Darum geht es: 10'000 Franken für jedes Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana, ob verstorben oder im Spital. 14 Tage nach dem Ereignis hat der Walliser Staatsrat diese Soforthilfe für die 156 Opfer und die Angehörigen beschlossen. Auch die Kosten für die Bestattung und die Rückführung werden vom Kanton übernommen. Zudem erhalten die Opfer vom Bund weitere je 50'000 Franken. Diese direkte finanzielle Unterstützung soll Opfern und Angehörigen helfen, damit sie nicht auf allen anfallenden Kosten sitzen bleiben. Etwa Lohnausfall, Fahrkosten zum Spital, Gerichtsgebühren. Seit Montag berät das Walliser Kantonsparlament nun das dazugehörige Dekret. Also das schriftliche Werk, das diese finanzielle Unterstützung nachträglich auf eine solide gesetzliche Basis stellt.
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Bild 1 von 20. Die Bar «Le Constellation» stand in Flammen. Die Einsatzkräfte wurden um ca. 01:30 Uhr alarmiert. Bildquelle: Screenshot / Social Media / X@Tyroneking36852.
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Bild 2 von 20. Was als Neujahrsfest über die Bühne gehen sollte, endete für viele in einem Drama. Bildquelle: Keystone / Kantonspolizei Wallis.
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Bild 3 von 20. Chaotisch zurückgelassene Stühle, angelaufene Scheiben, ein Turnschuh: So sah es im Innern der ausgebrannten Bar «Le Constellation» aus. Bildquelle: Keystone / Kantonspolizei Wallis.
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Bild 4 von 20. Im Rettungseinsatz standen 13 Helikopter, 42 Ambulanzen und 150 Sanitäterinnen und Sanitäter. Bildquelle: X / Osint World.
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Bild 5 von 20. Die Anteilnahme war gross: Ein Meer aus Kerzen war schon kurz nach der Brandnacht in Crans-Montana zu sehen. Bildquelle: Keystone / AP Photo / Antonio Calanni.
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Bild 6 von 20. Feuerwehrleute und Hunderte Menschen trauerten an der Gedenkstätte vor dem Unglücksort. Bildquelle: REUTERS / Umit Bektas .
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Bild 7 von 20. Es fand ein Trauermarsch in Crans-Montana statt. Bildquelle: Keystone / AP Photo / Antonio Calanni.
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Bild 8 von 20. Dabei waren auch die Feuerwehrleute. Auch sie sind betroffen. Bildquelle: REUTERS / Lisa Leutner.
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Bild 9 von 20. Bischof Jean-Marie Lovey begrüsste den Gemeindepräsidenten Nicolas Feraud am Gedenkgottesdienst. Bildquelle: Jean-Christophe Bott / Pool via REUTERS.
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Bild 10 von 20. Die Anteilnahme war gross. Viele brachten Kerzen, Blumen oder Andenken an die Opfer. Bildquelle: REUTERS / Umit Bektas.
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Bild 11 von 20. Auch Bundesrat Beat Jans reiste an den Unglücksort. Bildquelle: AP Photo / Baz Ratner.
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Bild 12 von 20. Nach der Brandkatastrophe war die Trauer in Crans-Montana gross. Bildquelle: REUTERS / Lisa Leutner .
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Bild 13 von 20. Menschen zollten den Opfern Respekt. Bildquelle: KEYSTONE / Jean-Christophe Bott.
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Bild 14 von 20. Der italienische Aussenminister Antonio Tajani (2. von links) hat Crans-Montana besucht. Links der Walliser Staatsratspräsident Mathias Reynard. Bildquelle: Keystone / EPA / GIUSEPPE LAMI.
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Bild 15 von 20. Die Ermittlungsarbeiten gingen währenddessen weiter. Bildquelle: Keystone / AP Photo / Baz Ratner.
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Bild 16 von 20. Bestattungsfahrzeuge standen vor dem Unglücksort. Bildquelle: KEYSTONE / Jean-Christophe Bott.
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Bild 17 von 20. Eine Vielzahl von Kriminaltechnikerinnen und -technikern war vor Ort, um die Ursache des Feuers zu ermitteln. Bildquelle: REUTERS / Denis Balibouse.
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Bild 18 von 20. Die Behörden sprachen an der ersten Medienkonferenz noch von «Dutzenden Verstorbenen». Bildquelle: Keystone / Alessandro della Valle.
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Bild 19 von 20. Die Rega setzte für die Versorgung und Verlegung von Brandopfern auch Ambulanzflugzeuge ein. Bildquelle: REUTERS / Pierre Albouy.
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Bild 20 von 20. Das Medieninteresse auch aus dem Ausland war gross. Bildquelle: SRF.
Dafür braucht es Kredite: Kredite braucht es einerseits für die finanzielle Unterstützung der Opfer von Bund und Kanton, andererseits für die kantonalen Behörden wie Staatsanwaltschaft und Polizei. Diese haben im Nachgang der Brandkatastrophe mehr zu tun. Insbesondere für die Staatsanwaltschaft ist ein Kredit von einer Million Franken vorgesehen, um unter anderem zusätzliche Stellen zu schaffen. Alles in allem muss das Kantonsparlament über Kredite in der Höhe von 11.8 Millionen Franken entscheiden. Einen grossen Teil davon haben die Opfer und die Angehörigen bereits erhalten.
Es gibt immer wieder Dramen, die weniger medienwirksam sind, die jedoch auf kollektive Gleichgültigkeit stossen.
Das gibt zu reden: Im Walliser Kantonsparlament herrscht zwar grossmehrheitliche Zustimmung zum Dekret und den Krediten. Nur die SVP Unterwallis hat Stimmfreigabe beschlossen. Grégory Logean (SVP) sagt, ein Teil der Fraktion lehne das Dekret zur Unterstützung der Opfer ab. «Dabei geht es um die heikle Frage der Gleichbehandlung: Es gibt immer wieder Dramen, die weniger medienwirksam sind, die jedoch auf kollektive Gleichgültigkeit stossen.» Für alle anderen Parteien im Kantonsparlament in Sitten ist klar: Dieses Dekret und diese Kredite sind nötig.
Es ist richtig, dass die Soforthilfen rasch und unbürokratisch ausbezahlt werden.
So betroffen ist das Kantonsparlament: Gut fünf Monate nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana ist die Betroffenheit im Parlament nach wie vor gross. «Wir sind alle tief betroffen und fassungslos von diesem tragischen Vorfall», sagt Romano Amacker (SVP Oberwallis). Graziella Collenberg (Neo) sagt, der Kanton sei bei einer solchen Krise verpflichtet, schnell und unkompliziert zu helfen: «Es ist richtig, dass die Soforthilfen rasch und unbürokratisch ausbezahlt werden.» Auch Noémie Constantin (SP) sagt, es sei nun die Aufgabe der Politik, das Notwendige zu tun, um den Opfern zu helfen. Sonia Tauss-Cornut (FDP) wiederum hofft, «dass diese Unterstützung einige materielle Sorgen in einer ohnehin schon derart schwierigen Zeit lindern wird».
So geht es weiter: Am Montag hat das Parlament erste Weichen gestellt und entschieden, über die Kredite zu diskutieren. Gegen Ende der Woche wird dann definitiv entschieden, ob es eine gesetzliche Grundlage für die finanzielle Unterstützung geben soll, die teilweise bereits ausbezahlt wurde.