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Streit um das Geld Haussegen bei den Schweizer Offizieren hängt schief

Legende: Audio Knatsch bei den Schweizer Offizieren abspielen. Laufzeit 01:05 Minuten.
01:05 min, aus HeuteMorgen vom 18.03.2017.
  • In der Schweizerischen Offiziersgesellschaft wird heftig gestritten – und zwar ums Geld.
  • Die Aargauer Offiziersgesellschaft übt in einem offenen Brief Kritik und nennt das Generalsekretariat darin «aufgebläht».
  • Der Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft wehrt sich gegen diese Kritik.
  • Dieser Streit wird heute auch bei der Delegiertenversammlung der Schweizerischen Offiziersgesellschaft in Sion Thema sein.

Dass die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG) mit finanziellen Problemen kämpft, ist kein Geheimnis. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass sie ihr Generalsekretariat vor ein paar Jahren ausgebaut und professionalisiert hat.

Unlängst hat das die Aargauer Offiziersgesellschaft dazu veranlasst, in einem offenen Brief scharfe Kritik zu üben. Das Generalsekretariat sei aufgebläht, heisst es darin. Und: Die finanzielle Führung der Dachorganisation sei «ungenügend». Zudem müsse man prüfen, ob es zu Unregelmässigkeiten gekommen sei.

Bei den Präsidenten-Spesen gespart

Deshalb will die Aargauer Sektion die Jahresrechnung und die beantragte Erhöhung der Mitgliedsbeiträge ablehnen. Stefan Holenstein, der Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft, wehrt sich gegen diese Kritik und die Art, wie sie kommuniziert wurde.

Holenstein – der erst seit einem Jahr im Amt ist – verweist darauf, dass er schon verschiedene Sparmassnahmen ergriffen habe, sogar bei seinen eigenen Präsidentenspesen.

An der heutigen SOG-Delegiertenversammlung in Sion wird sich zeigen, ob er das Vertrauen der Mehrheit der Delegierten finden wird.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    In jedem Sekretariat, das sich ausbaut und professionalisiert, explodieren die Kosten. Verwaltungen, Kommissionen und Bürokraten regieren die Welt.
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    1. Antwort von Thomas Mann (Freidenkerin)
      Professionalisiert heisst eben, dass die vielen Freiwilligen, die gratis oder für ein Spesenfränkli professionelle Arbeit leisten, dazu nicht mehr bereit sind. In wie vielen Vereinen und Organisationen arbeiten Sie freiwillig und unentgeltlich mit?
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    2. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Das tue ich an zwei Orten, sehr verehrter Tomas Mann. Genauso, wie sie es nennen: freiwillig und unentgeltlich - allerdings nicht in der Offiziersgesellschaft. Meine Kritik gilt vielen Verwaltungen, insbesondere denjenigen von Bund und Kantonen, aber auch denjenigen in den Spitälern, die nach Kantonsvorgaben zu arbeiten haben. Die Verwaltungen sind in den vergangenen 20 Jahren regelrecht explodiert, NB ähnlich den Krankenkassenprämien. Aber von diesem Zusammenhang spricht niemand.
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    3. Antwort von Thomas Mann (Freidenkerin)
      Da haben Sie sicher recht, aber es wird auch immer mehr Administration von Arzteninnen, ja sogar Kindergärtnern verlangt, im Namen der sogenannten Qualitätssicherung. Mehr Pflege und Zeit für PatientInnen und weniger Papierkram, da stimme ich Ihnen bei. Der Mensch geht bei dem ganzen Administrationswahn vergassen.
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