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SIM-Karten: «Wofür bezahlt man da eigentlich?»
Aus Espresso vom 28.07.2020.
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Hohe Gebühren Riesige Preisunterschiede bei SIM-Karten

Ein Vergleich von Dschungelkompass zeigt: Bei SIM-Karten machen einige Anbieter die hohle Hand.

Bis vor wenigen Jahren hat man in den meisten Fällen jeweils 40 Franken bezahlt für die SIM-Karte, also für dieses kleine Kärtchen, das es braucht, um das Handy zu nutzen. Doch in letzter Zeit sind die Preise zum Teil stark gestiegen. Zeit für einen Preisvergleich.

Preistabelle
Legende: Dschungelkompass verglich für «Espresso» die aktuellen SIM-Karten-Tarife. Dschungelkompass

Bis zu 60 Franken

Für «Espresso» hat der Vergleichsdienst Dschungelkompass die aktuellen Preise (Stand Juli 2020) der Schweizer Telekom-Anbieter zusammengestellt. Während Prepaid-SIM-Karten unter dem Strich meist kostenlos sind, müssen Konsumentinnen und Konsumenten für Abo-SIM-Karten zum Teil immer noch tief in die Tasche greifen. So verlangen unter anderem etwa Salt, Sunrise, Yallo und Lebara fast 60 Franken für das Kärtchen. Bei Swisscom kostet die SIM-Karte 40 Franken.

Salt begründet den Preis mit «Kosten, die bei der Inbetriebnahme der SIM-Karte bzw. des Preisplans anfallen, einschliesslich Kosten für Logistik, Versand und Kundenidentifikation durch die Schweizerische Post bei der Zustellung». Anders als bei einer Prepaid-SIM-Karte müsse bei einem Abo zudem ein Kundenkonto eröffnet werden.

Preise «sind viel zu hoch»

Die Anbieter legen Wert auf die Feststellung, dass es sich nicht um den Preis der eigentlichen Karte handle. Swisscom schreibt, die 40 Franken deckten die Kosten, «die mit der Aufschaltung auf das Netz von Swisscom und der Kundenregistrierung» verbunden seien.

Ralph Beyeler vom Vergleichsdienst Moneyland hält diese Argumentation «für wenig plausibel». Denn auch bei Prepaid-SIM-Karten würden administrative Aufwände anfallen. Beyeler sagt, Prepaid-SIM-Karten seien deshalb gratis, weil «bei Prepaid-Kunden keine Zahlungsbereitschaft vorhanden ist», für die SIM-Karte zu bezahlen. Bei Abo-Kunden sei diese Zahlungsbereitschaft anscheinend vorhanden.

Oliver Zadori von Dschungelkompass hält die Preise für Abo-SIM-Karten für «teilweise sehr hoch». Man könne sich schon fragen, wofür man da eigentlich bezahle. «Allerdings muss man sich vor Augen halten, dass die Abo-Preise in den letzten Jahren sehr stark gesunken sind.»

Es geht auch gratis

Nicht alle Anbieter machen bei der SIM-Karte die hohle Hand: Beim Onlinehändler Digitec mit seinem Abo «Digitec Connect» beispielsweise kostet die SIM-Karte nichts.

Aber auch bei den anderen Anbietern lässt sich Geld sparen: Wer beispielsweise bei Sunrise das Abo online abschliesst, bezahlt ebenfalls keine Aktivierungsgebühr. Und bei UPC gibt es die SIM-Karte geschenkt, wenn man ein Abo von mindestens zwölf Monaten Dauer abschliesst.

Espresso, 28.07.2020, 08:13 Uhr

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Lars Benvenido  (Swisslars)
    Langsam weicht sich das Preisgefüge zum Glück auf. In der Zeit als sämtliche Anbieter exakt 40 Franken für die SIM Karte verlangten habe ich dies der WEKO als Vetstoss gegen das Kartellgesetz gemeldet. Weil es war eindeutig und offensichtlich. Antwort der WEKO, wir sehen keinen.Grund zum eingreifen und verfolgen die Situation. Fazit: Der kleine Mann darf abgezockt werden. WEKO greift nie ein wenn es um die grosse Lobby geht Auf Schweizerdeutsch; Sauhäfeli, Saudeckeli.
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  • Kommentar von Arnold Hunziker  (Chuchem)
    Alles Ausreden. Man kann bei allen Anbieter eine Prepaid Simkarte kaufen und dann in ein Abo umwandeln in diesem Fall fallen die 40 fr. weg. Also der selbe Aufwand wie bei einem neuen Abo und doch gratis. Was ist nun dereen Ausrede?
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  • Kommentar von Max Borer  (BorerMax)
    Salt Abo ist über handy-abovergleich.ch übrigens gratis.
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