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Happige Preisaufschläge Viele Glaces sind dieses Jahr teurer

Beim Discounter Denner und bei Migros haben die Preise für Glace-Stängel und Cornets aufgeschlagen.

Legende: Audio Happige Preis-Aufschläge: Viele Glaces sind dieses Jahr teurer abspielen. Laufzeit 01:33 Minuten.
01:33 min, aus Espresso vom 30.07.2018.

Erst im Frühling hat das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» berichtet, dass die kleinen Mövenpick-Glacekübeli von einem Tag auf den anderen teurer wurden: Herstellerin Froneri, welche die Nestlé-Glaces produziert, hatte die Verpackung verkleinert, den Preis aber unverändert gelassen.

Nun zeigt sich: Auf diesen Sommer wurde auch noch an anderen Glace-Preisen geschraubt. In einem Preisvergleich des «Tages-Anzeigers» heisst es, dass etwa die beliebten Pralinato-Stängel bei Denner neu 2.30 Franken kosten statt wie bisher 1.90 Franken. Und für Extrème-Cornets bezahlen Denner-Kunden 20 Rappen mehr, nämlich 2.80 Franken.

Keine Discounter-Preise mehr

Damit kosten die beiden Glaces beim Discounter nun etwa gleich viel wie bei gewöhnlichen Detail-Händlern. Denner sagt, dass die Preise von Froneri aufgezwungen worden seien. Dies müsse man «wohl oder übel» an die Kunden weitergeben.

Froneri wiederum bestreitet, für den massiven Preisaufschlag verantwortlich zu sein: Detailhändler würden ihre Verkaufspreise selber bestimmen. Gegenüber dem Vorjahr habe Froneri die Preise über das gesamte Sortiment um 2,5 Prozent erhöht – dafür verantwortlich seien die gestiegenen Rohstoffpreise.

Auch Migros hat aufgeschlagen

Doch nicht nur Denner-Kunden bezahlen mehr für Glace: Auch Migros hat die Preise erhöht. Die Cornets der Eigenmarke Fun kosten neu 1.95 Franken statt wie bisher 1.60 Franken. Migros bestätigt, die Warengruppe Glace – bestehend aus 175 Artikeln – habe sich um 1,5 Prozent verteuert. Die Detailhändlerin begründet dies unter anderem mit gestiegenen Betriebskosten.

Ungewöhnlich hohe Preisaufschläge

Was tatsächlich hinter den höheren Preisen steckt, bleibt unklar. Der Detailhandels-Professor Thomas Rudolph von der Universität St. Gallen sagt gegenüber der Zeitung, normalerweise würden es die Detailhändler vorziehen, die Preise in kleinen Schritten zu erhöhen. «So sind sie einfacher zu verkraften.»

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