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Silvesterpartys trotz Omikron?
Aus 10 vor 10 vom 30.12.2021.
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Jahreswechsel mit Omikron Silvesterpartys: Die Veranstalter stehen vor einem Dilemma

Veranstaltungen sind erlaubt, Ausfallsentschädigungen gibt es keine. Ob die Leute tatsächlich kommen ist aber ungewiss.

Die neue Virusvariante Omikron füllt die Schweizer Spitäler, die Lage zur Jahreswende ist angespannt. Die Corona-Taskforce des Bundes zeigte sich anfangs Woche besorgt: Clubs schliessen oder Silvesterpartys absagen standen als mögliche Massnahmen im Raum. Umgesetzt wurde das vom Bundesrat bisher nicht, noch darf also gefeiert werden. Für die Veranstalter von Silvesterpartys eigentlich gute Neuigkeiten, könnte man meinen.

Unsicherheit bei den Veranstaltern

Doch die Ausgangslage schafft vor allem viel Unsicherheit. Ist es vor dem Hintergrund der hochansteckenden Omikron-Variante zu verantworten, eine Feier mit vielen Leuten auf die Beine zu stellen? Und: Kommen die Gäste überhaupt? In Clubs und Bars gilt 2G+, die Gäste müssten also doppelt geimpft und zusätzlich geboostert oder getestet sein. Das und die Gefahr sich trotz Schutzmassnahmen anzustecken, dürfte den einen oder anderen Partywilligen vom Feiern abhalten.

Das zeigt uns, dass die Leute Fragezeichen haben.
Autor: Peter Stadler Geschäftsführer Schifffahrtsgesellschaft Basel

Das spürte auch die Basler Schifffahrtsgesellschaft. Der Vorverkauf der Tickets für ihre Silvestergala verlief schleppend. «Das zeigt uns im Vergleich zu anderen Jahren, dass die Leute Fragezeichen haben», sagt Geschäftsführer Peter Stadler. Man wisse schlicht nicht, was als Nächstes komme. Nach der Einführung einer Masken- und Sitzpflicht für Basler Gastronomen sagt Stadler seine Feier anfangs Dezember ab. Das Problem dabei: Erwerbsausfälle kann er nirgends geltend machen. Denn Partys sind nach wie vor erlaubt. Einkünfte wird er diesen Silvester deshalb keine haben.

Feiern trotz Bedenken

Nicht vom Feiern abhalten lassen möchte man sich dagegen in der Sandoase in Basel. An die Party morgen sollen ein paar hundert Leute kommen – trotz Planungsunsicherheit und ständig ändernder Massnahmen.

Man ist Ablassventil für die Leute, die Party machen wollen
Autor: Urs Pozivil Geschäftsführer Sandoase Basel

Geschäftsführer Urs Pozivil blendet gesundheitliche Bedenken nicht aus, sieht sich aber auch der Gesellschaft verpflichtet: «Man ist Ablassventil für die Leute, die Party machen wollen.»

Dass dabei die gesundheitliche Verantwortung auf der Strecke bleiben könnte, lässt Alexander Bücheli von der Schweizer Bar und Club-Kommission nicht gelten. Mit Kontaktdaten, Impfung und negativem Testergebnis müssten extrem hohe Schutzmassnahmen umgesetzt werden. «Es handelt sich um einen sicheren Ort, so sicher wie ein Ort nur sein kann», ist Bücheli überzeugt. Und die Leute würden sich sonst einfach privat treffen, häufig ohne Schutzkonzepte, das sei nicht besser für die epidemiologische Lage.

Dennoch scheint die Unsicherheit bei vielen Veranstalter zu überwiegen – denn in diesem Jahr gibt es nur etwa halb so viele Silvesterpartys wie vor der Pandemie. Die Wirtschaftlichkeit ist für viele schlicht nicht gegeben. Für diejenigen, die an ihrer Party festhalten, bleibt nur die Hoffnung, dass sich nicht alle Gäste die Feierlaune haben verderben lassen.

10vor10, 30.12.2021, 21:50 Uhr

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50 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Liebe Community, wir schliessen nun die Kommentarfunktion. Wir wünschen einen guten Start ins neue Jahr. Vielen Dank, dass ihr uns durch das Jahr 2021 begleitet habt. Wir freuen uns sehr darauf, euch auch im 2022 mit News zu versorgen.
  • Kommentar von Andi Raschle  (aras)
    Ein Dilemma gibt es vor allem für die Menschen und weniger für die Organisatoren von Events, denn die Regeln sind klar definiert. Ich würde mir einfach wünschen, dass wir uns darauf besinnen, was Hr. Hauri schon gesagt hat: Schreckenszenarien helfen uns nicht weiter. In Staaten wie UK hat Omicron bereits übernommen (>95% der neuen Fälle) und das nicht erst seit gestern. Die Hospitalisationen nehmen weit weniger zu als befürchtet. Man darf auch mal das Glas als halbvoll betrachten...
    1. Antwort von Daniela Langenauer  (Daniela L.)
      Ja, ich bin auch sehr froh, die Impfungen scheinen Hospitalisationen gut zu verhindern ! 2022 fängt damit schon mal SEHR gut an.
      Ihnen Allen ein glückliches und gesundes 2022 !
    2. Antwort von Andi Raschle  (aras)
      Frau Langenauer: Auch ich wünsche Ihnen und allen Menschen ein glückliches 2022 und das uns allen wieder eine zuversichtliche Zukunft bevorsteht. Vielen Dank an alle die noch immer an einem Meinungsaustausch interessiert sind, auch wenn die Meinungen manachmal auseinandergehen.
    3. Antwort von Franziska Wagner  (Cesca)
      Liebe Frau Langenauer und lieber Herr Raschle, von Herzen auch Ihnen beiden alles Gute fürs neue Jahr. Und das Glas ist auch bei mir tatsächlich halbvoll - Prosit Neujahr ;-)
  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    Auch für uns (plus/minus 80) braucht es einiges an Umplanen (obwohl 3/3Geimpft). Wir schätzen wieder neu AHA plus Lüften (bzw. HAM Zitat Schär). nach diversen, je eigenen Spaziergängen im "vom Eise befreit sind Strom und Bäche" haben wir eine Telefonkonferenz vorbereitet mit Wunschmusik-Austausch. Dabei hoffen wir (für uns und v.a. alle Tiere), dass die Quartiere nicht zum "Ablassventil für die Leute, die Party machen wollen" werden und geknallt wird; quasi: des "Pudels Kern" es Ohr ab!
    1. Antwort von Franziska Wagner  (Cesca)
      Liebe Frau Meili, ich wüsche Ihnen alles Liebe und einen guten Start ins neue Jahr. Auch im Namen unserer Haustiere wünsche ich mir möglichst wenig Knallerei - wir richten uns auf einen gemütlichen Abend im kleinen Kreis ein, geboostert und getestet.