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Jahresbericht des NDB Russische Agenten verbreiten «Fake News»

  • Die Anzahl Fälle, bei denen der Nachrichtendienst im letzten Jahr zu Massnahmen griff, bewegt sich im erwarteten Rahmen.
  • Die Behörde hat jedoch eine neue Art der Bedrohung ausgemacht; sogenannte Beeinflussungsoperationen aus Russland.
  • In welchen konkreten Fällen die Schweiz Opfer solcher Operationen geworden ist, schreibt der Nachrichtendienst nicht.
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Nachrichtendienst nutzt neue Überwachungsmassnahmen
02:13 min, aus Rendez-vous vom 30.04.2018.
abspielen. Laufzeit 02:13 Minuten.

Seit dem 1. September des vergangenen Jahres hat der Nachrichtendienst eine ganze Palette von neuen Möglichkeiten zur Beschaffung von Informationen zur Verfügung. Und er nutzt sie auch: Bis Ende Dezember habe man im Rahmen von vier Operationen insgesamt 40 solche Massnahmen eingeleitet, heisst es im heute veröffentlichten Lagebericht des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB).

Zweimal sei es dabei um Terrorismus gegangen, zweimal um verbotenen Nachrichtendienst, also Spionage. Konkreter wird der Nachrichtendienst nicht.

Etwa so viel Fälle wie erwartet

Vier Fälle in vier Monaten entspricht in etwa den Erwartungen. In der Botschaft zum neuen Nachrichtendienstgesetz hatte der Bundesrat von rund zehn Fällen pro Jahr gesprochen, wobei pro Fall mehrere Massnahmen denkbar seien.

Die Zahl von vier Fällen zeige die fokussierte Anwendung der neuen Instrumente auf die schwersten Bedrohungen, schreibt Verteidigungsminister Guy Parmelin im Vorwort zum Lagebericht.

Im gleichen Vorwort weist der Bundesrat auf eine neue Bedrohung hin, die erstmals auf den Radar des Nachrichtendienstes geraten sei: sogenannte Beeinflussungsoperationen, von denen auch die Schweiz nicht verschont bleibe.

Operationen russischer Beeinflusser

Vor allem Russland sei hier aktiv, indem sogenannte «Einflussagenten» eingesetzt würden. Diese würden nicht primär für die Beschaffung, sondern für die Verbreitung von Informationen eingesetzt, heisst es im Bericht.

Dabei würden geschickt Fakten, Falschinformationen und Meinungen miteinander vermischt. Dies könne etwa dazu dienen, missliebige Personen oder Organisationen zu diskreditieren. Die Zielgruppen würden dabei oft gar nicht erkennen, dass sie im Fokus einer Beeinflussungsoperation stünden.

In welchen konkreten Fällen die Schweiz Opfer solcher Operationen geworden ist, schreibt der Nachrichtendienst nicht.

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36 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Renevey  (weissdassichnichtsweiss)
    Ich hab mich fast totgelacht. Die Russen sind bestimmt keine Engelchen. Aber nur diese als Fake Newsler zu betiteln, ist schon allerhand. Und das von scheinbar unabhängigen, neutralen, der Wahrheit verpflichteten Medien? WOW!!
  • Kommentar von Urs Dupont  (udupont)
    Hm .... Fake News .... falsche Fakten etc., das ist doch auch bei uns seit Jahrzehnten die Methode wie Politiker und Wirtschaftsführer ihre Eigen- und Lobbyinteressen versuchen durchzusetzen und den Stimmbürger manipulieren. Abstimmungen über die PFZ, die Erbschaftssteuer etc. lassen grüssen, das geht auch ohne Fb, ganz traditionell mit Plakatwälder und grosse Inserate.
  • Kommentar von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
    Jedenfalls hat sich die Medial aufgebauschte Geschichte vom Einfluss Russlands auf die US-Wahlen als reine Lüge entpuppt, das Steel-Dossier eine Auftragsarbeit der Demokraten, im Wissen des FBI (!), welches gegen Trump eingesetzt wurde usw.
    1. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Das Dokument zur Diskreditierung dieses Dossiers, der Autor hiess übrigens Steele, wurde von einem Rep verfasst. Entweder man ist beiden Seiten gegenüber kritisch oder tut nicht so als wäre man Objektiv und gut informiert.
    2. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      @M. Koller: Es wurden verschiedene Dokumente verfasst, auch von Reps, ja. Fakt ist, das Steel-Dossier gegen Trump ist eine Auftragsarbeit der Demokraten, dazu gibt es nun wirklich genug Belege - nicht nur von einem von einem Rep. verfassten Dossier! Verfolgen Sie die Geschichte z.B. auf zeroherdge, consortiumnews u.a. Deutschsprachige Medien sind ungeeignet, um sich Klarheit zu verschaffen.
    3. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Diese Seiten sind auch nicht gerade ausgewogen und objektiv. Wenn man die MSM kritisiert für Einseitigkeit, sollte man nicht auf Seiten ausweichen, welche sicherlich keinen Deut besser sind. Es ist halt schon so, dass die Meisten sich Ihre News dort holen, wo sie die eigene Meinung vertreten sehen.