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Zu wenig Wohnraum für Studierende in Zürich
Aus Schweiz aktuell vom 14.09.2020.
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Günstiger Wohnraum fehlt Wohnungssuche ist für Studierende reine Glückssache

Günstiger Wohnraum in Städten ist für Studierende ein knappes Gut. In Zürich fehlen beispielsweise tausende Wohnungen.

Für über 250'000 Studentinnen und Studenten an den Universitäten oder Fachhochschulen startet derzeit das Herbstsemester. Das sind mehr als doppelt so viele wie vor 20 Jahren.

Für viele beginnt damit auch wieder das Pendeln. Denn günstige Wohnungen gibt es nur selten. In Zürich zum Beispiel hätten lediglich rund acht Prozent der Studierenden die Chance, eine Wohnung zu bekommen, heisst es bei der Wohngenossenschaft WOKO, die viele Studierendenwohnungen vermittelt.

Mir hat eine Verwandte erzählt, eine Wohnung in Zürich zu finden sei ein Vollzeit-Job. Und das ist auch so.
Autor: Jan HöhenerElektrotechnik-Student an der ETH Zürich

Einer der Glücklichen, der ein WG-Zimmer in Zürich gefunden hat, ist der 19-jährige Jan Höhener aus Wien. Der Elektrotechnik-Student kann in ein neues Studierendenwohnheim in Zürich einziehen – mitfinanziert vom Bund, der ETH und einer gemeinnützigen Stiftung.

Drei Monate suchte der junge Wiener, bis er endlich ein Zimmer fand. «Mir hat eine Verwandte erzählt, eine Wohnung in Zürich zu finden sei ein Vollzeit-Job. Und das ist auch so», beschreibt er seine Suche.

Die Problematik ist erkannt

Für den Verband der Schweizer Studierenden VSS ist klar, dass die Studierenden auf die Hilfe des Staates auch bei der Wohnungssuche angewiesen sind. Co-Präsidentin Lea Schlenker erklärt auf Anfrage: «Studierende aus schwierigen familiären Verhältnissen oder Studierende mit einem langen Anfahrtsweg müssen in der Nähe der Hochschule wohnen können.»

Die Stadt ist seit Jahrzehnten am Thema dran.
Autor: Daniel LeupiStadtrat der Stadt Zürich

Der zuständige Zürcher Stadtrat, Daniel Leupi, sagt, man sei sich der Problematik bewusst. «Die Stadt ist seit Jahrzehnten am Thema dran», versichert Leupi. Man trete Grundstücke im Baurecht an gemeinnützige Organisationen ab oder helfe mit unverzinslichen Darlehen.

Steigende Knappheit

Fast 1000 Wohnungen für Studierende habe die Stadt in den letzten 15 Jahren mitfinanziert, heisst es von offizieller Seite.

Mit den stets steigenden Studierendenzahlen und den immer mehr bebauten Städten dürfte die Problematik des günstigen Wohnraums in den Schweizer Zentren aber wohl auch in Zukunft noch grösser werden – nicht nur für Studierende, nicht nur in Zürich.

Schweiz Aktuell, 17.09.20, 19:00 Uhr

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52 Kommentare

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  • Kommentar von Fabrizio Gamp  (Fgamp)
    Als täglicher Pendler von Lustdorf/TG nach ETH Zürich (in fast leerem Postauto und danach in überfüllter S-Bahn, über 4 Jahre hinweg im Studium) bin ich bisserl neidisch gegenüber Student, welcher bereits nach 3 Monaten preisgünstige Wohnung oder zumindest Zimmer sogar direkt in ersehntem Zürich erhielt... Meine Familie konnte sich nicht mehr leisten, cooler Ausgang in Zürich selten selten. Ich mags dem Studenten gönnen, aber s'ist erfragenswert wer überhaupt solche Gelegenheit bekommt.
  • Kommentar von Fabrizio Gamp  (Fgamp)
    Siehe da, "steigende Studierendenzahl", "steigende Knappheit" Wohnungen, "Problematik ist erkannt". Wie denn Problematik aufheben? Stadt soll mehr Grundstücke aufkaufen&verteilen? Verdichtet bauen&wohnen und Wohlstand beibehalten (gemessen in Wohnfläche)? Keine nachhaltigen Lösungen bestehen, um alle Wünsche zu erfüllen. "In der Nähe der Hochschule wohnen" ginge wohl indem Unis und Studentenhochhäuser ausserhalb Stadtzentren erweitert werden. Mit Fairness für alle Stadtbewohner, wie denn sonst?
  • Kommentar von Markus Baumann  (pierrotlunaire)
    Keine Ahnung, weshalb zu wenig (günstiger) Wohnraum vorhanden ist. Finde den Fehler.
    1. Antwort von Allan Boss  (Europagspengstli)
      Weil mehr Menschen in den Städten wohnen, aber nicht genügend verdichtet und gemeinnützig gebaut wird.