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Schweiz Im Alter weniger arbeiten: Die Post macht's vor

Der neue Gesamtarbeitsvertrag der Post enthält eine Besonderheit, die aufhorchen lässt. Ältere Mitarbeitende haben neu einen Rechtsanspruch darauf, ihre Arbeitszeit zu verringern.

Ein Briefträger im Winter
Legende: Postangestellte haben neu einen Anspruch darauf, im Alter ihre Arbeitszeit reduzieren zu können, wenn sie wollen. Keystone/Archiv

Unternehmen wie etwa die SBB überlegen derzeit, wie sie einen Teil ihrer Mitarbeiter auch über das Pensionsalter hinaus halten können, dies wegen des Fachkräftemangels. Die Post hingegen lässt Mitarbeitenden, die über 58 Jahre alt sind, die Wahl, ob sie ihr Pensum kürzen wollen.

Eine Vollzeitstelle kann dabei maximal auf 50 Prozent reduziert werden. Pensenkürzungen waren dort zwar früher schon einfacher möglich als bei anderen Unternehmen. Nun haben ältere Mitarbeitende aber gar einen Rechtsanspruch darauf.

Dies scheint zunächst überraschend. Das ist es aber nicht, wenn man weiss, dass die Post ihr Unternehmen in nächster Zukunft umbauen muss. In den Poststellen und im Briefversand braucht sie immer weniger Mitarbeitende.

Anspruch auf eine Pensenreduktion

Mit flexiblen Arbeitszeitmodellen kann das Unternehmen vielleicht später Kündigungen vermeiden. Allerdings muss man sich als älterer Arbeitnehmer gut überlegen, ob man sich eine solche Reduktion des Pensums leisten kann. Wer weniger lange arbeitet, muss den Lohnausfall und die Rentenkürzung selbst finanzieren.

Anders als bei den SBB, dort können Mitarbeiter, die körperlich Schwerarbeit leisten, ab 60 kürzertreten und bekommen finanzielle Einbussen von einer Stiftung teilrückerstattet.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Max Müller, Wangen
    Das ist sehr Vorbildlich von der Post. Können sich denn, die älteren MitarbeiterInnen, es sich auch finanziell leisten, die Arbeitszeit zu verringern? Zitat: Wer weniger lange arbeitet, muss den Lohnausfall und die Rentenkürzung selbst finanzieren.
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  • Kommentar von Claudia Keller, ZH
    Diese Zahlen sind sehr interessant. Was dabei nicht berücksichtigt wurde, ist die Anzahl Arbeitnehmer, die aus Drittweltländer "importiert" werden, um ganze Projekte zu bearbeiten. Sie leben hier auf kleinstem Raum, erhalten einen Hungerlohn – und reisen nach ein paar Monaten wieder aus. Firmenbosse haben sich längst Richtung Asien orientiert. Ihre Kinder lernen im Internat Chinesisch. Wer in der Schweiz arm ist, muss selber schauen, wo er bleibt.
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  • Kommentar von R.Kiener, Biel
    Alles gut und toll, aber es wird bereits jetzt an zu vielen Stellen gespart wo es nur geht ! Beispiel : ich als Geschäftskunde muss ich wie die zig. anderen wartenden Leute ein Ticket nehmen und warten und warten um dann endlich mein Geschäftspaket in Empfang nehmen zu können. Das nenne ich ein sehr schlechtes Zeichen resp. sehr schlechte Qualität gegenüber uns als Geschäftskunden ! Meine Forderung an die POST : Ich will eine prompte Abholung meiner Pakete, ohne langes warten !!!
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    1. Antwort von Martin T, Windisch
      Was ist denn bitte an einen Geschäftskunden-Paket wichtiger als bei den "zig anderen Wartenden"? Paket ist Paket. Bezahlen Sie denn als Geschäftskunde mehr für den Service der Post?
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    2. Antwort von Roger Suter, Sg
      und wenn eben nicht gespart wird sondern preise erhöht werden müssen weil ein extra schalter geöffnet sein muss, dann weiss ich, wer als erster seinen kommentar hinterlässt! offenbar bringen sie zu wenig umsatz als dass sie nen eigenen schalter bekommen. als stift war sowas meine sache die post zu hole / bringen!
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    3. Antwort von Charles Dupond, Vivis
      Die neofeudalen Anmassungen der Geschaeftskunden der privatisierten Exstaatsmonopole treiben je laenger je dollere Sumpfblueten. Das Staatsmonopol priorisierte den Buerger und seine Bewegungsfreiheit. Bei den gewinnsuechtigen Kunden ist die strikte Gleichbehandlung zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen viel wichtiger. Wenn alle Geschaeftskunden wieder nur von Montag bis Freitag von 8 bis 12 und 2 bis 6 abgefertigt wuerden, waere die Konkurrenz gleich wie wenn rund um die Uhr und den Kalende
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    4. Antwort von U.E.Romer, Zuerich
      Jammern auf sehr hohem Niveau!
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