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Schweiz Kein Hakenkreuz-Plakat mehr an Bahnhöfen

Die SBB zeigt ein politisches Plakat mit Hakenkreuz-Symbol per sofort nicht mehr auf Anzeigetafeln in Bahnhöfen. Sie reagiert damit auf Proteste von Bahnbenutzern.

Ausschnitt aus dem Plakat: Ausgefranstes weisses Hakenkreuz auf rotem Grund
Legende: Gefühle der Bahnkunden verletzt: Die SBB erlaubt das Plakat nicht mehr in Bahnhöfen. SRF

Das Plakat mit weissem Hakenkreuz auf rotem Grund wirbt für ein Nein zur Durchsetzungsinitiative. Es wurde am Montag auf E-Boards im Hauptbahnhof Zürich und am Dienstag im Bahnhof Genf geschaltet.

Werbebotschaft ohne Hakenkreuz erlaubt

Nun ist per sofort wieder Schluss damit. Das Motiv habe die Gefühle zahlreicher Kunden in tiefster Weise verletzt und ihre persönliche Vergangenheit verharmlost, begründet die SBB ihren Entscheid. Sie wird das Plakat mit Hakenkreuz nicht weiter zulassen.

Die SBB mische sich aber nicht in den Abstimmungskampf ein und biete dem Inserenten an, sein Plakat ohne Symbol zu schalten, heisst es weiter.

«Ein krasser Einzelfall»

Gemäss einem Bundesgerichtsentscheid aus dem Jahr 2012 handelt es sich bei öffentlichen Flächen in Bahnhöfen um öffentlichen Raum. Die SBB muss deshalb politische Werbung grundsätzlich zulassen.

Die SBB findet jedoch, «dass mit dem Hakenkreuzsymbol an so prominenter Stelle die Grenzen des erwähnten Bundesgerichtsentscheids überschritten worden sind». Beim Plakat handle es sich um einen «krassen Einzelfall».

83 Kommentare

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  • Kommentar von Marlies Artho (marlies artho)
    Darf ich einfach nur noch daran erinnern,die SBB war immer bereit politische Werbeplakate auf zuschalten,wie ich gelesen habe.Leider gab es diesmal,sehr viele Reklamationen von den Bahnkunden (Reisegästen) vom Ausland inbegriffen. Deshalb wurde das verschmierte Schweizerkreuz, mit Nazisymbol (Hakenkreuz) entfernt. Weil es noch einige Menschen darunter hat,die diese Nazizeit miterlebten und gekränkt waren. Es trifft somit die ganze Schweizerbevölkerung die man verunglimpft, das ist das traurige.
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Frau Marlis Artho, man muss es nicht so eng sehen. So jemand sich der Nazisymbole bedient und die Nazikeule schwingt und damit grosse Teile der Bevölkerung in eine Ecke drängen muss..., hat vielleicht damit sogar selber auch ein Problem.
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  • Kommentar von Lucas Kunz (L'art pur l'art)
    Die SBB müssen politische Werbung auf ihren Bahnhöfen dulden ... Die SVP macht reichlich davon Gebrauch und die Gäste werden seit Jahren mit faschistoiden Botschaften eingedeckt ... und nun spielt sich die SBB als Zensurbehörde auf, wenn's eben nicht von der Sünnelipartei kommt und den Sachverhalt beim Namen nennt.
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  • Kommentar von Peter Holzer (Peter Holzer)
    Ein weiterer Punkt der mich stört an der Debatte ist die Unklarheit die selbst bei den Initiativtext-Verfassern herrscht. Heute lese ich, die SVP habe einen neuen Vorstoss gemacht um rauchen und Besitz von Hanf nicht mehr mit nur einer Geldstrafe zu ahnden. Es soll jeder der Hanf raucht verzeigt werden! Wieso wurde in der ganzen DSI Debatte nie davon gesprochen, ja sogar das Gegenteil behauptet? Soll das für das Vertrauen förderlich sein? Mir kann es ja egal sein, ich rauche nichts!?
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