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Ist eine Helmpflicht bei E-Bike-Fahrern sinnvoll?
Aus 10vor10 vom 01.10.2019.
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Helmpflicht für alle E-Bikes? «Jeder E-Bikefahrer ist für sich selbst verantwortlich»

Sollen E-Bikefahrer unter 25 km/h einen Helm tragen müssen? Die Meinungen der SRF-User gehen weit auseinander.

Eine Velohelmpflicht für alle E-Bikes? Das fordert die Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU. E-Bikes, die bis 25 km/h fahren, sollen ebenfalls unter eine obligatorische Helmpflicht fallen. Bisher sind nur Fahrer von E-Bikes über 25 km/h per Gesetz dazu verpflichtet, einen Helm zu tragen.

Der Artikel von SRF wurde rege kommentiert und auch bei der entsprechenden Umfrage gingen bis jetzt über 1000 Stimmen ein. Die Mehrheit der User, rund 64 Prozent, fordern eine Helmtragepflicht für alle E-Bikes. Das Ergebnis deckt sich mit einer früheren Umfrage des BfU 2018. Dort sprachen sich sogar 78 Prozent der Befragten für eine Helmpflicht für langsame E-Bikes aus, bei den Frauen waren es sogar 87 Prozent.

«Eigenverantwortung stärken»

Der Effekt einer Helmpflicht ist unter Experten durchaus umstritten ist, da ihrer Meinung nach eher Symptom- statt Ursachenbekämpfung betrieben wird. In diese Richtung tendieren auch viele Kommentatoren, welche eine gewisse Eigenverantwortung propagieren. «Einen Helm zu tragen, verhindert nicht einen Unfall. Jeder E-Bikefahrer ist für sich selbst verantwortlich», meint A. Keller.

«Auf der einen Seite Selbstverantwortung erwarten und gleichzeitig alles per Gesetz regeln wollen», meint S. Borel. «Hört bitte mit der ewigen sinnlosen Bürokratisierung für jedes und fast alles auf», so M. Kaiser. Der mündige Mensch müsse selbst wissen, wie er sich schützen könne. SRF-User Mike Bianchi geht in eine ähnliche Richtung wie manche Experten und sieht in der allgemeinen Helmpflicht eher eine Symptombekämpfung: «Gebt mir den Helm, der Unfälle verhütet. Den würde ich sogar auf der Küchentreppe tragen.»

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Stefan Sigrist: «Wir setzen uns für Velohelmobligatorium bei E-Bikes ein.»
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«Leistungen der Versicherungen kürzen»

Einen neuen Gedankenanstoss wählen die Leser Marcel Sigg und Christoph Hodel. Velofahrer sollen die Folgen eines Nicht-Helm-Tragens finanziell zu spüren bekommen, meint Sigg: «Bei Kopfverletzungen, Schädelhirntrauma oder Schädelbasisfraktur soll die Versicherung die Leistungen massiv kürzen können, wenn kein Helm getragen wurde.»

Auch Hodel tendiert in diese Richtung. «Ich schlage vor, dass Verunfallte, welche bei einem Unfall keinen Helm tragen, einen Teil der anfallenden Kosten selber berappen müssen.» So würden auch die Gesundheitskosten nicht weiter steigen, meint der User.

«Nichtbeherrschen des Fahrzeuges»

Das Problem bei E-Bikes sei nicht primär die Geschwindigkeit, sondern: «Dass Leute, die nie Velo fuhren, jetzt ein E-Bike haben. Wie heisst es so schön: Nichtbeherrschen des Fahrzeuges», meint Jo Meyer. «Wie wäre es ab einem gewissen Alter mit einer Geschicklichkeitsprüfung für Elektrobike-Fahrer?», stellt Peter Amthauer in den Raum.

Fabian Zgraggen bezieht sich auf die hohen Kosten im Gesundheitssystem und kommentiert ironisch: «Auf keinen Fall eine solche Helmpflicht, denkt an unsere Krankenkassenprämien.»

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35 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Marques  (Thomas Marques)
    In der Schweiz passierten 2018 etwa 117000 Haushaltsunfälle. Deshalb: Helmpflicht beim Fensterputzen, Äpfel pflücken und vor allem in der Badewanne! Aber im Ernst: Helme sind natürlich vernünftig. Aber in den 90ern wurde gegen Mountainbikes geschossen, jetzt sind es die E-Velos. Neues scheint für einige erstmal gefährlich und vor allen regulierungsbedürftig zu sein.
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  • Kommentar von Beni Fuchs  (Beni Fuchs)
    Ganz einfach: Helmpflicht für Motorfahrzeuge (bis hin zum E-Trottinet) aber 'Freie Helmwahl' für Muskelfahrzeuge. Punkt.
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  • Kommentar von Beat. Mosimann  (AG)
    Velohelmplicht JA, die Unfallstatistik zeigt es, wir brachen diese Vorschriften, Verkehrsampeln, Kreiselverkehrsregeln J A leider brauen wir diese Vorschriften, nur Bussen brauchen wir nicht, dafür erwachsene Vorbilder:)
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