen AS und verkauft tagsüber Wasserkraft, darum die hohen Bewegungen. Ein Modell das wegen der deutschen Solarindustrie unter Druck gekommen ist. Keine Ahnug warum Sie solche Trivialitäten bestreiten.
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    28. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Ihre selbsternannten Experten machen sich einfach lächerlich. Wie gesagt: Die Schweiz handelt um Faktoren mehr konventionellen Strom als Dänemark Windstrom handelt. Wenn massenhaft überschüssiger, ausländischer Atomstrom während der Nacht in unseren Elektroboilern und Speicherpumpen verbraten wird, dann ist das ausgezeichnet und wenn Deutschland ein Teil des Tagesstrombedarfes mit Dachstrom selbst deckt, dann wird gejammert, dass die Schwarte kracht. Das ist doch einfach nur noch peinlich.
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  • Kommentar von Klaus Markus (Marklaus)
    Der Herr Schmid hat wohl seine sein letztes Hemd in Cleantech investiert. Windkraft ist als Hauptenergiequelle völlig ungeeignet. Punkt. Jeder Ingenieur oder Ökonom der nicht als Ökotrommler sein Geld verdient, wird ihnen das bestätigen. Deutschland fährt gerade mit Karacho mit ihrer Energiewende an die Wand. Bleibt nur zu hoffen, dass die deutsche Regierung das Scheitern der Energiewende bekannt geben muss bevor wir richtig angefangen haben unsere Landschaft zu verschandeln.
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    1. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Da die fossilen und atomaren Brennstoffe limitiert sind, haben wir langfristig keine Alternative. Obwohl die Deutschen Stromkonzerne den Ausbau der erneuerbaren Energien bekämpfen, hat sich der erneuerbare Stromanteil in Deutschland verfünffacht. Während Deutschland Exportweltmeister ist, hat Frankreich eine Rekordarbeitslosigkeit. Selbst in China hat die Windkraft- bereits die Atomstromproduktion überholt und 2015 alleine, wurde dort die Windkraftleistung von über 80 AKW-Mühleberg installiert.
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    2. Antwort von Pascal Giger (PIGI)
      Genau Hr. Markus. An den Beispielen aus dem Ausland sieht man, dass die "Zwängerei" Energiewandel auch sehr viele negative Folgen mit sich bringt. Sei es für die Natur, Mensch & Tier sowie unsere Landschaften. Wir CH müssen uns bewusst sein, dass unsere Wirtschaft auch stark tourismus-abhängig ist. Sind unsere schönen Landschaften mal mit solchen Anlagen verspachtelt; dann gute Nacht! Dänemark hat wegen der Untersuchung auf negative Folgen für Mensch (Infraschall) ein Baustopp der Windanlagen.
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    3. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Die langfristige Alternative wird Kernfusion heissen. Der Anteil in Deutschland ist derart krass subventioniert, dass Kleinverdiener mittlerweile Probleme haben die Stromrechnung mit EEG zu bezahlen. Das der überschüssige Strom für Negativ Preise ins Ausland verkauft werden muss und in windarmenen Zeiten Kohlekraftwerke einspringen müss, was ein Grund dafür ist, dass trotz all der Milliarden der CO2 Austoss ansteigt, verschweigen Sie leider.
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    4. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Der Grund warum Deutschland aktuell so erfolgreich ist, hat mit den Erneuerbaren überhaupt nichts zu tun, zumal die Wirtschaft von der EEG ausgenommen ist, dass die Industrie ihre Schäfchen im Trockenen hält ist ja auch zu erwarten. Was China angeht, erstens treibt China auch den Atomausbau stark voran, zweitens hat China die Möglichkeiten riesige Stauseen zu bauen. Es gibt diverese Dokumentation darüber was dass für die Bewoher der Regionen bedeutet, undenkbar in unseren Breitengraden.
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    5. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Obwohl seit 60 Jahren an der Kernfusion geforscht wird, sind wir nach wie vor Jahrzehnte von einem funktionierenden Reaktor entfernt, welcher Nettoenergie geschweige denn überhaupt jemals bezahlbaren Strom produzieren wird. Jeder der etwas anderes behauptet ist entweder völlig ahnungslos oder will unsere teure Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zementieren. Der einzig zuverlässige Fusionsreaktor in unserem Sonnensystem ist die Sonne und die steht uns sogar noch kostenlos zur Verfügung.
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    6. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Zwischen 1970 und 2012 ist Braunkohle, Steinkohle und Atomenergie in Deutschland mit über 600 Mrd € subventioniert worden. Erneuerbare Energien haben demgegenüber lediglich 67 Mrd € erhalten - letztes Jahr allerdings bereits 35% des Strombedarfs gedeckt. Selbst in China, welches den Neubau von AKW mit Abstand am stärksten subventioniert, hat die Wind- inzwischen die Atomstromproduktion überholt, weil neue AKW selbst wenn die Rückbau- und Endlagerkosten ignoriert werden, schlicht zu teuer sind.
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    7. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Die erneuerbare Industrie in Deutschland hat nicht nur hunderttausende Arbeitsplätze geschaffen, trägt zum Exportvolumen bei (Deutschland exportiert z.B. neben Windturbinen unter anderem auch Silizium für die PV-Industrie in China) und ist ein wichtiger Steuerzahler. Erneuerbare Energien haben auch dafür gesorgt, dass die Grosshandelsstrompreise in Deutschland gesenkt wurden und der restliche Industriesektor von günstigen Strompreisen profitieren kann.
