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Neuste Umfrage-Ergebnisse Imker schlagen Alarm: Hohe Verluste an Bienenvölkern

Bienen im Flug vor dem Bienenstock.
Legende: Gut ein Fünftel der Bienenvölker haben den Winter nicht überstanden. Keystone / Archiv
  • Rund jedes fünfte Schweizer Bienenvolk ist im vergangenen Winter eingegangen, hauptsächlich wegen Schädigungen durch die Varroamilbe.
  • Weitere Völker waren zu schwach, um sich zu einem starken Volk zu entwickeln.

14 Prozent der Bienenvölker überlebten den Winter nicht. Das stellt der Bienenzüchter-Dachverband apisuisse auf Grund einer Umfrage bei mehr als 1000 Imkerinnen und Imkern in der Schweiz und in Liechtenstein fest. Für weitere knapp sieben Prozent der Völker waren Probleme mit der Königin das Todesurteil.
Damit lagen die Völkerverluste schlussendlich bei über 20 Prozent. Weitere knapp zehn Prozent der Bienenvölker waren im Frühjahr derart geschwächt, dass sie sich nicht mehr zu einem starken Volk entwickeln konnten, wie apisuisse am Donnerstag mitteilte.

Bekämpfung von Varroamilbe braucht Know-How

Legende: Video Die Bienenmörderin abspielen. Laufzeit 0:44 Minuten.
Aus SRF News vom 11.05.2017.

Nur noch etwa sieben von zehn Völkern standen somit im Frühling für die Bestäubung und die Honigernte zur Verfügung. Die Verluste dieses Winters gehören laut apisuisse zu den höchsten der letzten zehn Jahren. Von Kanton zu Kanton gebe es aber grosse Unterschiede.

Als wichtigste Ursache für das Bienensterben nennt apisuisse die Varroamilbe – sie zu bekämpfen, verlange grosse Fachkenntnisse von den Imkern. Für die Probleme mit Königinnen gebe es mehrere mögliche Ursachen, schreibt apisuisse. Die Forschung habe aufgezeigt, dass bestimmte Insektengifte eine bedeutende Rolle spielen könnten.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Roland Diener (Faltenwespe)
    Kurzer Film, reisserischer Titel und leider leider wieder viele Falschinformationen. Liebes SRF-Team verwechselt doch nicht Eigenschaften der Vespa Mandarinia (Japanische Riesenhornisse) mit den Eigenschaften der Vespa Velutina (Asiatische Hornisse). Also für die Panikmache zur Vespa Velutina seid Ihr sicherlich auf einem Podestplatz. Die Vespa Velutina greift Bienenvölker nicht in Gruppen an.
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  • Kommentar von Marlies Artho (marlies artho)
    Das Bienensterben ist ein Abbild (Spiegelbild) der Lebensweise von heutiger Gesellschaft. Man kann nur hoffen, auf einen Gesinnungswandel, im Umgang mit der Natur. Jetzt gelesen 600`000 Menschen waren im letzten Winterhalbjahr auf dem Titlis. Einfach wie immer, nur ein kleiner Denkanstoss.
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  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    Als intensive Beobachter der Flora u. Fauna – auch von kleinsten Lebewesen – stellen wir immer wieder fest, wie trostlos, monoton, verödet die öffentlichen u. privaten Grundstücke gestaltet sind. Anstatt die Grünanlagen zu blühenden Landschaften zu gestalten, z.B. mit blütenreichen Obstbäumen, Lindenbäumen, Brombeeren, Weissdorn, Klee u. zahlreiche weitere „Trachtpflanzen“ für Biene, Hummel u. Co. sieht man hauptsächlich kahlgeschnittene Grasflächen u. Hecken m. Geraden u. rechtem Winkel.
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