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Implant Files Wie weiter nach dem Implantate-Skandal?

Legende: Video Implantat-Skandal – Wie weiter? abspielen. Laufzeit 07:19 Minuten.
Aus Puls vom 03.12.2018.

Pfuschende Ärzte, fehlerhafte Implantate, fragwürdige Prüfstellen, mangelhafte Behörden und vor allem: leidende Patienten. Der Medizin-Skandal «Implant Files» sorgt weltweit für Schlagzeilen und sorgt bei Menschen mit Implantaten für Verunsicherung: Ist mein Implantat in Ordnung? Wurde bei mir sauber gearbeitet?

Legende: Video «Bei fast zwei Prozent der Hüftimplantate ist nach einem Jahr eine Revison nötig, bei zwei Prozent der Knieimplantate nach zwei Jahren. Das sind enorme Kosten.» abspielen. Laufzeit 00:56 Minuten.
Aus Puls vom 03.12.2018.

Patientenvertreterin Erika Ziltener bestätigt auf Rückfrage der SRF-Gesundheitssendung «Puls», dass die Drähte bei den Patientenstellen nach der aktuellen Berichterstattung heiss laufen.

Gesundheitspolitikerin Bea Heim (SP) sieht sich in ihren Bemühungen bestätigt. Grundsätzlich ist die Zulassung und Überprüfung bei Implantaten viel lascher geregelt als bei Medikamenten. Das müsse sich ändern, fordert sie.

Legende: Video «Die Schuldfrage ist weniger interessant als die Frage, was nun zur Verbesserung der Patientensicherheit gemacht wird.» abspielen. Laufzeit 01:26 Minuten.
Aus Puls vom 03.12.2018.

Die Bemühungen der EU in dieser Richtung sieht sie kritisch. «Da hat sich einiges getan, aber nicht so viel wie die orthopädischen Gesellschaften Deutschlands zum Beispiel gefordert haben. Der Druck der Medtech-Branche auf den Europarat war zu gross.»

Legende: Video «Wir werden die neue EU-Regelung auf Bundesebene übernehmen, aber ob das reicht – da mache ich ein Fragezeichen.» abspielen. Laufzeit 00:46 Minuten.
Aus Puls vom 03.12.2018.

Welche Regelungen stattdessen nötig sind, ist für Sie klar: Eine bessere Qualität bei Hochrisikoimplantaten durch strengere Prüfvorgaben und eine bessere Meldekultur in den Spitälern sowie eine bessere Nachverfolgbarkeit der Produkte durch einen Implantateausweis für die Patientinnen und Patienten.

Legende: Video «Der Bundesrat ist gefordert, die Registerpflicht für sämtliche Hochrisiko-Implantate einzuführen.» abspielen. Laufzeit 00:42 Minuten.
Aus Puls vom 03.12.2018.

Die Verunsicherung auf Patientenseite ist gross. Nun nimmt die Politik den Ball wieder auf. Bea Heim hat an der Fragerunde des Bundesrates drei Fragen gestellt und erwägt je nach Antwort eine weitere Motion.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Silke Döding (Nordlicht)
    Was mir an den Kommentaren fehlt ist die Kritik an den Herstellern der Implantate. Es geht doch nicht um handwerkliches Missgeschick oder Patienten die zu alt sind, sondern um die systematischen Benutzung und Herstellung von Materialien für die Implantation die mangelhaft sind. Da hilft doch der beste Chirurg nicht, wenn das "Bauteil" welches er einsetzt Schrott ist. Das daran aber welche Geld verdienen zu Lasten der Gesundheit ist verwerflich.
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  • Kommentar von Franz NANNI (igwena ndlovu)
    2tens... Da wird aufgeschnitten,gesaegt gemessen gebohrt und ausgefeilt.. wieder zugenaeht.. und dann ist es am Patienten zu Heilen. Da spielt die Vertraeglichkeit der Prothese eine Rolle, jeder Koerper (Abwehrsystem) reagiert anders.. Diese Operationen sind seit Jahrzehnten Standart, bei staendiger Verbesserung der Prothesen, bei staendiger "Verschlechterung" der Patienten.. weil hoeheres Alter im Durchschnitt = hoehere Risiken. Ich spreche ausschlieslich von Hueft- und Knieprothesen!
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  • Kommentar von Franz NANNI (igwena ndlovu)
    Man muss sich im Klaren sein, es gibt sehr bewaehrte Produkte, sie muessen nur benuetzt werden.. (teuer) und es gibt gute Handwerker.. (Chirurgen) ja, weil das Setzen einer Prothese ist pures Handwerk, mit allen Moeglichkeiten Fehler zu begehen.. dann werden Patienten oft zu spaet operiert, oder die Knochenstruktur ist poroes (Osteoporose) normal im Alter...
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    1. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Ja, so ist das F.Nanni. Der Mensch ist schliesslich kein Auto, an dem einzelne Teile einfach ausgewechselt werden können. Das übersieht der Mensch geflissentlich. Ein "Restrisiko" trägt immer der Patient selber - es gibt niemals eine Garantie, nur Erfahrungswerte.
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