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Immobilienpreise Traum vom Eigenheim ist für viele ausgeträumt

  • Mietwohnungen werden wieder knapper, das Eigentum ist stärker gefragt denn je – und wird entsprechend teurer. Dies gemäss Daten des Bundesamts für Wohnungswesen (BWO).
  • Auch im Luxusbereich wird Wohneigentum immer noch teurer.
  • Das hat damit zu tun, dass sich während der Corona-Pandemie die Präferenzen der Wohnungssuchenden verändert hätten.
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Aus dem Archiv: Corona befeuert Immobilienpreise
Aus Tagesschau vom 16.02.2021.
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Zwar sei das Wachstum der Bevölkerung – einer der Haupttreiber der Nachfrage – besonders bei der Schweizer Bevölkerung so bescheiden wie noch nie ausgefallen. Und das Wachstum der ausländischen Wohnbevölkerung habe «im normalen Rahmen» gelegen, heisst es am Freitag. Dass sich die Preise trotzdem nicht entspannt haben, liegt den Experten des BWO zufolge an einer Änderung der Präferenzen im Zuge der Pandemie: Viele Menschen hätten sich eine grössere oder eine zweite Wohnung gesucht.

Auf dem Mietmarkt sei es im Jahr 2020 besonders im unteren Preissegment zu einer Verknappung gekommen, aber auch das mittlere und obere Segment sei betroffen gewesen. Vor allem in den Regionen Zürich und Zug, dem Arc Lémanique und im Grossraum Bern seien Mietwohnungen Mangelware. «Diese rasche Verknappung ist besorgniserregend», heisst es vom BWO.

Hohe Preise für Wohneigentum

Beim Eigentum habe sich die Lage indes kaum verändert, die Angebote seien weiterhin rar und das bei deutlich steigenden Preisen. Schuld hieran sei nicht zuletzt die schwache Bautätigkeit. «Ausser im Tessin gibt es kaum noch Orte, wo kapitalschwache Personen fündig werden können», heisst es hierzu.

Es seien vorwiegend Einzelpersonen, kinderlose Paare und ältere Menschen, die sich Wohneigentum leisten können. Zudem habe die Bedeutung von Vermögen zugenommen, was auch das steigende Alter der Käuferschaft erkläre. Für Familien sei die Situation mittlerweile «problematisch». Im Vergleich mit 1990 sei die Situation aber heute immer noch besser, denn damals waren sowohl Eigentum als auch Mietobjekte sehr knapp.

Starke Verteuerung im Luxussegment

Neben Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen bleibt aber auch das Luxus-Segment von höheren Preisen nicht verschont. Gemäss Daten des Beratungsunternehmens Fahrländer Partner stiegen die Preise im zweiten Quartal 2021 für Einfamilienhäuser um 1.5 Prozent, Eigentumswohnungen lagen bei plus 1.0 Prozent. Im gehobenen Segment legten die Hauspreise um 2.5 Prozent zu. Besonders heftig war im Vergleich zum Vorjahresquartal der Preisanstieg für Luxusobjekte, die um über 11 Prozent anzogen.

Bei den Regionen übernahm die Grossregion Genfersee mit einem Plus im zweiten Quartal von 2.2 Prozent fast die Führung, hinter dem Anstieg im Jura um 2.6 Prozent allerdings von einem tiefen Niveau. Als einzige der Grossregionen wies Basel einen Rückgang der Preise um 0.6 Prozent auf.

Gemäss Stefan Fahrländer vom Beratungsunternehmen Fahrländer Partner besteht die rege Nachfrage nach Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen aber trotz der Preisanstiege weiterhin. Und der Preistrend dürfte sich – wenn auch etwas verlangsamt – weiter fortsetzen.

SRF 4 News, 9.7.2021, 10:00 Uhr;

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63 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Seien wir doch einmal ehrlich bei immer weniger Boden ist das mi dem EFH eine unrealistische Schnapsidee, Eigenheim ja aber bitte im Stockwerkeigentum und in Verdichteter Bauweise und baut endlich mal in die Höhe, das spart Boden!
  • Kommentar von Marcel Lehmann  (Mike123)
    Sorry, aber irgendjemand aus der Politik sollte endlich mal die verantwortungslosen Notenbanker mit ihrer Geldflutung der Märkte und Strafzinsen auf Privatkonten stoppen.
    Das die Umverteilung des Vermögens und Enteignung der Sparer zur Freude der Wohlhabenden erfolgt, ist vermutlich der Grund, dass sich kein Politiker um dieses Problem kümmert.
    1. Antwort von Angela Doppelhofer  (AnDoHo)
      Wie wahr wie wahr!
    2. Antwort von Daniel Gion  (dgion)
      @Lehmann die Notenbank ist unabhängig von der Politik. Dies ist gut und wichtig. Oberstes Ziel ist u. a. die Stabilität der Währung. Eine "Geldflutung" hat bisher in der Schweiz nicht sattgefunden.
      Ihre Forderungen sind somit zum einen falsch zum anderen an die falsche Adresse gerichtet
    3. Antwort von Jürg Suter  (Sut)
      Herr Gion, genau dies stimmt so nicht, die Notenbank ist sehr wohl abhängig von der Politik. Wenn die USA oder die EU wieder mal Geld druckt, um den Zusammenhang ihrer Institution EU zu erreichen, muss auch die SNB mitziehen um sicherzustellen, dass der Schweizer Franken sich nicht verteuert.
      Die SNB ist im höchsten Mass abhängig von der internationalen Finanzpolitik.
  • Kommentar von Dominik Kessler  (dominikk)
    Hauptsache man mietet sich eine zweite Wohnung wegen Homeoffice. So bezahlen neu viele Bürger die Miete für den Arbeitsplatz. Als Folge werden Geschäftsräume sich leeren wodurch wir am Ende mit vielen leeren Büros und wenigen freien Wohnungen dastehen. Der Trend gefällt mir nicht...
    1. Antwort von rene merlo  (1802)
      Sie können sich ja in einen Büroraum einmieten; samt Klima- und Sprinkleranlagen, mindestens 3 bis 4 Toilleten und Lavabos, eigenem Aufzug direkt in Ihr neues 'Penthouse' und sicherlich mit Kaffemaschienen und Smoker Lounges ausgestattet. Vergessen wir auch in diesen Zeiten den vorhandenen Notausgang nicht. Ich bin mir ziemlich sicher, Sie finden was ganz günstiges auf dem Markt. Sie brauchen lediglich Ihr Bett zu zügeln, sofern keine Chilling-Lounge vorhanden sein sollte. Nutzen Sie die Chance!