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Legende: Video Folgen des Schweizer-Hitzesommers sind sichtbar abspielen. Laufzeit 01:00 Minuten.
Aus SRF News vom 23.02.2019.
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Hitzesommer 2018 So stark haben die Schweizer Wälder gelitten

Eine neue, noch unveröffentlichte Untersuchung zeigt: Überall in der Schweiz berichten Förster von Problemen, die durch die Trockenheit und Hitze des letzten Sommers verursacht wurden.

Der Hardwald in Birsfelden ist ein wichtiges Naherholungsgebiet direkt neben Basel. Die Waldbesucher treffen allerdings derzeit immer neue und grössere Lichtungen an. Der Grund: Wegen der Hitze des letzten Sommers müssen nun Hunderte von Bäumen gefällt werden. Sie sind abgestorben oder so dürr, dass sie eine Gefahr für die Jogger und Spaziergänger darstellen, da sie umstürzen oder deren Äste abbrechen können.

Umfrage bei allen Kantonen

Mit solchen Problemen haben praktisch alle Schweizer Förster zu kämpfen. Das zeigt eine Untersuchung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL. Diese hat Ende Jahr alle Kantone zu den Auswirkungen des Hitzesommers befragt. Die ersten Resultate, die SRF vorliegen, sind alarmierend: Von schweizweit 114 Forstkreisen haben 110 gemeldet, sie hätten in ihren Wäldern nun Probleme wegen der Dürre und Hitze. Das sind doppelt so viele wie im Vorjahr, als 54 Forstkreise Probleme meldeten.

Balkengrafik mit drei Säulen
Legende: Ende 2018 meldeten von insgesamt 114 Forstkreisen in der Schweiz 110 Probleme wegen der Trockenheit des letzten Sommers. In den beiden Jahren zuvor waren es nur 54 und 42 Forstkreise. SRF

«Am grössten sind die Probleme in der Nordschweiz, vor allem in den Regionen Basel, Zürich und Schaffhausen», sagt WSL-Forscher Valentin Queloz, der an der Untersuchung beteiligt ist. «Von den Baumarten sind vor allem Fichten und Buchen, aber auch Weisstannen und Föhren am stärksten betroffen.» Details kann das WSL aber noch nicht sagen, da die Untersuchung noch läuft. «Die Folgen des Hitzesommers zeigen sich zudem erst im Frühling definitiv, wenn die Bäume austreiben – oder eben nicht, weil sie abgestorben sein.»

Abgestorben nur wegen Trockenheit

Eine Beobachtung hat Valentin Queloz sehr erstaunt: «Besonders speziell ist, dass wir zum ersten Mal abgestorbene Bäume gefunden haben, bei denen es keine sekundären Schädlinge wie Pilze oder Insekten hatte, sondern die ganz alleine wegen der Trockenheit gestorben sind.»

Wie ausgetrocknet viele Bäume sind, zeigt sich auch im Hardwald in Birsfelden eindrücklich: Dort federn die Bäume, die gefällt werden, kein bisschen, wenn sie auf den Boden fallen, wie es sonst bei gesunden Bäumen der Fall ist. Vielmehr krachen die Kronen auf und brechen in sich zusammen.

Versuch mit südeuropäischen Bäumen

Da sich die Situation in den kommenden Jahren wegen des Klimawandels verschärfen dürfte, läuft in mehreren Schweizer Wäldern ein Versuch, auch im Hardwald. Dort wurden Bäume gepflanzt, die hier zwar heimisch sind, deren Samen aber aus südeuropäischen Ländern stammen. Diese Bäume sollen dann resistenter gegen Hitze sein, so die Hoffnung, und künftig dann die Lücken füllen, die durch das Roden entstehen.

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64 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Anpassung des Menschen an die Klimaveränderungen und damit dem endgültigen VERBOT - die NATUR vergiftende/zerstörende - des weiteren, tonnenweisen "Chemie-Missbrauchs" (Pestizide - Fungizide - Herbizide,...) durch die industrialisierte "Chemie-Landwirtschaft"!!
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  • Kommentar von Markus Baumann  (pierrotlunaire)
    So stark haben die Wälder gelitten - der Titel ist nicht korrekt. Wie stark die Wälder gelitten haben, kann erst dieses Jahr nach dem Austrieb im Frühling mit Sicherheit festgestellt werden. Sind grossflächig massenweise Bäume abgestorben, ist das erst nach dem Frühjahrs-Austrieb erkennbar. Für eine Bilanz ist es darum, nimmt man wissenschaftliche Massstäbe als Grundlage, schlicht noch zu früh.
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  • Kommentar von Christoph Egger  (Chrischi67)
    Es wäre besser endlich gegen die Klimaerwärmung entgegen zu halten als meridiane Bäume zu pflanzen.
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    1. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      Wahrscheinlich brauchts beides. Weil noch wenn wir uns sputen mit Massnahmen werden wir die Erwährmung bremsen oder bestenfalls stoppen. Rückgängig werden wir die bisherigen Veränderungen noch lange nicht machen.
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