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Freihandel für Agrarprodukte
Aus Tagesschau vom 04.06.2018.
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Im Freihandel tätige Bauern Schweizer Kühe fressen Gras für China

  • Agrarminister Johann Schneider-Ammann möchte Schweizer Bauern vom Freihandel überzeugen.
  • Damit stösst er grösstenteils auf Granit, wie heute in der Debatte im Parlament gesehen.
  • Einzelne Schweizer Bauern können sich durchaus anfreunden mit der Vision des Agrarministers

In Zürich-Seebach fressen Kühe Gras für China. Denn: Ihre Milch wird auch nach Fernost exportiert. Die Schweizer Milchhandelsorganisation Mooh brachte vergangenes Jahr knapp 5 Millionen Liter Milch, vor allem in Form von Käse, an den chinesischen Konsumenten. Vor vier Jahren entschloss man sich auf den neuen Absatzmarkt zu setzten.

«Wir haben auf die Karte China gesetzt, weil die Chinesen an die Schweiz glauben und ein sehr gutes Bild von der Schweiz haben. Swissness hat einen Wert», sagt René Schwager, Geschäftsführer der swissmooh. In China sei der Käsemarkt noch jung, als First Mover hätten sie damit eine Chance. Das Freihandelsabkommen biete ihnen dabei zusätzliche Unterstützung.

Die Zölle auf Käse haben sich mit dem von Schneider-Ammann durchgesetzten Freihandelsabkommen fast halbiert. Der chinesische Markt wächst stark, aber auf tiefem Niveau. Ein Prozent der Milchmenge der Milchgenossenschaft fliesst zurzeit nach China. Zu kaufen gibt es die Schweizer Milchprodukte in China via Onlineshop.

Freihandel als Gefahr

Es gibt aber auch Milchbauern, welche sich nicht nach China sehnen. Sie stören sich an den tiefen Milchpreisen. Mehr Freihandel, wie ihn der Bundesrat vorschlägt, sehen sie als Gefahr. «Für die Milchproduzenten wie für die Gesamtlandwirtschaft bedeute dies wesentliche tiefere Preise», so Martin Haab von der bäuerlichen IG für fairen Milchmarkt (BIG-M). Das hiesse, die Attraktivität der Produktion würde gesenkt und es würde wesentlich mehr importiert.

René Schwage versteht die Kritik, sagt aber, dass der Freihandel nun mal Realität sei, und man diesen auch als Chance sehen müsse. Und dort wo man Zugang zu neuen Märkten erhalte, diese Chance auch nützen sollte.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Der Auftrag jeder Landwirtschaft eines Landes, ist derjenige, die Bevölkerung zu ernähren, mittels einer nachhaltig öko-logischen LW und damit die Gesunderhaltung von "NATUR, TIER und Mensch" zu gewährleisten!!
    1. Antwort von Jürg Häusermann  (Ebenda)
      Aber nicht zu jedem Preis!
    2. Antwort von Michael Oppliger  (Ber(li)ner)
      ich kann ohne weiteres zustimmen, nur müssten wir Konsumenten dann aber auch konsequent CH Produkte kaufen. Und uns nicht hauptsächlich von Importprodukten ernähren (Tomaten aus Spanien, Avocado aus Mexiko etc..)
  • Kommentar von Ulrich Thomet  (UTW)
    Da wird die Milch von 15 Milchbetrieben nach China exportiert und schon wird der Exportmarkt schöngeredet. China investiert derzeit enorme Summen in den Aufbau einer eigenen, qualitativ hochstehenden, Milchwirtschaft.
    1. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Ja und? Es wäre trotzdem schön, wenn der eine oder andere Bauer aus seiner Subventionslethargie erwachen würde! Was man da gestern Abend so hörte war ein lächerliches Gewinsel von Ewiggestrigen! Milliardensubventionsempfänger empfinden die Welt als ungerecht und den Weltmarkt als Bedrohung, den gleichen Weltmarkt auf dem sie uns Konsumenten zumuten, das Geld für ihre teuren Produkte zu verdienen. Ein solches Verhalten ist nichts anderes als weltfremd!
  • Kommentar von Harald Buchmann  (Harald_Buchmann)
    Transparenz und strenge Regeln sind entscheidend. Schweizer Nahrungsmittelsicherheit hat in China enorm hohen Stellenwert und die Chinesen sind bereit, dafür einen sehr hohen Preis zu bezahlen. Natürlich sollte man verarbeitete Produkte verkaufen, die mehr Wert sind. Da ist wichtig, dass bei swiss made eben auch 100% oder 99% Schweizer Inhalt im Produkt ist, und nicht 51% gestreckt mit chinesischer Milch.
    1. Antwort von Jürg Häusermann  (Ebenda)
      Das kann ich nur bestätigen, bin seit 2 Monaten in China.