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Im Freihandel tätige Bauern Schweizer Kühe fressen Gras für China

Legende: Video Freihandel für Agrarprodukte abspielen. Laufzeit 02:32 Minuten.
Aus Tagesschau vom 04.06.2018.
  • Agrarminister Johann Schneider-Ammann möchte Schweizer Bauern vom Freihandel überzeugen.
  • Damit stösst er grösstenteils auf Granit, wie heute in der Debatte im Parlament gesehen.
  • Einzelne Schweizer Bauern können sich durchaus anfreunden mit der Vision des Agrarministers

In Zürich-Seebach fressen Kühe Gras für China. Denn: Ihre Milch wird auch nach Fernost exportiert. Die Schweizer Milchhandelsorganisation Mooh brachte vergangenes Jahr knapp 5 Millionen Liter Milch, vor allem in Form von Käse, an den chinesischen Konsumenten. Vor vier Jahren entschloss man sich auf den neuen Absatzmarkt zu setzten.

«Wir haben auf die Karte China gesetzt, weil die Chinesen an die Schweiz glauben und ein sehr gutes Bild von der Schweiz haben. Swissness hat einen Wert», sagt René Schwager, Geschäftsführer der swissmooh. In China sei der Käsemarkt noch jung, als First Mover hätten sie damit eine Chance. Das Freihandelsabkommen biete ihnen dabei zusätzliche Unterstützung.

Die Zölle auf Käse haben sich mit dem von Schneider-Ammann durchgesetzten Freihandelsabkommen fast halbiert. Der chinesische Markt wächst stark, aber auf tiefem Niveau. Ein Prozent der Milchmenge der Milchgenossenschaft fliesst zurzeit nach China. Zu kaufen gibt es die Schweizer Milchprodukte in China via Onlineshop.

Freihandel als Gefahr

Es gibt aber auch Milchbauern, welche sich nicht nach China sehnen. Sie stören sich an den tiefen Milchpreisen. Mehr Freihandel, wie ihn der Bundesrat vorschlägt, sehen sie als Gefahr. «Für die Milchproduzenten wie für die Gesamtlandwirtschaft bedeute dies wesentliche tiefere Preise», so Martin Haab von der bäuerlichen IG für fairen Milchmarkt (BIG-M). Das hiesse, die Attraktivität der Produktion würde gesenkt und es würde wesentlich mehr importiert.

René Schwage versteht die Kritik, sagt aber, dass der Freihandel nun mal Realität sei, und man diesen auch als Chance sehen müsse. Und dort wo man Zugang zu neuen Märkten erhalte, diese Chance auch nützen sollte.

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