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Forderung nach Gratis-Masken erhält Zuspruch
Aus HeuteMorgen vom 13.07.2020.
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Kampf gegen Coronavirus Kommen nun Gratis-Masken für Sozialhilfebezüger?

Die Maskenpflicht geht für Leute mit schmalem Portemonnaie ins Geld. Die Forderung nach Gratis-Masken kommt auf.

50 bis 100 Franken pro Monat können Masken eine vierköpfige Familie kosten. Der Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK), der Basler CVP-Regierungsrat Lukas Engelberger, zieht daher in seinem Kanton die Abgabe von Gratis-Masken an Sozialhilfebeziehende in Betracht: «Wir sind jetzt dran, diese Fragen zu prüfen. Das wird den Lebensbedarf von Sozialhilfebezügerinnen und -bezügern erhöhen, denn das sind zusätzliche Kosten. Mit diesen Kosten muss man fair umgehen.»

Das wird den Lebensbedarf von Sozialhilfebezügerinnen und -bezügern erhöhen, denn das sind zusätzliche Kosten.
Autor: Lukas EngelbergerRegierungsrat BS/CVP

Die GDK begrüsst es, wenn der Zugang zu Masken erleichtert werden kann. Dies berichtet die «Sonntagszeitung». Anderswo haben dies einzelne Gemeinden bereits realisiert – auch der Kanton Jura: Er gibt allen eine Schachtel Masken gratis ab, die eine Prämienverbilligung beziehen. Insgesamt betrifft dies 6000 Personen.

Das sei nötig, um das Virus im Schach zu halten, sagt die jurassische SP-Regierungsrätin Nathalie Barthoulot, die die Sozialdirektorenkonferenz (SODK) präsidiert. Der Preis könne Leute davon abhalten, Masken zu kaufen, sagt Barthoulot, die hier für ihren Kanton spricht.

Viele Masken liegen auf einem Haufen
Legende: Masken können für Menschen mit kleinem Budget ins Gewicht fallen. Keystone

Widerstand von den Gemeinden

Doch auch sogenannte Gratis-Masken kosten – zahlen müssten wohl Kantone und Gemeinden. Der Präsident des Schweizerischen Gemeindeverbands, Ständerat Hannes Germann (SVP/SH), wehrt sich: «Die Leute können sich sehr wohl mit Masken eindecken – die kosten zwischen 50 Rappen und einem Franken.» Zudem könne man die Masken auch mehrfach verwenden, so Germann. «Da sehe ich das Problem nun wirklich nicht.»

Die Leute können sich sehr wohl mit Masken eindecken – die kosten zwischen 50 Rappen und einem Franken.
Autor: Hannes GermannSchweizerischer Gemeindeverband

Ein Problem zu lösen hatte jedenfalls der Kanton Jura: Ein Teil der abgegebenen Gratis-Masken stammte aus jenem Armeebestand, der von Schimmelpilz befallen war. Die betroffenen Personen erhalten nun neue Masken – ohne Pilz.

HeuteMorgen, 13.07.2020, 6:00 Uhr

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39 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Brandt  (thobra)
    Zum Glück haben wir keine anderen Probleme..
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  • Kommentar von Anita Mannhart  (lupus)
    Daniel Bucher, rechnen sie die Wochenenden ab und rechnen sie neu. Bei der gegenwärtigen Hitze muss man die Maske sehr oft wechseln.

    Und ich sag nicht, dass ICH mir die Masken nicht leisten kann. Ich denke nur ein wenig solidarisch mit jenen, die es sich tatsächlich nicht leisten können. Von den Menschen haben wir genug in der reichen CH!
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    1. Antwort von Katharina Regli  (Kathareina)
      Wer Sozialhilfe empfängt, ist grundsätzlich verpflichtet sich um Arbeit zu bemühen. Deshalb gibt es Bestrebungen an diesbezüglichen Programmen teil zu nehmen; ohne stichhaltige Gründe für Verweigerung können Leistungen gekürzt werden. Diese Situation betrifft aber weit weniger als die Hälfte der Betroffenen. Also nichts mit fünf Tage in der Woche mindestens zwei Masken. Ein grösserer Lebensmitteleinkauf pro Woche ergibt wegen Corona auch hier durchaus Sinn und. Für alles weiter gibt es Velos.
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    2. Antwort von Astrid Meier  (Swissmiss)
      Als wären alle Sozialhilfebezüger arbeitslos!
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  • Kommentar von Ursula Stöckli  (Ursula St.)
    Hier wird sympatischerweise öfters zu den viel günstigeren Stoffmasken geraten. Was mich in diesem Zusammenhang WIRKLICH interessieren würde, bevor man Gratis-Masken verteilt: Woraus bestehen die Wegwerf-"Papier"-Masken? Was für Materialien oder Chemikalien berühren da ständig unsere Haut/Schleimhaut? Was löst sich bei der herrschenden Feuchtigkeit unter der Maske aus dem Material heraus? Was nehmen wir in unseren Körper auf? Gesundheits-schädlich oder nicht? Habe ein ungutes Gefühl dabei...
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    1. Antwort von Astrid Meier  (Swissmiss)
      Das sollte man sich allerdings auch bei den Stoffmasken fragen, wenn sie nicht biozertifiziert sind. Zudem sind Manche auf das Material der Einweg-Masken allergisch, und bekommen davon Hautausschlag.
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