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Schweizer Hilfe für Griechenland
Aus HeuteMorgen vom 11.02.2020.
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Hilfe für Griechenland Schweiz will unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufnehmen

  • Die Schweiz will Griechenland bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise stärker unterstützen.
  • Das erklärte Mario Gattiker, der Staatssekretär für Migration, bei seinem Besuch in Athen.
  • Die Schweiz sei bereit, eine gewisse Zahl an unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen aufzunehmen, die in Griechenland gestrandet sind.

Das hat Staatssekretär Mario Gattiker bei seinen Gesprächen mit der griechischen Regierung bekräftigt, nachdem dies Bundesrätin Karin Keller-Sutter bereits vor zwei Wochen in Aussicht gestellt hatte.

«Wir werden die Dossiers positiv beantworten»

Jetzt seien die griechischen Behörden am Zug und müssten Dossiers von solchen Jugendlichen zusammenstellen, sagt Gattiker: «Wir werden diese Gesuche prüfen, sobald sie bei uns eintreffen – und die entsprechenden Dossiers dann auch positiv beantworten un die unbegleiteten Minderjährigen aufnehmen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.»

Zu den Voraussetzungen gehört, dass die Jugendlichen bereits Verwandte in der Schweiz haben. Gattiker geht davon aus, dass mehrere Dutzend Jugendliche diese Kriterien erfüllen und die Schweiz kommen könnten. Wie schnell dieser ganze Prozess abläuft, kann er aber nicht sagen.

Hilfe auch vor Ort

Daneben sei es aber auch wichtig, anderen jungen Flüchtlingen vor Ort, in Griechenland, zu helfen. «Wir sind überzeugt, dass diese Personen besonders vulnerabel und besonderen Schutz brauchen in Griechenland. Und deshalb beteiligen wir uns mit Überzeugung, finanziell aber auch mit Know-How in diesem Bereich», so Gattiker.

So unterstützt die Schweiz bereits ein Aufnahmezentrum für unbegleitete Mädchen, und heute wird Mario Gattiker mit einer griechischen Nicht-Regierungs-Organisation eine Vereinbarung unterzeichnen, wonach die Schweiz auch die Eröffnung eines solchen Zentrum für unbegleitete Knaben unterstützen wird.

Keine Vorgabe des Dublin-Abkommens

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  • Einfach so Asylsuchende umzuverteilen, ist in gemäss Dublin-Abkommen nicht vorgesehen.
  • Doch eine Passage in der Verordnung lässt die relativ unbürokratische Übernahme von minderjährigen Asylsuchenden bei familiären Verbindungen zu.
  • Die Schweiz bezieht sich bei Griechenland auf ebendiese Passage, wie es nach der Ankündigung von Bundesrätin Karin Keller-Sutter hiess.

Auch mit den griechischen Behörden will die Schweiz im Asylbereich verstärkt zusammenarbeiten.

Fachleute des Staatssekretariats für Migration wollen ihren griechischen Kollegen die Erfahrungen weitergeben, die die Schweiz mit den beschleunigten Asylverfahren in den Bundeszentren gemacht hat.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Claudia Beutler  (Claudia)
    Es ist wirklich peinlich in einem reichen Land wie die Schweiz, so ein Geschrei wegen ein paar Jugendlicher.
    Glauben diese Kommentatoren wirklich, dass ihnen deshalb irgendetwas fehlen wird?
    Was denn 1x weniger Kino , Essen gehen oder der nächste Flug nach Afrika zur Safari, weil man ja diese wunderschönes Natur sehen möchte.
    Wenn von Ihnen leiden wirklich Not? So peinlich
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    1. Antwort von Arthur Meili  (Arthur Meili)
      "Peinlich ist" alles verharmlosen. Reiche Schweiz, nur ein paar Jugendliche, etc. Typisch Menschenrechtler.
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  • Kommentar von Felix Stern  (Felix Stern)
    Die Staatssekretäre ziehen um die Häuser und verschwenden unser Geld.
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    1. Antwort von Claudia Beutler  (Claudia)
      Mein Geld sehe ich nicht verschwendet, wenn dafür den Kindern und Jugendlichen geholfen werden kann . Ausserdem ist die Griechen in der Flüchtlingssituation zu unterstützen.
      Diese Menschen fliehen vor Not Krieg ect. . Seinen Sie froh, dass sie nicht in dieser Situation sind. Sie haben nur Glück in der Schweiz zu leben.
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    2. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      Beutler: Sie haben immer die Möglichkeit, auf dem privaten Weg diesen Menschen zu helfen. Systemisch wird es schwieriger, da gelten Regeln, diese dürfen wir nicht ausser acht lassen. Und eine zunehmende Zahl der Bevölkerung kann nicht mehr von Glück reden, in der Schweiz zu reden. Ich rede über Leute, die dafür hart gearbeitet haben, in die Schweiz kommen zu können und hier Fuss fassen zu können. Auf dem legalen Weg. Das verdient Achtung, nicht Regelverstoss.
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  • Kommentar von Walter Schär  (Fakten)
    Oft kommt es vor dass sich erwachsene Migranten ohne Papiere als „Minderjährige“ ausgeben um beim Asylantrag bessere Chancen zu haben.
    In Zweifelsfällen bringt eine forensische Altersdiagnostik dann Klarheit über das wahre Alter des Migranten.
    Ich hoffe dass die Schweiz nur echte Minderjährige aus Griechenland aufnimmt.
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