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Die Jugendarbeit in Baden hat ihre Aktivitäten ins Internet verlegt
Aus Rendez-vous vom 25.01.2021.
abspielen. Laufzeit 03:47 Minuten.
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Jugendarbeiter im Internet Die Jugendarbeit verlagert sich in den virtuellen Raum

Sich draussen bewegen, anstatt daheim am Computer sitzen. Sinnvolle Freizeitaktivitäten unternehmen, anstatt den Nachmittag vor der Spielkonsole verbringen. Dazu soll die Jugendarbeit junge Menschen bewegen.

Corona verändert allerdings auch diesen Bereich. Die Kontaktbeschränkungen sind für die Jungen schwierig. Die Jugendtreffs sind zwar geöffnet - aber nur unter den bekannten Auflagen. Darum organisiert etwa die Jugendarbeit in der Region Baden Online-Gaming-Turniere. Die Jugendlichen spielen daheim auf ihren Spielkonsolen gegeneinander.

Den Kontakt nicht verlieren

Es gehe dabei in erster Linie darum, den Kontakt zu den Jungen nicht zu verlieren, erklärt André Bürkler, Leiter der Fachstelle Jugendarbeit Region Baden: «Wir versuchen, möglichst viele Angebote zu machen. Dieses Online-Turnier ist nur ein Beispiel. Es gibt auch Online-Mädchentreffs oder Beratungen via soziale Medien.» Es sollen möglichst viele Zielgruppen angesprochen werden.

Digitale Schnitzeljagd in Glarus

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Die Offene Jugendarbeit in Glarus musste wegen Corona alle Anlässe absagen. Als Alternative hat sie nun digitale Schnitzeljagden organisiert, in jeder der drei Glarner Gemeinden. Die jugendlichen Teilnehmenden werden auf ihrem Smartphone draussen zu virtuellen Posten geführt.

Bei den Koordinaten erscheinen die Inhalte automatisch auf dem Bildschirm. Dort müssen etwa Rätsel gelöst werden oder es gibt etwas zu erleben. So will die Jugendarbeit der Gemeinden die jungen Leute nach draussen bringen. Nutzen können das Angebot aber alle, nicht nur die Jugendlichen.

Mit solchen Angeboten behält die Jugendarbeit auch jene Jugendlichen im Auge, welche in Zeiten von Corona Hilfe benötigen. Das Online-Turnier etwa sei nur ein Anfang, so Bürkler. Aussagen beim Turnier könnten Anknüpfungspunkte sein, um im Anschluss mit einem Jugendlichen Kontakt aufzunehmen und über Probleme zu sprechen.

Jugendliche leiden vermehrt unter der aktuellen Situation. So fehlen Treffpunkte und Freiräume. Die Jungen fühlten sich daheim eingeengt – etwa, weil auch die Eltern immer im Homeoffice sind. Das Online-Angebot der Jugendarbeit in der Region Baden kommt bei den Jugendlichen daher gut an. Die digitalen ersetzen die echten Treffen allerdings nicht. Game-Turniere seien kein Ersatz für die Kontakte im Jugendtreff vor Ort, meint etwa der 16-jährige Till.

Rendez-vous, 25.01.2021, 12:30 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Ich denke, das Problem ist nicht die fehlende Beschäftigung, sondern die übermässige Durchorganisiertheit als Grundlage. 2x/Wo. in den Fussballclub, 1x ins Jugendtreff und zum Psy. Alles nach Terminkalender. Da fehlte den Jungen komplett die Kreativität, ihre eigene Freizeit selber und spontan zu gestalten. Sie haben es verlernt, mit sich selber zu beschäftigen.
  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Wie wären die Menschen wohl von vor 60 Jahren mit der Isolation einer Pandemie umgegangen? Keine Treffen, weder physisch noch online. Lediglich Radio, Festnetztelefon und TV mit 4-5 Sendern. Bei Radio und TV noch keine 24 Stunden Berieselung. Schwer vorstellbar, wie es uns Menschen damals gegangen wäre. Vielleicht besser, vielleicht schlechter, wer weiss.
    1. Antwort von Vale Nipo  (VNxpo)
      Heute sind die Anforderungen durch den Leistungsdruck, auch aufgrund der Digitalisierung, an die Jugendlichen viel höher als früher. Auch geistige Arbeit kann einem zum Limit bringen und daher sind wir und auch ich auf die Unterstützung solcher Institutionen angewiesen.
    2. Antwort von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
      Mein Kommentar ist weder despektierlich noch abwertend gemeint. Es ist lediglich eine Feststellung wie sich die Zeiten geändert haben und wie wir heute von den Medien abhängig sind. Es gibt viele Menschen, Jugendliche und Erwachsene, die können sich ohne Handy oder Internet schwer beschäftigen. Jede Generation hat ihre Probleme und es bleibt uns nichts anderes übrig als damit lernen umzugehen.
    3. Antwort von Vale Nipo  (VNxpo)
      Mein Kommentar ist nur kritisch, was auch der Sinn einer Rezension ist. Das Argument, dass sich heutige Kinder nicht mehr mit anderem als Handy und Computer beschäftigen könne zieht jedoch schon lange nicht mehr. Auch die Erwachsenen kommen nicht mehr ohne aus und daraus lässt sich schliessen, dass diese digitalen Strukturen einer globalen Kultur unterliegen. Ein Kulturgut lässt sich nur schwer auflösen, da es an die Konformität der Menschen in Gruppenverhältnissen gebunden ist.
    4. Antwort von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
      Bitte lesen Sie meinen Text korrekt. «Es gibt viele Menschen» bedeutet nicht alle und schon gar nicht alle Kinder. Ich habe nirgends geschrieben, dass ich irgend ein digitales Kulturgut auflösen möchte. Ich habe lediglich gefragt, wie die Menschheit von vor 60 Jahren mit dieser Isolation umgegangen wäre, ohne die heutige Möglichkeit der Medien. Zu Ihrer Info: familienleben.ch: «7 bis 8,5% der Jugendlichen zeigen in ihrer Internetnutzung ein problematisches Verhalten; 11,5% ein risikohaftes»