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Bericht über die Beschaffung von Schutzmasken
Aus Tagesschau vom 03.12.2020.
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Kampf gegen Corona Armee-Bilanz: Rund 190 Millionen Franken für Masken

  • Die Armee hat einen Bericht veröffentlicht, in dem sie alle Beschaffungen wichtiger medizinischer Güter von Anfang bis Sommer 2020 offenlegt.
  • Die Armeeapotheke erhielt demnach in der ersten Welle von Covid-19 insgesamt rund 2.5 Milliarden Franken an Krediten – eingeteilt in zwei Phasen. Davon wurden bis August 28 Prozent ausgegeben.
  • Zu Beginn der Pandemie waren Güter wie zum Beispiel Masken sehr teuer – Anfang Mai begannen sich die Preise einigermassen zu stabilisieren.

Mit Beschluss des Bundesrates vom 20. März 2020 sei die Armeeapotheke mit der Beschaffung der wichtigen medizinischen Güter beauftragt worden, heisst es im Beschaffungsbericht. Denn damals drohte eine Versorgungslücke: Der Bund verfügte beispielsweise nur noch über 13.5 Millionen Masken aus der Pandemie-Reserve des BAG von 2007.

Was macht die Armeeapotheke?

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Die Armeeapotheke ist in normalen Lagen für die Sicherstellung der Versorgung der Armee mit Sanitätsmaterial sowie die Versorgung der Armee und Bundesverwaltung mit Arzneimitteln zuständig. Sie verfügt als einzige Organisation der Bundesverwaltung über eine Arzneimittel-Grosshandelsbewilligung, Bewilligungen für die Arzneimittelherstellung sowie Import und Export.

In der ersten Phase der Pandemie habe die Armeeapotheke einen Kredit von 350 Millionen Franken für eine Versorgungssicherheit von 60 Tagen erhalten. In einer zweiten Phase habe sie rund 2.1 Milliarden Franken und eine Versorgungssicherheit für weitere 120 Tage erhalten, so der Beschaffungsbericht. Insgesamt standen der Armeeapotheke somit rund 2.5 Milliarden Franken zur Verfügung. Damit wurden 10'000 Paletten Material in die Schweiz importiert.

Die Beschaffungsvorgaben würden durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) definiert und durch die Armeeapotheke ausgeführt werden.

Die fünf wichtigen medizinischen Güter

Die wichtigsten medizinischen Güter seien in der Covid-19-Verordnung definiert worden, die Mengenvorgaben seien durch das BAG erfolgt. Für knapp 300 Millionen Masken wurden demnach knapp 190 Millionen Franken ausgegeben, für Operationsschürzen knapp 40 Millionen Franken. Vergleichsweise günstig wurde Desinfektionsmittel bestellt – dieses schlägt mit gut 100'000 Franken zu Buche.

Zwischen Februar und Mai seien die Preise laut Bericht sehr schwankend gewesen, Anfang Mai begannen sie sich zu stabilisieren mit sinkender Tendenz.

Koordinierte zweigleisige Beschaffung

Das VBS hat für die Umsetzung der Beschaffungen eine Taskforce «Beschaffungskoordination Corona VBS» eingesetzt. Diese definierte laut Bericht eine duale Beschaffungsstrategie: Primär beschaffte sich jede Organisation (zum Beispiel Spitäler), die auf medizinische Schutzgüter angewiesen war, diese weiterhin selbständig am Markt.

Die Armeeapotheke beschaffte für die Organisationen unterstützend im Auftrag des BAG Mangelgüter für das Gesundheitswesen der Schweiz bei alternativen Anbietern, um eine Versorgungslücke zu vermeiden.

Rendezvous, 03.12.2020, 12:30 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Johan Tobel  (naturfründ)
    Trotz Maskenpflicht wird die Situation nicht besser. Ob die Masken wirklich nützen, darf nicht infrage gestellt werden, sonst wird man gleich zum Verschwörungstheoriker.
    Maske auf, Make ab, Maske zurechtrücken. Somit ist man mit den Fingern ständig im Gesicht und die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass man mit den Fingern den Mund und Nasenbereich berührt. Den Virus, den man abhalten möchte, kommt somit eher in den Organismus. Maskenpflicht kann nicht von Fachleuten stammen.
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  • Kommentar von Stefan Waldispühl  (Stefan Waldispühl)
    Wahnsinn. Fast 300 Millionen Masken! Alleine von der Armee gekauft nur für die Schweiz. Woher stammte wohl der Zellstoff für die hauptsächlich aus Asien stammenden Dinger? Sicher nicht aus nachhaltig bewirtschafteten und zertifizierten Wäldern.
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  • Kommentar von Sascha Ehring  (MountainmanSG)
    Und wo kann man sich das Material, wie zB. Masken abholen?
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    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Sascha Ehring: Die wurden bereits gebraucht und landeten danach (hoffentlich) in den KVAs. Inzwischen bietet der Markt wieder genügend und auch günstigere Masken an, so dass es die Armee zurzeit nicht als Maskenbeschafferin braucht.
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