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Géraldine Savary hört auf
Aus Tagesschau vom 06.11.2018.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 58 Sekunden.
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Heikle Wahlkampagne Géraldine Savary steht nicht mehr als Ständerätin zur Wahl

  • Géraldine Savary steht in den Parlamentswahlen 2019 nicht mehr als Ständerätin zur Verfügung.
  • Sie habe die Finanzierung ihres Wahlkampfs in den Jahren 2011 und 2015 durch den Milliardär Frederik Paulsen falsch eingeschätzt. Das teilt die SP-Politikerin aus der Waadt mit.
  • Frederik Paulsen ist Eigentümer und Verwaltungsratspräsident des Westschweizer Pharmaunternehmens Ferring.
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Legende: Keystone

Die Waadtländer SP-Ständerätin Géraldine Savary und der ehemalige Ständerat Luc Recordon (Grüne) sind bei ihren Wahlkämpfen in den Jahren 2011 und 2015 vom Milliardär Frederik Paulsen finanziell unterstützt worden.

Savary und Recordon hatten vom Präsidenten des Biopharmaunternehmens Ferring in St. Prex (VD) für den Wahlkampf im Jahr 2011 je 4000 Franken und im Jahr 2015 je 5000 Franken erhalten.

Westschweizer Politik in der Vertrauenskrise

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Zuletzt gab es mehrere Fälle von unschönen Geldgeschichten in der Westschweiz: Vom Genfer Staatsrat Pierre Maudet über den Waadtländer Staatsrat Pascal Broulis bis hin zu Guillaume Barazzone und seinen Kollegen im Genfer Stadtrat. Alles Zufall – oder herrschen in der Romandie andere Gepflogenheiten? «Es herrschen vielleicht andere Sensibilitäten», sagt Andreas Stüdli, Westschweiz-Korrespondent von SRF.

Die jeweiligen Fälle müssten voneinander unterschieden werden, gibt Stüdli zu Bedenken. In den Fällen Maudet und Barazzone liefen juristische Untersuchungen. «Beim Genfer Stadtrat wiederum muss man sich fragen, ob es bei ihnen ein falsches Verständnis der Macht gibt.» Sicher sei: Die Häufung dieser Reisen, bei denen es um viel Geld gehe, habe der Glaubwürdigkeit der Politiker in der Romandie schwer geschadet.

Diese Zahlungen seien aber auf ein privates Kampagnenkonto der beiden Ständeratskandidaten geflossen, sagte die Generalsekretärin der SP Waadt am vergangenen Donnerstag.

«Freundschaftliche Geste»

Bereits letzte Woche hatte Savary gegenüber dem Westschweizer Radio RTS zugegeben, von Paulsen Geld für einen ihre Wahlkämpfe erhalten zu haben. Es habe sich um eine rein freundschaftliche und keine politische Geste gehandelt, so Savary in der Sendung «Forum».

Savary gab weiter zu, dass ihr Paulsen im Juli 2015 eine Reise nach Spanien geschenkt habe. Auch darüber hatte «24heures» berichtet. Es habe sich dabei um einen Easyjet-Flug, eine Nacht im Hotel und ein Konzert im Wert von 43 Euro gehandelt. Gemäss dem Staatsanwalt handelte es sich dabei aber nicht um eine unberechtigte Vorteilsnahme.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Kari Raeschter  (K. Raeschter)
    Man stelle sich vor, dass dies einer(m) konservativen Politiker passiert wäre, der Shit-Storm der Linken und linken Medien wäre wahrscheinlich doppelt oder dreifach so hoch. Aber da es eine SP-Politikerin ist, halten sich die "Aufschreie" schon sehr in Grenzen, ja fast "streichelnd" (oh du armes was ist nur passiert).
    1. Antwort von Edi Steinlin  (Chäsli)
      Richtig Herr Raeschter und wäre es gar ein SVP Politiker gewesen, dann wäre es losgegangen.
  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Schon wieder ein Polit-Skandal aus der Romandie! In allen Parteien lauert die Korruption! Ob links oder rechts (oder in der lösungsorientierten Mitte), können plötzlich negative Verhaltensweisen mit gravierenden Folgen bekannt werden! Vielleicht bestätigt dieser neuste Fall, dass es ALLE irgend einmal erwischen kann! Ein gewählter Politiker hat zudem eine höhere "Messlatte" einzuhalten, als wir gewöhnlichen Büezer, Angestellten, Rentner oder Steuerzahler(innen)!
  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Ich bin masslos enttäuscht! Ich habe immer geglaubt, bei der SP gebe es nur verantwortungsvoll handelnde Politiker/-innen.
    1. Antwort von pedro neumann  (al pedro)
      Tja willkommen in der realen Welt!