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Höchste Zeit für ein neues Lohnsystem, findet der Bildungsdirektor
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 25.09.2020.
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Kanton Aargau Höhere Löhne sollen Lehrer anlocken

Wie gewinnt man im Verteilkampf um Lehrpersonen? Der Aargau versucht es mit höheren Löhnen und einem neuen System.

Es soll finanziell attraktiver werden, als Lehrerin oder Lehrer im Kanton Aargau zu arbeiten. Im Vergleich mit den Nachbarkantonen verdienen die 12'000 Aargauer Lehrpersonen bisher weniger. Die Kantonsregierung sieht deshalb laut eigenen Aussagen dringenden Handlungsbedarf, um in Zeiten von Lehrpersonenmangel wieder konkurrenzfähige Löhne zahlen zu können.

Neues Lohnsystem

«Wir sind völlig neben dem Markt», meint Bildungsdirektor Alex Hürzeler. Im Durchschnitt sollen die Löhne um sechs Prozent steigen. Das gilt auch für die Schulleitungen.

Wir sind völlig neben dem Markt.
Autor: Alex HürzelerBildungsdirektor Aargau

Im neuen Lohnsystem zählt nicht mehr wie bisher nur das Lebensalter, sondern hauptsächlich die Jahre an Berufserfahrung. In den ersten Berufsjahren steigt der Lohn künftig stärker an. In anderen Kantonen gibt es bereits ähnliche Regelungen. Das neue System sei gerechter, so Hürzeler. Für ältere Lehrpersonen gelte eine Besitzstandgarantie bei den Löhnen, sie verdienen also nicht plötzlich weniger.

Immer wieder ein Thema

Eingeführt werden soll das neue Lohnsystem schrittweise ab 2022. Die höheren Löhne und das neue System kosten jährlich zusätzlich 69 Millionen Franken. 51 Millionen trägt der Kanton Aargau, den Rest die Gemeinden. Insgesamt betragen die jährlichen Lohnkosten der Aargauer Lehrpersonen 1.1 Milliarden Franken.

Die Löhne der Lehrerinnen und Lehrer sind im Aargau seit Jahren immer wieder ein Thema. Es gab auch mehrere Lohnklagen. Vor zwei Jahren begann das Bildungsdepartement, am neuen Lohnsystem zu arbeiten.

Parlament entscheidet

Die Stossrichtung sei in der Anhörung mehrheitlich begrüsst worden, so die Regierung. Vor allem bürgerliche Parteien kritisierten aber den Zeitpunkt für die Mehrausgaben. Die Finanzen des Kantons seien ausgeglichen, entgegnet Bildungsdirektor Alex Hürzeler. Die höheren Löhne seien budgetiert, man müsse nun auf die Marktsituation reagieren. Abschliessend entscheidet nun das Aargauer Kantonsparlament.

Natürlich bedeuteten höhere Löhne nicht automatisch besseren Unterricht an den Schulen, so Hürzeler. Wenn man bei den Löhnen aber nicht konkurrenzfähig sei, dann könne man die besten Lehrpersonen nicht anlocken oder verliere sie an andere Kantone.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 25.9.2020, 12.03 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Rechi)
    Also Lehrer sind die letzten die jammern müssen. An unserer Primarschule verdienen sie sehr gut, sind 2 höchstens 3 Tage in der Schule, haben 6 Monate Mutterschaftsurlaub, weit mehr als 5 Wochen Ferien, Weiterbildung wird an gewissen Tagen währen der Unterrichtszeit gemacht (ja nicht in den Ferien) usw. und.
  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Löhne der Lehrkräfte: Der Markt ist das beste Kriterium!

    Um das optimale Niveau der Löhne der Lehrkräfte festzulegen, gibt es nur ein vernünftiges Kriterium: der Markt! Gibt es zu wenige Lehrkräfte oder Stellenbewerbungen respektive Pädagogikstudent*innen, ist das Lohnniveau zu tief. Gibt es davon zu viele, ist es zu hoch.
  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Löhne der Lehrkräfte: Der Markt ist das beste Kriterium!

    Um das optimale Niveau der Löhne der Lehrkräfte festzulegen, gibt es nur ein vernünftiges Kriterium: der Markt! Gibt es zu wenige Lehrkräfte oder Stellenbewerbungen respektive Pädagogikstudent*innen, ist das Lohnniveau zu tief. Gibt es davon zu viele, ist es zu hoch.