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    8. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Die Kernfusion hat in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht, aber ja es wird Jahrzehnte dauern, genauso wie der massiv subventionierte Ausbau der Erneuerbaren, welche wie schon dargelegt völlig untauglich als Hauptenergiequelle sind. Nochmal die Chinesen decken ihren extrem stark ansteigenden Strombedarf mit Kohle, Gas, Atom und Wind, weil sie topografische Möglichkeiten haben den Strom zu speichern. Die haben wir nicht und die hat auch Deutschland nicht.
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    9. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Die Subventionierung der Erneuerbaren durch das EEG ist im Verhältnis zu den aktuellen Kosten der anderen Energiequellen zu stellen und nicht in einen obskuren Vergangenheitsvergleich. Und hier sind die Kosten x Mal höher, ob ihnen das passt oder nicht, deshalb explodieren auch die Stromkosten für den deutschen Bürger. Der Wind und Solarstrom ist durch seine Nichtverfügarkeit mit einem enormen zusätzlichen Aufwand bzgl Transport und Speicherung verbunden und die ist eben nicht kostenlos.
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    10. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Dass sie mit ihrer völlig konzeptlos subventioniertem Windausbau die Strompreise in Europa in den Keller gedrückt haben, worunter ironischerweise unsere extrem sauberen und leistungsstarken Wasserkraftwerke leiden, als Erfolg zu feiern, bedarf schon einer gehörigen Portion Zynismus. Zumal gleichzeitig das CO2 durch die Kohlekraftwerke die einspringen mussten, sogar noch gestiegen ist. Und wer bezahlt den Spass am Ende, die ganzen subventionierten Arbeitsplätze, na wereliwer?
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    11. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Die Schweizer Stromkonzerne verlieren Geld wegen den maroden AKW und Ihren teuren Auslandsbeteiligungen. Sie lassen sich diese Verluste leider über die Subventionierung ihrer längst amortisierten Wasserkraftwerke finanzieren. Der Grund weshalb die Strompreise europaweit tief sind, liegt an den tiefen CO2-Zertifikatspreisen, welche auf Druck der Stromkonzerne preiswert gehalten werden. Trotz Rekordstromproduktion ist Deutschland's CO2-Ausstoss im Stromsektor dank den EE übrigens stetig gesunken.
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    12. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Der Preiszerfall wurde ebenfalls durch die stark subventionierten Erneuerbaren erzeugt. Insbesondere die deutsche Solarporduktion, welche das Geschäftsmodell der Schweizer Pumpspeicher zerstört hat. Die CO2 Zertifikate sind ein anderes Problem. Keine Ahnung aus welchem Verschwörungsbüchlein Sie das mit der akw Finanzierung haben, Fakt ist die Wasserkraftwerke rentieren durch den Strompreiszerfall nicht mehr.
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    13. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Die Schweizer AKW sind in letzter Zeit häufiger ausgefallen und mussten für teurer repariert werden. Das heisst: Weniger Einnahmen bei gleichzeitig höheren Kosten. Dadurch resultieren zwangsläufig Gewinneinbrüche bzw. Verluste. Auch haben sich die Stromkonzerne bei ausländischen Kraftwerken auf Pump beteiligt als die Strompreise hoch waren und mussten diese Beteiligungen dann später mit Verlust abstossen. Das sind doch keine Verschwörungstheorien, sondern einfache Feststellungen und Rechnungen.
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    14. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Herr Klaus, selbst wenn Sie und Ihre Experten sämtliche Kirchen durch Moscheen ersetzen, werden Sie übrigens nichts daran ändern können, dass Ihre Ölscheiche nicht ewig Öl zum Heizen liefern können werden. Da auch die Uranreserven begrenzt sind, wird es langfristig keine Alternative zu erneuerbaren Energien geben. Europaweit verbundene Windkraftanlagen ergänzen sich wie auch PV- und Windkraftanlagen das tun und Wärmeenergie lässt sich zudem ausgesprochen günstig speichern.
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    15. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Und wieviele europäische Länder machen bei dem deutschen Ausbau der Erneuerbaren mit? Wohin bauen Sie die Stromtrassen die nötig sind für den Ausgleich. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin auch dafür, dass wir die Ölscheichs so schnell als möglich loswerden, nur ist die Energiewende wie sie in Deutschland betrieben wird ein nicht durchdachter Schnellschuss. Ausserdem erreichen die neuste Generation der Nuklearreaktoren einen massiv höheren Nutzungsgrad und sind deutlich sicherer.
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    16. Antwort von Klaus Markus (Marklaus)
      Wie dem auch sei, ich glaube wir haben genug Seiten gefüllt. Danke für die angeregte Diskussion und viel Erfolg mit Ihren Cleantech Aktien ;)
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    17. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Zumindest unsere Nachbarländer haben allesamt mehr in neue erneuerbare Energien investiert als wir. China hat bereits effiziente Übertragungsleitungen (Hochspannungsgleichstrom mit nur 2 Leitungen) gebaut, welche über eine Distanz von 2600 km eine Leistung von 10 GW übertragen können (das entspricht 10 AKW Gösgen!). Was die Chinesen bereits gestern konnten, werden die Europäer wohl hoffentlich spätestens im Jahr 2050 auch noch auf die Reihe kriegen.
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