Zum Inhalt springen
Inhalt

Kaum Regen in Sicht Bauern fürchten Wasser-Engpass

Das trockene Sommerwetter macht den Landwirten zu schaffen. Für die Gemüseproduzenten wird das Wasser langsam knapp.

Legende: Video Wasser-Knappheit droht abspielen. Laufzeit 00:36 Minuten.
Aus SRF News vom 01.07.2018.

Der Sommer ist da – in seiner ganzen Pracht. Und doch hat der Sonnenschein seine Schattenseiten: Etwa im Wallis oder in Graubünden regnet es seit Monaten viel zu selten. Und auch für die Gemüseproduzenten in der Ostschweiz spitzt sich die Situation mit den durstigen Böden zu. So sehr, dass jetzt bereits ein Wasser-Engpass droht.

Legende: Video Gemüseproduzen Simon Forster: «Existenzielle Angst, dass kein Regen kommt» abspielen. Laufzeit 00:18 Minuten.
Aus News-Clip vom 01.07.2018.

Der Schauplatz: Ein Gemüsefeld in Stettfurt im Kanton Thurgau. Auf 100 Hektaren wachsen hier Salat, Kohl, Fenchel oder Zucchetti. Die Bewässerungsanlagen laufen auf Hochtouren.

Bewässerung mit Trinkwasser

Das Feld gehört dem Gemüseproduzenten Simon Forster. Er hat aufgrund des fehlenden Regens bereits Existenzängste. «Die nächsten zwei Monate werden noch viele Pflanzen neu angesetzt. Da sind wir einfach auf das Wasser angewiesen», sagt er.

Der Gemüseproduzent pumpt aus verschiedenen Stellen eines Baches Wasser ab. 200'000 Liter pro Stunde sind aktuell nötig.

Legende: Video Kantonsvertreter Marco Baumann: «Bauern müssen Wasser von anderem Ort holen» abspielen. Laufzeit 00:16 Minuten.
Aus News-Clip vom 01.07.2018.

Doch weil wegen der Trockenheit auch die Fliessgewässer viel zu wenig Wasser führen, droht vom Kanton schon bald ein Entnahmeverbot. Dann müssten die Bauern allenfalls Wasser von weiter entfernten Orten holen, sagt Marco Baumann, Leiter der Abteilung Wasser und Hydrometrie des Kantons Thurgau. Ansonsten bleibt nur noch der Kauf von teurem Trinkwasser für die Bewässerung.

Legende: Video SRF-Meteorologe Felix Blumer: «Wetter beginnt sich zu stabilisieren» abspielen. Laufzeit 00:15 Minuten.
Aus News-Clip vom 01.07.2018.

Laut SRF Meteo sind die für nächste Woche gemeldeten Gewitter ein Tropfen auf den heissen Stein. Gemäss Felix Blumer von SRF Meteo beginnt sich das Wetter zu dieser Jahreszeit zu stabilisieren. «Die Tendez ist, dass es trocken weitergeht.»

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

67 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Wasserknappheit vorbeugen Dass Wasser keine endloses Ressource ist, wird in der Studie von Agroscope deutlich. Diese kommt zum Schluss, dass wegen der Klimaerwärmung Schweizer Flüsse weniger Wasser führen werden. Die Landwirtschaft wird ihre Kulturen als Folge daraus vermehrt bewässern müssen. Es kommt zur Wasserknappheit. Gemüseproduzenten haben aufgrund des fehlenden Regens bereits Existenzängste. Wünsche allen Produzenten, dass sie für ihre Arbeit auf dem Feld den ersehnten Regen bekommen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Wassermangel: Europas Landwirte müssen umdenken. Experten gehen von grossen Auswirkungen des Klimawandels für die Landwirtschaft aus. Der Mittelmeerraum gilt als Europas Gemüsegarten, vor allem im Winterhalbjahr. Die Bewässerung der Felder verschlingt jedoch in einigen Regionen pro Jahr mehr Wasser, als die Natur produziert. Falls die Bauern trotz Wasserknappheit den Flüssen Wasser entnehmen, kann dies der Wasserqualität und dem Ökosystem schaden. Ein Dilemma für die Schweizer Bauern.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Achim Frill (Afri)
    Egal ob kalt, heiss, lau, nass, trocken oder windig. Kein Bericht übers Wetter, ohne dass die dazugehörenden Kommentarzeilen nicht sofort reflexartig mit dem ausgelutschten Begriff "Klimawandel" gefüllt werden. Ich kanns echt nicht mehr hören.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen