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Stellenabbau bei SRF
Aus Echo der Zeit vom 06.10.2020.
abspielen. Laufzeit 03:04 Minuten.
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In eigener Sache SRF muss Stellen abbauen

  • Schweizer Radio und Fernsehen wird bis 2022 aufgrund rückläufiger Werbeeinnahmen sowie der laufenden Transformation voraussichtlich 211 Vollzeitstellen streichen.
  • Gleichzeitig sollen im Zusammenhang mit dem Ausbau neuer digitaler Angebote 95 neue Stellen geschaffen werden.
  • Auch im Programm von SRF wird es zu Anpassungen kommen.

Bereits vergangene Woche wurde bekannt, dass die SRG, zu welcher SRF gehört, bis 2024 nochmals rund 50 Millionen einsparen muss. Aufgrund der rückläufigen Einnahmen aus Werbung und Sponsoring wird SRF bis 2022 nochmals 16 Millionen Franken sparen müssen, wie SRF-Direktorin Nathalie Wappler an einer Personalinformation erläuterte.

Der Stellenabbau werde über natürliche Abgänge und frühzeitige Pensionierungen erfolgen, es werde aber auch zu Entlassungen kommen, wie Wappler sagte. Gemäss heutiger Planung führen die für SRF nötigen Einsparungen bis im Jahr 2022 zu einer Reduktion von 116 Vollzeitstellen – von heute 2292 Vollzeitstellen auf 2176 Vollzeitstellen.

SRF rechnet mit Entlassungen

Der Abbau beträgt jedoch insgesamt 211 Vollzeitstellen, weil SRF gleichzeitig 95 neue Stellen schaffen will. «Diese neuen Berufsbilder und Kompetenzen brauchen wir dringend, wenn uns die Transformation gelingen soll», so Wappler. Daneben seien 100 Umschulungen vorgesehen; das nötige Weiterbildungsbudget sei bereitgestellt. Der Abbau wird in zwei Etappen erfolgen: 66 Stellen sollen im Januar 2021 abgebaut werden, 145 Stellen im Herbst 2021.

Natürliche Fluktuation und (Früh-)Pensionierungen sollen Entlassungen so weit wie möglich verhindern – dennoch muss SRF mit 25 Kündigungen in der ersten und 95 Kündigungen in der zweiten Etappe rechnen.

Die heute präsentierten Pläne zum Stellenabbau gelten unter Vorbehalt eines Konsultationsverfahrens. Die SRG sieht in Absprache mit ihrem Sozialpartner zusätzlich zum Sozialplan spezielle Begleitmassnahmen im Bereich der beruflichen Umschulung und der freiwilligen Frühpensionierung vor.

Anpassungen im Radio- und TV-Programm

Auch im Programm von SRF wird es zu Anpassungen kommen. Im linearen Programm will SRF die Mittel noch stärker auf die Hauptsendezeiten konzentrieren. Die TV-Sendung «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» wird im kommenden Sommer durch andere ähnliche Formate ersetzt.

Ausserdem sieht SRF im Sommer- und Feiertagsprogramm weniger Neuproduktionen vor. Im Rahmen der bereits kommunizierten Reduktion von Übertragungen externer Veranstaltungen werden auch das Basel Tattoo und das Zirkusfestival Monte Carlo nicht mehr übertragen. Im Radio verzichtet SRF auf die Sendungen «Zwischenhalt», «Blickpunkt Religion» und «Morgengeschichte». Verändern wird sich auch das Literaturangebot bei Radio SRF 2 Kultur: Die Sendung «52 beste Bücher» wird im nächsten Jahr abgelöst durch ein ganzheitlich neu aufgestelltes Literaturangebot.

SRF 4 News, 6.10.2020, 12 Uhr;

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50 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Pierre Schibich  (spectator)
    Noch spannender wirds, wenn 2021/22 Radio SRF UKW abschaltet und nur noch im DAB+-Format sendet, obwohl noch längst nicht alle Wohnungen Empfang haben. Offenbar fehlen noch ein paar tausend DAB+-Antennen. Ich selber behelfe mich mit einem Internet-/DAB+-Radio-Adapter und WLAN, da ich meine Hifi-Anlage nicht ins Büro stellen möchte und ohne TV-Gerät im Wohnzimmer die Radio-/Fernsehbox von Swisscom (kein Display!) gar nicht einrichten kann. Frau Wappler, es gibt noch viele wichtigere Baustellen!
  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    Die allgemeine Haltung "SRF muss bei Sendern/Sendungen sparen welche ich persönlich nicht mag", halte ich für typisch und ziemlich egoistisch. Ich z.B. stehe nicht auf Fenster zum Sonntag und SRF-Musigwälle. Das ist aber noch lange kein Grund diese gleich einstampfen zu wollen. Wer Spass daran hat, dem/der sei dies von Herzen gegönnt. Zumindest so lange mir meine bevorzugten Sendungen/Sender Eishockey, Motorsport und Radio SRF3 ebenfalls gegönnt werden... ;-))
  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    Fühle mich erinnert an eine Diskussion in der reformierten Kirche: da wurde gesagt: jetzt geht endlich auf die Jungen los mit neuen Formaten. Die Jungen müsst Ihr gewinnen. Die Alten sind ja sowieso da, da braucht ihr euch nicht mehr kümmern, die bleiben. Also ich meine: gerade heute, wo viele "Risikos" sich zurückziehen zum Schutz von sich und anderen ist es wichtig, auch noch "alte" Formate, die zu Hause wichtig sind zu halten, oder gar (was z.B. Radio betrifft) gezielt zu erweitern.