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Gay Pride erstmals in Lugano
Aus Tagesschau vom 02.06.2018.
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Grüsse von Bundesrat Cassis Fröhliche erste Gay Pride in Lugano

Rund 7000 Teilnehmer aus der Westschweiz, dem Tessin und auch aus Italien zogen durch die Stadt und dem See entlang.

In Lugano hat erstmals die Gay Pride stattgefunden. Bunt gekleidet und in friedlicher Stimmung zogen rund 7000 Personen durch die Stadt. Ziel der Teilnehmenden war es, Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (LGBT) nachhaltig sichtbar zu machen, sagte ein Sprecher der Veranstalter.

Angereist waren die Kundgebungsteilnehmer aus der Westschweiz, dem Tessin und auch aus Italien. Sie zogen entlang des Seequais und durch das Stadtzentrum von Lugano.

Grussbotschaft von Ignazio Cassis

Der im Tessin wohnhafte Aussenminister Ignazio Cassis begrüsste die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Namen des Bundesrates an der ersten Gay Pride der italienischsprachigen Schweiz. «Dies tue ich aus dreifacher Überzeugung, nämlich als Vertreter der Auslandschweizer, der liberalen Werte meiner Partei und meiner Italianità», sagte der FDP-Bundesrat.

Er verurteile jegliche diskriminierende oder gewalttätige Haltung auf Grund von sexuellen Präferenzen, sagte Cassis. In mehr als 70 Ländern sei Homosexualität verboten. In einigen Ländern werde sie gar mit dem Tod bestraft.

Politischer Druck vor Eröffnung einer Botschaft in Minsk

Er erinnerte an die Rolle der Schweiz beim Einstehen für die Menschenrechte, unabhängig von der sexuellen Orientierung. Vor ein paar Tagen habe er diese Frage mit einer Delegation aus Weissrussland besprochen. Die Eröffnung einer Schweizer Botschaft in Minsk sei an die Akzeptanz von Homosexuellen gebunden, sagte der Aussenminister.

Cassis beglückwünschte die Organisatoren der Gay Pride in Lugano für ihren Mut, die Veranstaltung im eher konservativen Tessin auf die Beine gestellt zu haben. Katholische Kreise hatten den Anlass im Vorfeld kritisiert, erhielten aber keine Bewilligung für eine Gegenkundgebung.

Homosexualität als Tabu

Mit Cassis freuten sich der Luganeser Stadtpräsident Marco Borradori (Lega) und die Tessiner Grossratspräsidentin Pelin Kandemir Bordoli (SP) über die Veranstaltung. Der Anlass sei wichtig für die Öffnung des Kantons gegenüber Minderheiten.

«Unsere Gesellschaft hat sich in 20 Jahren stark gewandelt», sagte Cassis im Gespräch mit der Agentur sda. Vor 20 Jahren habe er sich als Arzt im Tessin mit der Immunschwächekrankheit Aids beschäftigt. Von der Krankheit oder von Homosexualität zu sprechen, sei damals ein Tabu gewesen.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Dupond  (Egalite)
    Die Zensur schlaeft doch noch nicht (ganz). Sie zensuriert "nur" noch schaerfer als sonst. Und wie beim andern Artikel zum Thema wird sie schon nach einem Tag ganz abgewuergt....
  • Kommentar von Richard Meier  (meierschweiz)
    Vor 40 Jahren musste man Homosexualität strikte ablehnen. Heute muss man Homosexualität uneingeschränkt, möglichst laut und schrill befürworten. Irgend jemand scheint immer zu diktieren; aktuell sind es jene, die für Toleranz werben.
    1. Antwort von u. Felber  (Keule)
      das Wörtchen ``MUSS`` trifft den Nagel auf den Kopf!
    2. Antwort von Johannes Rösinger  (JohMuc)
      Vor 40 Jahren hätten Sie auch hier Ihre Meinung nicht schreiben können, sondern ein postalischer Leserbrief wäre es geworden... Die Zeiten ändern sich und auch die Regeln. Wenn Sie als Schweizer sich fragen wie sowas passieren kann? Durch Bildung und Wahlen. Das Volk wars...
    3. Antwort von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
      Es ist doch so: Früher wurde von 75% der Gesellschaft nicht toleriert das es Homosexualität gibt. Und die betroffenen 25% mussten verbergen dass sie homosexuell sind da sonst Zwangsversorgung und noch Schlimmeres drohte. Heute dürfen diese Leute einen eigenen Tag mit Umzug duchführen und wer von den anderen 75% will, darf sich daran erfreuen und mit feiern das sich die Gesellschaft aus diesen barbarischen Zeiten hinaus entwickelt. Die Wörter „will“ und „entwickeln“ sind die Schlüsselwörter.
    4. Antwort von Pascal Ringenbach  (stuhlflechter)
      Ach Sie Armer, Sie "mussten" sicher auch diesen Artikel lesen und einen Kommentar abgeben oder? Da geht es mir besser, ich durfte! Einen schönen,bunten Sonntag wünsch ich Ihnen! Geniessen Sie ihn, Sie dürfen abermüssen nicht...
    5. Antwort von Steff Stemmer  (Steff)
      Homophobie ist ein Zeichen für die Überforderung des eigenen Lebens! (Unbekannt)
    6. Antwort von Steff Stemmer  (Steff)
      Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen. (Martin Luther King)
    7. Antwort von Richard Meier  (meierschweiz)
      @olaf schulenburg: Gemäss Feel-ok.ch geht man von 3 - 10 % homosexuell empfindender Menschen in der CH aus. Die von Ihnen genannten 25 % dürften damit deutlich zu hoch gegriffen sein.