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Parteisoldat gesucht: SVP-Zoff wegen Präsidentenfrage
Aus Rundschau vom 29.01.2020.
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Kandidaten fürs SVP-Präsidium Der Hardliner steht bereit

Nationalrat Andreas Glarner signalisiert Interesse am SVP-Präsidium. Der Aargauer hofft, dass die SVP wieder mehr im Hardliner-Stil politisiert.

Im Rennen um das SVP-Präsidium kommt ein weiterer Interessent dazu. SVP-Nationalrat Andreas Glarner kann sich vorstellen, das Amt von Albert Rösti zu übernehmen. Gegenüber der «Rundschau» sagt Glarner: «Ich würde es gerne machen. Ich bin aber nicht berufen und noch nicht angefragt worden.»

Er selber sehe sich auch als Hardliner, «der Klartext redet statt Wischiwaschi und dadurch auch aneckt». Der Aargauer Nationalrat steht in der Partei vor allem für harte Ausländer- und Migrationspolitik.

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Andreas Glarner: «Ich bin einer der Klartext redet»
Aus News-Clip vom 29.01.2020.
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Blocher will Provokateur

Bei der Suche nach geeigneten Präsidiums-Kandidaten hat das Wort von SVP-Übervater Christoph Blocher besonderes Gewicht. Blocher macht kein Geheimnis daraus, dass er gerne einen Hardliner an der Spitze der Partei sehen würde. Für ihn ist klar, dass die Partei nach dem Stimmenverlust bei den letzten Wahlen wieder einen härteren Kurs fahren muss.

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Christoph Blocher
Aus Rundschau vom 29.01.2020.
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Gegenüber der «Rundschau» sagt Blocher: «Wenn sie allein mit einem Problem sind und sie haben die ganze Meute – die classe politique, die Medien – gegen sich, dann werden sie nicht gehört, wenn sie nett am Tisch sitzen und staatsmännisch reden. Dann müssen sie provozieren.» Wenn nötig, brauche es Konfrontation in der Politik. «Gemässigt sein heisst nur weniger arbeiten.»

Besorgte Gemässigte

Die Rufe nach einem Hardliner als Präsidenten und nach harter Oppositionspolitik kommen an der Basis nicht überall gut an. Mit einem Hardliner an der Spitze würde die SVP noch mehr Wähler verlieren, ist Res Burren, SVP-Gemeinderat im bernischen Schwarzenburg, überzeugt.

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Res Burren: «Viele Junge wählen die SVP nicht mehr wegen der Hardliner»
Aus News-Clip vom 29.01.2020.
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Der Landwirt fordert einen Gemässigten als Präsidenten und erklärt: «SVP-Wähler sagen mir, solange ihr Leute in euren Reihen habt, die andere Meinungen nicht akzeptieren, werden wir nicht mehr SVP wählen.»

Mit seiner Meinung ist Burren nicht allein. Der Berner Bauernverbandspräsident und SVP-Grossrat Hans Jörg Rüegsegger sagt, auf die Hardliner-Linie zu setzen, sei kurzsichtig. «Die Leute hören nicht mehr auf solche Politiker».

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Jörg Rüegsegger: «Die Hardliner-Linie ist zu kurzfristig»
Aus News-Clip vom 29.01.2020.
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Biobauer Franz Blaser ist wegen des harten Stils gar aus der Partei ausgetreten. Er war Präsident der SVP-Ortspartei Rotkreuz im Kanton Zug. Er ist überzeugt, dass die SVP einen falschen Weg einschlägt, wenn der Ton noch schärfer wird.

Entschädigung für Präsidenten?

Zu Diskussionen hatte in den vergangenen Wochen geführt, dass in der SVP der Präsident – im Gegensatz zu anderen Parteien - keine Entschädigung bekommt. Blocher gibt sich elastischer: «Wenn es einen Fall gibt, wo man zum Schluss kommt, der könnte es, aber das geht jetzt in seiner beruflichen Situation nicht finanziell: Dann muss man ihm halt etwas geben. Das ist doch klar.» Es dürfe aber nicht grundsätzlich so sein, dass der Parteipräsident einfach 50'000 Franken bekomme. «Das muss ein Ehrenamt sein.»

Die Suche nach einer neuen Präsidentin oder einem neuen Präsidenten gestaltet sich für die grösste Schweizer Partei zur Zeit harzig. Bis jetzt gibt es nur eine offizielle Kandidatur: diejenige des Zürcher Nationalrats Alfred Heer. Am 28. März wird gewählt – und noch bis am 1. Februar können sich Kandidaten oder Kandidatinnen melden.

SRF 4 News; 28.1.20; 22:30 Uhr

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55 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Flükiger  (Ädu)
    Das ergibt bis zum Anmeldeschluss Morgen noch einen bunten Haufen an Kandidaturen -:).
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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Haben Sie eine Idee, wie man die über 50% Nicht-Wählenden und Nicht-Abstimmenden ausser mit Provokation aus ihrem politischen Tiefschlaf wecken könnte? Das haben die Grünen früher auch gemacht (u.a. H.P. Thür mit einem dürren Tännchen im Grossen Rat), mit Erfolg wie Figura zeigt.
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  • Kommentar von Köbi Leu  (Köbi Löwe)
    Eintreten für eine unabhängige und freie Schweiz. Vorweg das Wichtigste: Die Parlamentarischen Demokratien der EU und unsere Direkte Demokratie passen nicht zusammen. Punkt. Nur; gute Handelsverträge mit der EU brauchen wir. Das hätten wir am 6.12.1992 mit einem JA zum EWR haben können. Norwegen, Island und das FL sind seit 25 Jahren im EWR. Und leben gut damit. Kein Mensch fühlt sich dort angekettet und geknebelt. Das Gezerre das wir heute wegen dem RA haben, gründet auf dem NEIN vom 6.12.1992.
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