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«Historischer Moment» Chancen für bezahlten Vaterschaftsurlaub steigen

  • Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) des Nationalrates unterstützt einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub.
  • Sie hat einem Vorstoss aus der zuständigen Ständeratskommission zugestimmt.
  • Es handelt sich um einen indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative für einen bezahlten Vaterschaftsurlaub, die vier Wochen bezahlten Vaterschaftsurlaub verlangt.
Baby hält Hand des Vaters.
Legende: Väter sollen mehr Zeit erhalten, um sich um ihr Baby kümmern zu können. Reuters

Kommissionspräsidentin Christine Bulliard (CVP/FR) sprach vor den Bundeshausmedien von einem historischen Moment: «Es ist ein Zeichen, dass wir mit der Zeit gehen.» Die Kommission habe den Startschuss gegeben, damit die Arbeiten sofort aufgenommen werden könnten.

Die WBK hatte über eine parlamentarische Initiative der Sozialkommission des Ständerats zu befinden. Dieser geht das Volksbegehren zu weit, weil die Kosten auf 420 Millionen Franken beziffert werden.

«Zum Nutzen der ganzen Familie»

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Die Initiative «Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie» ist im Juni 2017 eingereicht worden und fordert für Väter 20 Tage bezahlten Vaterschaftsurlaub, den diese flexibel und tageweise innert einem Jahr nach der Geburt beziehen können. Urheber sind die Organisationen Travail.Suisse, männer.ch, Alliance F und Pro Familia Schweiz.

Mit der Lösung der Ständeratskommission, der nun auch die Schwesterkommission zugestimmt hat, zeigten sie sich nicht zufrieden. Vier Wochen Vaterschaftsurlaub seien bereits ein Kompromiss, argumentierten sie.

Vorgesehen ist ein zweiwöchiger bezahlter Vaterschaftsurlaub innerhalb von sechs Monaten ab der Geburt. Er soll am Stück oder als Teilzeitreduktion, also auch tageweise, bezogen werden können. Finanziert werden soll der Vaterschaftsurlaub wie die Mutterschaftsentschädigung über die Erwerbsersatzordnung (EO).

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Brauchli  (Rondra)
    Ob die allenfalls auf EL angewiesenen Eltern, Grosseltern dieser Väter davon auch so begeistert sind?
  • Kommentar von Daniel Fuchs  (Daniel Fuchs)
    Was für ein Leerlauf... Zuerst die Forderung nach 2 Wochen die abgelehnt wurde, dann die Initiative und darauf ein Gegevorschlag für 2 Wochen im Prinzip von den gleichen die die erste Forderung nach 2 Wochen abgelehnt haben.
  • Kommentar von Stephan Roos  (SR)
    Was bekommen kinderlose Paare?
    1. Antwort von Samuel Röthlisberger  (S.Roethlisberger)
      Die brauchen das nicht. Als Vater weiss ich das.
    2. Antwort von Björn Respondek  (Björn2010)
      Kinderlose Paare bekommen von den Kindern anderer Paare später mal die Rente bezahlt und um das ermöglichen zu können, dürfen Paare mit Kindern Kita/Krippekosten von ca 30.000fr im Jahr in Kauf nehmen oder mit einem Gehalt auskommen, mal ganz zu schweigen von Kosten für Verpflegung, Kleider, Ausbildung, größere Wohnung, usw. Und je nach Kanton bekommt man dafür Kindergeld von ca 200fr im Monat. Aber genau, was bekommen kinderlose Paare?
    3. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Björn Respondek: Ich glaube kaum, dass man irgendwo Eltern findet, welche Kinder rein altruistisch zur Rentensicherung der Bevölkerung auf die Welt stelllen, sondern aus rein privaten Gründen. Damit dann da überhaupt mal Renten fliessen kosten Kinder ein paar Hunderttausend Franken an Ausbildungskosten und an die zahlen auch kinderlose Paare. Zudem, wer redet da nur von Kosten? Kinder stiften den Eltern auch Freude und dieser Nutzen entgeht freiwillig oder unfreiwillig kinderlosen Paaren.