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Kantone stellen Bund Millionen in Rechnung
Aus HeuteMorgen vom 21.12.2016.
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Minderjährige Asylsuchende Kantone stellen Bund Millionen in Rechnung

Das Wichtigste in Kürze:

  • Unbegleitete minderjährige Asylsuchende brauchen mehr Betreuung als volljährige Asylsuchende und kosten die Kantone entsprechend mehr.
  • Diese Mehrkosten belaufen sich auf 60 Millionen bis 73 Millionen Franken pro Jahr und werden vom Bund nicht bezahlt.
  • Die Kantone fordern nun vom Bund, dass diese Mehrkosten fair abgegolten werden.

Kantone müssen unbegleitete minderjährige Asylsuchende besonders betreuen und sie in speziellen Unterkünften oder in Pflegefamilien unterbringen. Vom Bund gibt es jedoch für diese Minderjährigen nicht mehr Geld als für erwachsene Asylsuchende.

Nun haben alle 26 Kantone ihre ungedeckten Kosten zusammengetragen. Die Konferenz der Kantonsregierungen hat erstmals konkrete Zahlen veröffentlicht. Wie Gaby Szöllösy von der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren SODK bestätigt, fehlen den Kantonen zwischen 60 Millionen und 73 Millionen Franken pro Jahr. Würden allerdings alle unbegleiteten Minderjährigen nach den Empfehlungen der SODK untergebracht, so wären die Ausstände laut Szöllösy noch höher.

Ziel sei es nun, mit den Behörden eine faire Abgeltung zu verhandeln. Und nicht nur über die Kosten für unbegleitete Minderjährige wollen die Kantone verhandeln: Auch für die spätere Integration von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommen fordern sie mehr Geld.

Das Staatssekretariat für Migration gibt sich auf Anfrage offen für Verhandlungen. Man warte auf die offiziellen Forderungen der Kantone.

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24 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    All die Leute die sich freiwillig zur Hilfe zur Verfügung stellen kosten ja nichts. Man sollte veranlassen, dass "Flüchtlinge" ihr Leben im Heim oder in der Unterkunft selber in die Hand nehmen. Putzen, Waschen, Einkaufen, Kochen, Kinder hüten, Toiletten putzen usw., all das sollen sie selber machen. Es braucht dann nur noch ein bis zwei Personen als Manager. Es gibt ja genügend Erwachsene Personen die bei uns Unterkunft finden und deshalb, wie wir auch, diese Arbeiten selber erledigen.
  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Wir sollten per Initiative folgendes in die Verfassung schreiben: "jede Netto-Zuwanderung vermindert die Entschädigung eines jeden National-, Stände- und Bundesrates um CHF 1.--". Alle aktuellen Probleme dieses Landes wären dann innert Halbjahresfrist gelöst.
    1. Antwort von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
      Eine glanzvolle Superidee, die ich dick unterschreibe.
    2. Antwort von Verena Casagrande  (Verena Casagrande)
      Da bin ich auch dabei.
  • Kommentar von Marianne Känzig  (Marianne Känzig)
    Bei 4,9 Mio Erwerbstätigen in der Schweiz sind das knapp CHF 15.- pro Erwerbstätigen und Jahr! Ich bezahle da gerne noch für neun andere mit, wenn euch das zu viel ist.
    1. Antwort von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
      Wie nett von Ihnen. Aber dann könnten Sie doch gleich eine mehrköpfige Familie aufnehmen und betreuen. Wär das eine Idee?
    2. Antwort von Marianne Känzig  (Marianne Känzig)
      Frau Zelger, was genau hat Ihr Kommentar mit meinem Kommentar oder mit dem Artikel zu tun? Und ja, es ist eine gute Idee, wenn auch schon eine recht alte und eine Frage, die Sie hier schon so manchen Menschen gestellt haben. Die Antwort darauf scheint Sie jedoch nicht zu interessieren.