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Kampfwahl ums Präsidium Blumer oder Töngi – wer macht das Rennen im VCS?

Der ökologisch orientierte Verkehrsclub der Schweiz wählt heute ein neues Präsidium. Das Amt ist begehrt.

Legende: Audio Kampfwahl ums VCS-Präsidium abspielen. Laufzeit 02:13 Minuten.
02:13 min, aus HeuteMorgen vom 22.06.2018.

Der VCS ist eine wichtige Lobbyorganisation im Bereich Umwelt und Verkehr. Am Samstag wird das Präsidium neu besetzt. Zur Auswahl stehen ein Sozialdemokrat und ein Grüner.

Erfahrung als Vorstandsmitglied

Der eine, der dieses Amt anstrebt, ist der St. Galler SP-Kantonsrat Ruedi Blumer. Sein Ziel ist, «dass der VCS landesweit die wichtigste Umweltorganisation im Bereich Verkehr ist und bleiben muss».

Ruedi Blumer
Legende: Kantonsrat Ruedi Blumer ist bereits im Vorstand des VCS. Er setzt auf seine Erfahrung. Keystone

Blumer sitzt schon seit vier Jahren im Vorstand des VCS und sieht sich dank dieser Erfahrungen bestens gerüstet für das Präsidium.

Mitsprache in Verkehrskommission

Demgegenüber versucht sein Gegenkandidat, der grüne Nationalrat Michael Töngi, damit zu punkten, dass er – anders als Blumer – Mitglied des Bundesparlaments ist. Er ist in der Verkehrskommission des Nationalrates. Töngi ist überzeugt, «dass es für die Vernetzung in der Verkehrspolitik wichtig ist, dass ein Bundesparlamentarier diesen Verband leitet».

Töngi
Legende: Nationalrat Michael Töngi bringt seine Einflussmöglichkeiten in Bundesbern ins Spiel. Keystone

Der VCS macht sich auf politischer Ebene für die Interessen von Fussgängern, Velofahrern und dem öffentlichen Verkehr stark. In letzter Zeit war der VCS allerdings häufig auch mit sich selber beschäftigt: Es gab personelle Querelen und eine Reorganisation der Geschäftsstelle.

Kritik an politischer Ausrichtung

In die Kritik gerät der VCS regelmässig bei bürgerlichen Verkehrspolitikern. Die Organisation betreibe eine einseitige, ideologische Politik, die gegen den Autoverkehr gerichtet sei, sagt Thierry Burkart, FDP-Nationalrat und Vizepräsident des Touring-Clubs der Schweiz (TCS). Gleichzeitig betont er, dass mit einzelnen Exponenten des VCS eine gute Zusammenarbeit bestehe.

Nicht die erste Kampfwahl

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Schon vor fünf Jahren gab es eine Kampfwahl ums VCS-Präsidium. Damals setzte sich SP-Frau Evi Allemann gegen die grüne Mitbewerberin Aline Trede durch. Weil Allemann inzwischen in die Berner Kantonsregierung gewählt wurde, braucht es jetzt eine neue Person an der Spitze des VCS.

«Die jetzt abtretende Präsidentin Evi Allemann war im Rat klar links positioniert», sagt Burkart. «Aber sie ist eine Person, mit der man Kompromisse schmieden konnte, die auch Verständnis hatte für eine Mobilitätspolitik, die sämtliche Verkehrsträger berücksichtigt.» Auch die Kritiker sind deshalb gespannt, wie es nach dieser Wahl weitergeht.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Franz W Ruggli (USSchweizer)
    Ulrich Giezendanner waere wohl der richtige Praesident, der versteht etwas von Verkehr!
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Der VCS koennte in der Verkehrspolitik nur ohne nur pseudogruene Forderungen ernstgenommen werden. Einerseits muesste politisch die Wurzel des Verdichtungsstress statt nur die immer katastrofalieren Symptome angegangen werden. Zudem muesste nicht nur eine dem TCS gleichwertig gute Rechtsschutzversicherung angeboten werden, sondern die von Versicherungen geschaedigten Verkehrsinvaliden auch politisch (wenn noetig mit Initiativen und Referenden) vertreten werden, was der TCS straeflichst vernachl
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