Herkunftsstempel für Feuerwaffen kommt

Der Bundesrat will besser zurückverfolgen können, woher Feuerwaffen kommen. Darum hat er Waffenhändlern eine Pflicht zur Importmarkierung auferlegt. Werden Waffen ab Mitte 2013 ohne diese in die Schweiz eingeführt, werden sie beschlagnahmt.

Eine kleine Waffe, von einer Hand gehalten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Es soll Klarheit darüber herrschen, woher eine Waffe stammt. colourbox

Waffenhändler müssen bei der Zentralstelle Waffen des Bundesamts für Polizei (fedpol) eine Markierungsnummer beantragen. Damit ihnen ausreichend Zeit zur Verfügung stehe, gelte die Markierungspflicht erst ab dem 1. Juli, teilte das fedpol mit.

Dank der Importmarkierung wird künftig ersichtlich, welcher Waffenhändler eine Feuerwaffe eingeführt beziehungsweise markiert hat. Die Waffenhändler können dann für weitere Abklärungen kontaktiert werden.

Die restlichen Anpassungen im Waffengesetz und der Waffenverordnung treten am 1. Januar in Kraft. Unter anderem muss die Zentralstelle Waffen eine Datenbank einführen, die «Datenbank über Markierungen von Feuerwaffen zur Rückverfolgbarkeit von Feuerwaffen (Darue)».

Schweizer Recht entspricht nun internationalem Recht

Mit dem revidierten Waffengesetz und der Waffenverordnung kann die Schweiz das UNO-Feuerwaffenprotokoll umsetzen. Das Protokoll soll die unerlaubte Herstellung und den unerlaubten Handel mit Feuerwaffen bekämpfen. Die meisten Bestimmungen hatte die Schweiz bereits früher umgesetzt, nun werden noch die restlichen Forderungen sowie das UNO-Rückverfolgungsinstrument im schweizerischen Recht verankert.