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Schweiz Illegal von der Schweiz nach Deutschland

Die Zahl illegaler Grenzübertritte von Flüchtlingen aus der Schweiz nach Deutschland steigt an. Das hat die deutsche Bundespolizei in der Region Bodensee festgestellt. Nun will sie bei Konstanz eine Registrierungsstelle einrichten. Auch, um möglichst viele zurück in die Schweiz zu schaffen.

Legende: Video Illegale Grenzübertritte von der Schweiz nach Deutschland nehmen zu abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.08.2016.

Die Zahl der Flüchtlinge, die über die Schweiz nach Deutschland kommen, steigt nach Beobachtungen der deutschen Bundespolizei. In den Monaten April und Mai sind mehr als 750 Personen unerlaubt über die Schweiz nach Deutschland eingereist.

Da Flüchtlinge während der warmen Jahreszeit vermehrt die Fluchtroute über das Mittelmeer nach Italien benutzen, dürfte die Zahl unerlaubter Grenzübertritte aus der Schweiz noch weiter zunehmen. Noch nicht vollständige ausgewertete Zahlen des Monats Juli bestätigen diesen Trend.

Die deutschen Behörden wollen deshalb bei Konstanz eine Registrierungsstelle einrichten. Dort sollen die Migranten komplett erkennungsdienstlich behandelt werden. Mit Hilfe der Schweiz will Deutschland die Flüchtlinge so schnell wie möglich in die Schweiz zurückschaffen. Dafür muss allerdings nachgewiesen werden, dass die Flüchtlinge hierzulande bereits ein Asylgesuch gestellt hatten.

Verstärkte Zusammenarbeit

Neben Westafrikanern werden vor allem Eritreer aufgegriffen, bestätigt der Sprecher der Bundespolizei Konstanz Benjamin Fritsche. «Man mag es kaum glauben, aber wir haben viele unerlaubt eingereiste Personen, die sogar bis zur Dienststelle kommen, hier klingeln und ihr Asylbegehren vorbringen.»

Die Einreise erfolgt, häufig per Bahn oder Auto, meist mit der Hilfe von Schleusern, so Fritsche. Zielland sei nicht zwingend Deutschland, viele der Aufgegriffenen wollen weiter nach Norden.

Unterdessen haben die deutsche Bundespolizeiinspektion und das Schweizer Grenzwachtkommando Schaffhausen die Zusammenarbeit in der Region noch einmal verstärkt, wie Benjamin Frische erklärt. So gehen inzwischen täglich Grenzschützer beider Länder gemeinsam auf Streife. Dabei operieren die Einsatzkräfte diesseits und jenseits der deutsch-schweizerischen Grenze.

Aktuelle Zahlen

Illegale Grenzübertritte von der Schweiz nach Deutschland:

  • Juli 2015: 126
  • Juli 2016: 266
  • Erstes Halbjahr 2015: 560
  • Erstes Halbjahr 2016: 623

(Quelle: Bundespolizei Konstanz)

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53 Kommentare

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  • Kommentar von Ida Fischer (Ida Fiischer)
    Die viel gerühmte Medaille der offenen Grenzen hat eine Kehrseite. Grenzöffnungen erleichtern auch Armutswanderungen in erheblichem Maße. Unsere Artisten unter der Berner Kuppel sind ratlos verbunden mit evidenter Konzeptionslosigkeit. Es sind prägende Kriterien einer Politik des Wegschauens Verdrängens des Laissezfaire der vergangenen Jahrzehnte in Europa. Seit 9 11werden auf Lügen aufgebaute Kriege geführt die weiterhin immer mehr Menschen in die Flucht ins gelobte Europa treibt.
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    1. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      "Unsere Artisten unter der Berner Kuppel sind ratlos verbunden mit evidenter Konzeptionslosigkeit." Die SVP-Clowns wohl, die immer nur jammern und sich grossartig vorkommen.
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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    und jetzt noch Como. Wird das ein 2. Calais? Warten wir mal auf einen näheren Bericht von SRF.
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  • Kommentar von Heidy Rüegg (heidy70)
    Und woher kommen all die Illegalen die bei Basel täglich über die Grenze in die Schweiz kommen? Und das sind alles keine Flüchtlinge.
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    1. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Frau Rüegg, sie kommen aus Deutschland oder Frankreich. Ich nehme an (meine Vermutung) sie haben einen negativen Asylentscheid und waren untergetaucht. Jetzt versucht man es hier. Da die meisten Länder sie nicht zurücknehmen, müssten sie in das Land ihrer ersten Einreise, und das ist leider wieder Italien oder Griechenland. Aber wenn die CH auch keinen Asylantrag bewilligt, tauchen sie wieder unter und das Spiel beginnt wieder. Anscheinend sind jetzt viele in Como.
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