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Hauptstadt vor Grossanlass Hoffen auf ein friedliches Fussballfest

Legende: Audio Vorsichtiger Optimismus vor Cupfinal in Bern abspielen. Laufzeit 1:41 Minuten.
1:41 min, aus HeuteMorgen vom 25.05.2018.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach vier Jahren Unterbruch wird der Cupfinal zwischen den Young Boys und dem FC Zürich am kommenden Sonntag wieder einmal in Bern ausgetragen.
  • 2014 fand in Bern letztmals ein Fussball-Cupfinal statt – es kam zu Ausschreitungen und Sachbeschädigungen.
  • Damals randalierten gewalttätige Anhänger des FC Zürich und des FC Basel in der Innenstadt.
Der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause.
Legende: «Man fühlt sich nicht nur im Stadion verantwortlich», sagt der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause. Keystone/Archiv

Die Stadt Bern verzichtete während vier Jahren auf die Austragung des Fussball-Cupfinals. Doch nun seien die Voraussetzungen anders als vor vier Jahren, sagt der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause. «Erstens ist mit YB der Heimclub im Final. Zweitens sind die Gespräche mit allen Beteiligten im Vorfeld sehr konstruktiv verlaufen», erklärt Nause.

Die Verantwortlichen der Fussballclubs werden häufig kritisiert, sie unternähmen zu wenig gegen gewalttätige Fans in den eigenen Reihen. Es habe ein Lernprozess stattgefunden, betont Nause.

Erstens ist mit YB der Heimclub im Final. Zweitens sind die Gespräche mit allen Beteiligten im Vorfeld sehr konstruktiv verlaufen.
Autor: Reto NauseStadtberner Sicherheitsdirektor

«Ich denke, dass das Bewusstsein bei den Clubs und bei den Clubpräsidenten ein anderes ist als noch vor vier Jahren», sagt er und erklärt weiter: «Man fühlt sich nicht nur im Stadion verantwortlich, sondern auch drumherum, etwa bei An- und Abreise. Und hier marschiert man eigentlich Hand in Hand.»

Die Anhänger der Young Boys und des FC Zürich sollen an diesem Sonntag nicht Hand in Hand marschieren. Sie werden nämlich in getrennten Fan-Märschen zum Stade de Suisse gehen; das ist so abgemacht und organisiert.

Ich denke, dass das Bewusstsein bei den Clubs und bei den Clubpräsidenten ein anderes ist als noch vor vier Jahren.

Ein grosser Polizeieinsatz – der einiges kosten wird – ist am Sonntag trotzdem nötig. Nause kann keine Zahlen nennen. Aber der Schweizer Fussballverband werde die Hälfte der Sicherheitskosten übernehmen. Die Verantwortlichen der Stadt Bern sind vorsichtig optimistisch, dass es am Sonntag zu einem friedlichen Fussballfest kommen wird.

Klar ist: Die Gewalt von Fussballfans, wie sie sich in den vergangenen Wochen in Basel und Zürich gezeigt hat, bleibt eine Mahnung.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Steff Stemmer (Steff)
    Das Problem kann wahrscheinlich nur gelöst werden, wenn die Clubs oder Stadionbetreiber für den Schaden aufkommen müssen. Trotz allen gegenteiligen Aussagen sind es Fussbalfans die im und rund ums Stadion für Radau sorgen! Überall wird Kostenwahrheit verlangt und die Kosten abgewälzt, meist auf sozial Schwache, nur im Fussball, da darf die Allgemeinheit seit Jahrzehnten für nicht in Not befindliche Randalierer zahlen. Im Gegenzug füllen sich die Clubs und die Stadionbetreiber die Taschen.
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    1. Antwort von Lili Abis (...)
      Könnten Sie uns bitte erklären wie die Klubs diese elenden Chaoten, die das Prädikat "Fan" nicht verdient haben, von den Klubs unter Kontrolle gebracht werden sollten? Die Klubs wären Ihnen sicher auch äusserst Dankbar für eine effiziente Lösung...
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    2. Antwort von Steff Stemmer (Steff)
      Frau Abis, die Hooligans randalieren ja vor, während und nach einem Match. Also per se rund um den Anlass, für mich, wegen dem Anlass! Viele Clubs nehmen ihre Fan-Vereinigungen nicht in die Pflicht. Wie das Problem gelöst werden soll, ist nicht meine Aufgabe. Aber so wie andere Veranstalter die Sicherheitskosten übernehmen müssen, sollten das auch die Fussballclubs! Mich stört es, wenn überall zusammengestrichen wird, aber die Allgemeinheit die Kosten für Sportanlässe tragen soll!
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser (jeani)
    Zürich ist ja bekannt für seine "Fussball Chaoten" ob GC oder FCZ ! Erst wenn der FCZ den Cupfinal verlieren sollte gibt es erst recht Kravall in Bern! Hoffe die Polizei greift so "richtig hart" durch!
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    1. Antwort von Lili Abis (...)
      und wenn YB verliert starten deren Hools die Kravalle. So einfach ist das. (und voll beknackt natürlich auch.) Aber nicht immer nur gegen Zürcher Klubs schreiben bitte.
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  • Kommentar von Andrea Esslinger (weiterdenken)
    Bereits Polizei in die Fanzüge. Wer sich schon dort nicht benehmen kann, ab in die Kiste oder zurück nach Hause. Wer auf dem Weg zum Stadion randaliert, einbuchten. Wer Pyro oder anderes verbotenes Zeug dabei hat, einbuchten. Bei ersten Ausschreitungen in einem Fansektor, den ganzen Sektor räumen. Wer sich der Polizei entgegenstellt, einbuchten.
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    1. Antwort von Steff Stemmer (Steff)
      ... und wenn man weiterdenkt, dann kommt man zum Schluss, dass der Steuerzahler das ganze Sicherheitsdispositiv und Eingreifen der Polizei zahlen darf...
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    2. Antwort von Urs Rothen (UrsU)
      oder das stadion gleich vuellen mit Polizeigrenadieren ; )
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