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Schweiz Herdenschutz 2.0: Schafe elektronisch schützen

Im Kanton Uri wird derzeit eine neue Anwendung für den Schutz von Herden getestet. Um vor dem Wolf und vor anderen Gefahren zu warnen, erhalten Schafe einen Sender. Machen mehrere Schafe etwa schnelle Bewegungen, wird Alarm ausgelöst. Vielleicht schützt sich das Schaf so schon bald von ganz selbst.

Legende: Video Hightech auf der Alp abspielen. Laufzeit 01:44 Minuten.
Aus Tagesschau vom 15.09.2016.

Auf einer Alp oberhalb von Andermatt wird derzeit neueste Technologie getestet. Schafe erhalten ein Halsband mit Sender. Dieser ermöglicht dem Hirten mithilfe des Computers oder des Smartphones zu sehen, wo die Schafe sind.

Blick auf einen Computerbildschirm: Die Position eines Schafs wird angezeigt.
Legende: Dank dem Sender kann der Hirte die Position einzelner Schafe stets auf dem Smartphone oder Computer ausfindig machen. SRF

Da es auf der Alp keinen Handyempfang gibt, wurde hierfür eigens ein neues Funk-Netz aufgebaut. Helfen soll die Technologie bei Nebel, wenn ein Schaf verloren geht oder – wenn der Wolf angreift.

«Sobald das Schaf reagiert, schnelle Bewegungen macht, wird mit einem Bewegungssender Alarm ausgelöst. Diesen erhält der Schäfer auf sein Handy und kann Massnahmen einleiten.», erklärt Thorsten Bogner, Geschäftsführer des Elektronik-Herstellers TECSAG.

Bogner zufolge soll künftig auch möglich sein, dass nach dem Auslösen des Alarms ein hochfrequenter Ton ausgestrahlt wird, welcher der Wolf nicht mag..

Neue Technologie wird begrüsst

Schafe könnten folglich bald mit Hightech geschützt werden. Dem Schäfer Ernst Vogel ist das recht: «Das Tierwohl ist, was wir auf der Alp wollen. Kann man dieses mit einem Sender verbessern, dann macht man das.»

Auch der Kanton Uri interessiert sich für das Projekt: «Wir sind sehr froh um dieses Projekt. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir im Bereich des Herdenschutzes Alternativen prüfen müssen», sagt Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind.

Noch ist das Projekt in der Versuchsphase. So ist der wachsame Herdenhund – zumindest im Moment – noch unverzichtbar.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Heim (Ursus)
    Ist ein gut abgerichteter Schutzhund nich besser?- Kosten diese Tiere durch Subventionen nicht schon genug?
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Schutzhunde können Tiere vor dem Wolf schützen, aber nicht vor Abstürzen, oder Verletzungen in steilem Gelände, wo sie dann eben oft elendiglich verenden, bevor sie überhaupt gefunden, oder gesucht werden. Als Ergänzung zum Schutzhund, finde ich es daher eine gute Sache. Jede Idee, welche Wölfe & Nutztiere schützt ist positiv.
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  • Kommentar von Martin Steffen (_ms)
    Na ja - da die Menschen ja bereits (fast) alle gechipt (Handy) und/oder anderweitig total überwacht sind, muss sich diese Versklavungs-Industrie zwangsläufig andere Wachstumsfelder erschliessen. Bin ja gespannt, wie sie es bspw. bei den Grashalmen, den Sandkörnern und den Wassertropfen anstellen - aber auch dafür haben sie ganz bestimmt schon bald auch Lösungen parat... Und da wären da ja auch noch die RFID gechipten Joghurts & Co...
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  • Kommentar von Pia Müller (PiMu)
    o.k. Idee gut - wenn der Schäfer dann wirklich reagiert !! Doch sonst gibt's ja Entschädigung vom Staat für das Schaf.
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